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Gibt’s die Sensation, oder gibt’s Medaillen?

Bundesligen: Gibt’s die Sensation, oder gibt’s Medaillen?

16.04.2018 • Bundesligen • Autor: Jan Wüntscher 425 Ansichten

Was für ein Drama im ersten Playoff-Halbfinalspiel am Samstag in Berlin: Nach furiosem Start verloren die United Volleys erst Zuspieler Patrick Steuerwald , der mit ausgerenktem Sprunggelenk ins Krankenhaus musste, dann den Satz und schließlich das Spiel. Wie vor einem Jahr gegen den gleichen Gegner liegen sie damit in der „best of three“-Serie mit 0:1 hinten und müssen am Mittwoch um 19 Uhr in der Fraport Arena unbedingt gewinnen, um weiter im Meisterrennen zu bleiben.

Gibt’s die Sensation, oder gibt’s Medaillen? - Foto: United Volleys/Gregor Biskup

Emotionen und ein kühler Kopf zugleich sind am Mittwoch bei den United Volleys gefragt (Foto: United Volleys/Gregor Biskup)

Anders als damals bedeutet der Ausfall des erfahrenen Spielgestalters allerdings eine gewaltige Hypothek. Eine Trotzreaktion ist gefragt, auf die „Nano“ seine Kollegen einstimmt: „Möglich ist im Sport immer alles, und zumindest haben wir jetzt zwei Trainingstage, um uns auf die neue Situation einzustellen. Ich bin auf jeden Fall zur Unterstützung in der Halle, wenn auch nur moralisch, denn in so einem Match kommt es auf jeden Zuschauer an!“

Engagement und Leidenschaft stimmen

„Wir wollen auf jeden Fall noch mal alles raushauen und versuchen, von Ball zu Ball unser bestes Volleyball zu zeigen“, verspricht Steuerwald-Ersatz Jannis Hopt. Der 21-Jährige war am Samstag nach der Verletzung seines Positionskollegen vor 4.000 Zuschauern ins kalte Wasser geworfen worden und schaffte es zumindest bis kurz vor dem Ende des ersten Satzes, die Begegnung offenzuhalten. „Dass wir jetzt vor heimischem Publikum spielen, wird uns zusätzlich pushen. Wir lauern auf unsere Chance, und ich bin mir sicher, dass wir die auch bekommen werden“, erwartet der 2,06-Meter-Mann. Um den Ausfall von Patrick Steuerwald und des bei den DVV-Junioren weilenden Youngsters Lorenz Karlitzek zu kompensieren, könnte Cheftrainer Michael Warm auf Aushilfskräfte aus dem erfolgreichen Zweitligateam der TG 1862 Rüsselsheim zurückgreifen.

Vor allem gilt es für ihn aber, den „jungen Wilden“ aus dem Rhein-Main-Gebiet in den wenigen verbleibenden Trainingseinheiten erneut jenes Selbstbewusstsein einzuimpfen, mit dem sie in der Berliner Max-Schmeling-Halle begannen und direkt ein 8:2 vorlegten. Die Frage, was dort mit komplettem Kader möglich gewesen wäre, muss leider unbeantwortet bleiben. In dezimierter Besetzung hatten die Uniteds dem Powerplay der Gastgeber um den australischen Topscorer Paul Carroll auf die Dauer nicht genügend entgegenzusetzen. Immerhin: Einen Vorwurf in Sachen Engagement und Leidenschaft brauchten sie sich nicht zu machen. Unermüdlich rannten sie in der Abwehr jedem Ball hinterher, bis am Ende zahlreicher spektakulärer Szenen meistens dann doch noch irgendeiner der großen Namen aus den Reihen des amtierenden Meisters im Angriff durchkam.

Wieder heißt es „Do or die“

Vor allem United-Kapitän Sebastian Schwarz war es, der mit Cleverness und Übersicht das Spiel seiner Mannschaft zusammenhielt. Die Führungsqualitäten des international weitgereisten WM-Bronzemedaillengewinners von 2014, der nach langer Verletzungspause immer besser in Fahrt kommt, werden auch am Mittwoch gefragt sein. Dass sie mit Druck umgehen können, haben er und seine Jungs schon im Viertelfinale bewiesen, als sie das Entscheidungsspiel gegen Herrsching in der Fraport Arena klar mit 3:0 für sich entschieden. „Do or die“ heißt es jetzt auch gegen die Berlin Recycling Volleys. Wenn gegen die Topstars aus der Hauptstadt die Sensation gelingen soll, braucht die Mannschaft in jedem Fall die volle und lautstarke Unterstützung von den Zuschauerrängen.

In der Bundesliga-Hauptrunde konnten die United Volleys die BR Volleys zuhause bereits mit 3:2 besiegen. Das war im November, drei Monate, bevor der 18-fache Deutsche Meistertrainer Stelian Moculescu das Zepter an der Spree übernahm. Das gleiche Ergebnis würde jetzt bereits genügen, um ein drittes Match am Wochenende in Berlin zu erzwingen. Und wenn es dafür am Ende doch nicht reichen sollte, dürften sich die Fans aus der Rhein-Main-Region immerhin über ein Novum freuen: Die Bronzemedaille haben die Uniteds nämlich bereits sicher, zum dritten Mal im dritten Bundesligajahr – eine Leistung auf die man mehr als stolz sein kann. Bekamen sie diese 2016 und 2017 jeweils auswärts überreicht, könnten dann erstmals auch die eigenen Anhänger die Übergabe der Auszeichnungen bejubeln und ihr Team nach einer weiteren starken Saison verabschieden.

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