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Bundesligavolleyball in Köln durch Ligaflexibilisierung vor dem Aus

2. Bundesligen: Bundesligavolleyball in Köln durch Ligaflexibilisierung vor dem Aus

18.01.2018 • 2. Bundesligen • Autor: DSHS SnowTrex Köln 492 Ansichten

Die von der VBL anvisierte Flexibilisierung der Zweitligastaffeln bedroht ernsthaft die Existenz des Meisters und derzeitigen Tabellenführers DSHS SnowTrex Köln. Sollte es dazu kommen, dass Köln und Leverkusen von der Nord- in die Südstaffel „zwangsversetzt“ werden, wird sich Kölns Hauptsponsor SnowTrex höchstwahrscheinlich zurückziehen, da die Südstaffel für den Skireiseanbieter bei weitem nicht so attraktiv wie die Nordstaffel ist.

Bundesligavolleyball in Köln durch Ligaflexibilisierung vor dem Aus - Foto: Martin Miseré

Foto: Martin Miseré

Dies ist selbstverständlich keine Bauchentscheidung, sondern wird von den Verantwortlichen mit deutlichen Fakten belegt. „Im Süden Deutschlands finden weniger als die Hälfte der Buchungen von SnowTrex als im Norden statt. Im Norden Deutschlands und insbesondere im Ruhrgebiet sind die meisten unserer Kunden sesshaft. Wenn uns nun diese sechs Ruhrgebietsduelle genommen und wir stattdessen im Süden Deutschlands antreten müssen, ist das für SnowTrex verständlicherweise deutlich weniger attraktiv“, erläutert Kölns Vereinsvorsitzender Thomas Bartel. Und einen neuen Hauptsponsor zu finden, wenn man erst Mitte Mai weiß, ob man in den Norden oder Süden eingeteilt wird, dürfte ein äußerst schwieriges bis nahezu unmögliches Unterfangen werden, haben zahlreiche Unternehmen in Deutschland einen regionalen Absatzbezug.

Die Vorgehensweise der VBL kann Thomas Bartel dabei überhaupt nicht nachvollziehen. Die Liga, die sich selbst das Motto „Home of Respect“ auf die Fahnen schreibt, forciert den Schritt der Ligaflexibilisierung, obwohl er ganz klar auf Kosten von nur zwei Frauen-Vereinen, Köln und Leverkusen, geschieht, die sich beide händeringend gegen eine Versetzung in die Südstaffel wehren. „Das hat mit Respekt uns, einem langjährigen Zweitligisten, gegenüber momentan überhaupt nichts mehr zu tun“, ist Thomas Bartel enttäuscht von der VBL. Am gleichen Tag wie die Vereinsumfrage gestartet wird, veröffentlicht die VBL ein Interview mit den beiden Ligasprechern der Nord- und Südstaffel, Heino Konjer (SCU Emlichheim) und Florian Scheuer (VC Printus Offenburg), die sich dabei für die von der VBL forcierte Flexibilisierung aussprechen. „Dabei hat keiner der beiden von sich aus auch nur einmal das persönliche Gespräch mit uns als betroffenem Verein gesucht und sich unsere Situation aus unserer Sichtweise vor Augen geführt. Deren Vereine Emlichheim und Offenburg haben keine negativen Konsequenzen durch die Neueinteilung der Ligen zu befürchten – da hätte ich auch leicht reden. Ich wüsste gerne einmal, wie unsere beiden Ligasprecher reden würden, wäre die Existenz ihres eigenen Vereines betroffen“, wundert sich Kölns Teammanager über die öffentlichen Aussagen der Ligasprecher zu der Thematik.

„Auch die Aussage, man könnte derzeit noch nicht sagen, welche und wie viele Vereine von der Versetzung betroffen wären, ist schlichtweg falsch. Im vorgelegten Konzept der VBL geht es bei den Frauen stets um die beiden Vereine Köln und Leverkusen, die in den Süden versetzt werden sollen. Wir mischen uns doch auch nicht in die existenziellen Belange der anderen Clubs ein – im Gegenteil, wir unterstützen uns gegenseitig. Dass wäre ja so, wie wenn Emlichheim auf einmal in den Niederlanden oder Offenburg in Frankreich antreten müsste. Das würde uns überhaupt nicht zustehen, darüber zu urteilen. Aber warum sollen nun über 40 Zweitligisten über die Belange der wenigen Clubs im Grenzgebiet zwischen Nord und Süd (Köln, Leverkusen und bei den Männern eventuell Hürth) einmischen?“

Auch auf anderer Ebene erhält Thomas Bartel, der von der VBL eine Ursachenbehebung und nicht eine Symptombekämpfung wünscht und dafür auch bereits zahlreiche Vorschläge unterbreitet hat, Zuspruch. Trainerurgestein Bernd Werscheck pflichtete via Facebook bei und brachte ebenso eine Unterstützung der Aufsteiger oder Wildcard-Vergaben für die 2. Bundesliga ins Gespräch. „Wenn keiner im Süden aufsteigen möchte, warum können wir ihn dann nicht als Liga finanziell mit z.B. 5000,- Euro Prämie für den Aufstieg, die für ein benötigtes Bandensystem, farbiges Spielfeld etc. verwendet werden könnten, unterstützen. Das wäre eine solidarische Aktion, die alle Bundesligisten tragen könnten und die nicht zu Lasten von nur zwei Vereinen stattfinden würden“, nennt Thomas Bartel weitere konkrete Ideen, wie seiner Meinung nach unter dem Solidaritätsprinzip die Südstaffeln gestärkt werden könnten. Dies merkt immerhin auch der Süd-Ligasprecher Florian Scheuer an, der die Ursache, warum keine Mannschaften für die 2. Liga Süd melden, angehen möchte.

Eine letzte Sache ist Thomas Bartel von DSHS SnowTrex Köln wichtig: „Wir spielen die ganze Zeit mit offenen Karten und haben von Beginn an die VBL über die Probleme, die diese Flexibilisierung für uns mit sich bringt, informiert. Wir wollen auch keiner Weiterentwicklung der leistungssportlichen Ausrichtung im Wege stehen, würden nur gerne als Teil der VBL mit unseren existentiellen Problemen ernst genommen und angehört werden.“

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