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DSHS SnowTrex Köln findet Flexibilisierung der Zweitligastaffeln falschen Weg

2. Bundesligen: DSHS SnowTrex Köln findet Flexibilisierung der Zweitligastaffeln falschen Weg

16.01.2018 • 2. Bundesligen • Autor: DSHS SnowTrex Köln 584 Ansichten

In dieser Woche sollen die Vereine der 2. Bundesliga Nord und Süd über die von der VBL anvisierte Flexibilisierung der Zweitligastaffeln abstimmen. Ziel ist die Aufstockung der in dieser Saison nur mit neun Mannschaften besetzten Südstaffel der Frauen mit Mannschaften aus dem Norden. Bei den Frauen sind nur die Vereine aus Köln und Leverkusen sowie eventuell Grimma von der Umschichtung betroffen – abstimmen darüber werden jedoch die gesamten Ligen.

DSHS SnowTrex Köln findet Flexibilisierung der Zweitligastaffeln falschen Weg - Foto: Martin Miseré

Eigentlich eine rheinische Frohnatur, aber derzeit enttäuscht von der Vorgehensweise der VBL bezüglich der flexiblen Staffeleinteilung: Teammanager und Vereinsvorsitzender Thomas Bartel vom Team DSHS SnowTrex Köln (Foto: Martin Miseré)

Dass eine Flexibilisierung der Staffeleinteilung für die beiden betroffenen Vereine Köln und Leverkusen ganz erhebliche, möglicherweise sogar existentielle Folgen hätte, diesen Umstand nimmt man auf Ligaseite zur Stärkung der Südstaffel in Kauf. So sind in Köln Sponsorenverträge für die 2. Bundesliga Nord fixiert – ein Interesse für das Fortlaufen der Verträge im Süden ist nicht unbedingt gegeben. So liegt für den Hauptsponsor SnowTrex der Sponsoring-Fokus ganz klar auf dem Norden Deutschlands. Bei einem Wechsel in den Süden würde den Kölnerinnen der Verlust des Hauptsponsors, der sich auch im Namen wiederfindet, drohen, was höchstwahrscheinlich gleichzeitig das Aus des letztjährigen Zweitligameisters bedeuten würde.

Zudem würden die Domstädterinnen (bis auf das Spiel gegen Leverkusen) sämtliche NRW-Derbys verlorengehen. „Für uns steigen die Reisekilometer von ca. 6000 km in dieser Saison auf nahezu 9000 km an. Selbst in der 1. Bundesliga hätten wir deutlich weniger Reisekilometer. In dieser Saison fahren wir sechs Mal ins Ruhrgebiet zu Spielen mit Strecken von bis zu 130 km – spielen wir im Süden wären lediglich zwei Spiele bis in dieser Reichweite, nach Bad Soden sind es schon knapp 200km, dann kommt Stuttgart mit 380km und alles andere liegt noch deutlich darüber. Da stellt sich uns die Frage, warum uns das auf einmal aus dem Nichts heraus zugemutet werden soll“, wundert sich der Kölner Vereinsvorsitzende Thomas Bartel.

Dass zumindest der Freiwilligkeit beim Ligawechsel entsprochen wird, schließt die VBL aus. Auch das Prinzip der Langfristigkeit kann nicht berücksichtigt werden. Zu Beginn jeder neuen Spielzeit würde festgelegt werden, welches Team im Norden oder Süden spielen soll – betreffen würde der Wechsel ja auch nur die Vereine in der Mittellage: nach derzeitigem Stand Köln und Leverkusen. Der VBL zufolge soll nach einem sogenannten Solidaritätsprinzip verfahren werden – dies ist auch aus Kölner Sicht verständlich, darf dann jedoch nicht zum schwerwiegenden Nachteil von zwei Vereinen führen.

Dass bei der VBL Pressemitteilung auch noch eine Mannschaft aus Sonthofen, also dem tiefsten Süden abgebildet wurde, die von den Konsequenzen auch nicht im geringsten betroffen ist, darüber kann Thomas Bartel, Teammanager des Zweitligameisters DSHS SnowTrex nur mit dem Kopf schütteln. „Hier wird von der VBL eine kurzfristige Lösung des Strukturproblems im Süden auf Kosten von Köln und Leverkusen gesucht. Vor drei Jahren war die 2. Bundesliga Süd der Frauen noch DIE Vorzeigeliga der 2. Bundesligen. Nachdem nun in den letzten drei Jahren keine Aufsteiger mehr den Weg in diese Liga gesucht haben, soll durch diese Staffelgrenzenverschiebung das Symptom behoben werden. Viel wichtiger wäre es aus meiner Sicht jedoch, die Ursachen der Nichtaufstiege der Süd-Teams zu hinterfragen und aktiv anzugehen. Durch die Flexibilisierung wird dies jedoch umgangen und im Gegenteil eher todgeschwiegen. Eines möchte ich an dieser Stelle auch sagen: Natürlich will ich der Professionalisierung der Ligen nicht im Wege stehen – aber meiner Meinung nach wird das hiermit nicht erreicht. Viel wichtiger wäre es, die anscheinend bestehenden Aufstiegsbarrieren im Süden abzubauen und den potentiellen Aufstiegsvereinen einen Aufstieg in die 2. Bundesliga schmackhaft bzw. möglich zu machen. Dies kann von vereinfachten Rahmenbedingungen z.B. bei der Spielstätte bis zu finanzieller Unterstützung reichen“, äußert Thomas Bartel konstruktive Vorschläge, mit denen man die 2. Liga Süd mit Südvereinen füllen könnte.

Nach den vielen Jahren der Zweitligazugehörigkeit zeigt sich Thomas Bartel derzeit enttäuscht vom Umgang der VBL mit seinem Verein. „Vor Wochen hatte man mich gebeten, keine Pressemitteilungen diesbezüglich herauszugeben, woran ich mich gehalten habe. Im Umkehrschluss wollte die VBL unserem betroffenen Verein die Unterlagen zur Vereinsabfrage vorab zukommen lassen. Das wurde schlichtweg vergessen. „Es ist schon ein wenig enttäuschend, wie wenig Verständnis den Belangen eines mittlerweile langjährigen Zweitligisten entgegengebracht wird“, so Thomas Bartel weiter, der mittlerweile rechtliche Schritte prüft, da vor allem eine Umsetzung bereits zur kommenden Saison für seinen Verein existentiell bedrohlich wäre.

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