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Häfler gewinnen in Königs Wusterhausen

Bundesligen: Häfler gewinnen in Königs Wusterhausen

30.12.2018 • Bundesligen • Autor: Gesa Katz 624 Ansichten

Der VfB Friedrichshafen gewinnt sein letztes Spiel im Jahr 2018. Mit 3:1 (21:25, 25:19, 25:21, 25:20) besiegte das Team von Cheftrainer Vital Heynen am Samstagabend die Netzhoppers SolWo Königspark KW. Die Häfler hatten vor allem im ersten Satz Probleme zum eigenen Spiel zu finden und kamen in der Folge besser in Tritt. Vor allem MVP Athanasios Protopsaltis überzeugte in der Partie, in der auch Neuzugang Rafael Redwitz seine ersten Einsatzminuten im VfB-Trikot bekam.

Häfler gewinnen in Königs Wusterhausen - Foto: Günter Kram

Die Häfler gewinnen ihr letztes Spiel in diesem Jahr (Foto: Günter Kram)

Die gute Nachricht gab es schon vor dem Spiel. Adrian Aciobanitei war nach seinen Meniskusproblemen zurück beim Team und war mit zu den Netzhoppers SolWo Königspark KW gefahren. Kollege David Sossenheimer hingegen war nach einer Knöchelverletzung im Training gleich in Friedrichshafen geblieben. Also schickte Vital Heynen mit Philipp Collin , Andreas Takvam, Michal Petras, Athanasios Protopsaltis, Bartlomiej Boladz, Jakub Janouch und Markus Steuerwald seine fitteste Truppe aufs Feld. Und die führte nach einem Takvam-Block gegen Jan Jalowietzki und durch einen klugen Angriff von Protopsaltis mit 7:5, gab diese Führung allerdings auch sofort wieder ab.

Die Netzhoppers waren in dieser Phase sicherer und warteten auf die sonst so seltenen Fehler der Häfler. Vor allem im Zusammenspiel von Zuspieler Janouch und seinen Angreifern war viel Sand im Getriebe. Erst passte der Hinterfeldangriff von Petras nicht (7:7), dann sprang Collin unter seinem Angriffsball hindurch (9:11). Thilo Späth -Westerholt kam für Petras und stabilisierte die Defensive. Der VfB holte sich mit Protopsaltis und immer wieder Boladz die Punkte, die er zuvor noch liegen gelassen hatte (12:14, 16:16). Zwei Schiedsrichterentscheidungen zu Ungunsten der Häfler sorgten dann für die erneute Netzhoppers-Führung. Als Dirk Westphal dann aus fast unmöglicher Position zum 16:20 schmetterte, war der Satz für die Gastgeber fast schon durch. Protopsatis robbte sein Team mit starken Aufschlägen noch einmal heran (20:22), doch der Aufschlagfehler des eingewechselten Jakob Günthör stoppte die Aufholjagd (20:23). Eine missglückte Annahme besorgte dann den Rest (21:25).

Der erste Satz war weg, von Panik war aber keine Spur. Collin blockte sein Team zur ersten Führung (4:3). Dann kam erneut der etatmäßige Libero Thilo Späth -Westerholt für Petras und zeigte seine Offensivqualitäten. Drei Punkte in Folge erzielte er am Netz (11:9, 12:9, 13:9) und brachte seine Mannschaft endgültig in die Spur. Als Takvam Casey Schouten im Block abräumte, raunte sogar das Heimpublikum anerkennend (18:14). Im weiteren Verlauf war es vor allem Boladz, der keine Zweifel mehr aufkommen lassen wollte (19:15, 22:18). Der Pole verteidigte zum Satzende glänzend, sodass Protopsaltis wenig Mühe hatte, das 25:19 einzutüten.

Dann gings erstmals flott. Protopsaltis ging zum Aufschlag und setzte die Netzhoppers-Abwehr gehörig unter Druck. Das Resultat: zwei schöne Blocks von Späth-Westerholt und Collin sowie Boladz, der Steuerwalds Abwehr ein ums andere Mal verwertete (5;2, 9:2). Der lange verletzte Theo Timmermann kam bei KW zu seinem umjubelten Comeback, ansonsten gab es bei den Gastgebern wenig Grund zur Freude. Takvam blockte (13:7) den VfB schon weit in Front, ehe die Netzhoppers nach zwei missglückten Annahmen von Protopsaltis nochmal Morgenluft schnupperten (17:13, 18:15). Mehr als Schnuppern war es dann aber doch nicht, auch weil Boladz beim einem schwierigen Angriffsball die Nerven behielt (23:20) und sein Gegenüber Casey Schouten seine Punktchance neben das Feld drosch (24:20). Westphals Aufschlag landete zum 25:21 für den VfB im Netz.

Der Tabellenachte aus Brandenburg wollte den Schwung aus dem dritten direkt in den vierten Durchgang mitnehmen. Nach Schoutens Ass schien das kurzzeitig auch zu gelingen (2:4). Philipp Collin nahm mit einem sehenswerten Block gegen wiederum Schouten allerdings auch im Handstreich den Wind aus den Segeln der Gastgeber (4:4). Boladz schlug gut auf, Block und Feldabwehr standen, Takvam markierte durch die Mitte das zwischenzeitliche 13:7. Sie spielten es dieses Mal routiniert zu Ende, sodass VfB-Trainer Vital Heynen beim Stand von 20:14 Zuspieler-Neuzugang Rafael Redwitz seine ersten Minuten auf dem Feld verschaffte. Der gebürtige Cubaner führte von da an Regie und sein Team zum Sieg. Philipp Collin machte schließlich den Deckel drauf (25:20).

 

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