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L.E. Volleys: Herzschlag-Finale gegen Freiburg mit gutem Ende

2. Bundesligen: L.E. Volleys: Herzschlag-Finale gegen Freiburg mit gutem Ende

15.11.2015 • 2. Bundesligen • Autor: Nina Ulke 771 Ansichten

Diese Samstagspartie war nichts für schwache Nerven. In der ausverkauften L.E. Play-Halle bekamen die Leipziger Fans ein Fünf-Satz-Kopf-an-Kopf-Rennen geboten. Bis zur letzten Minute hätte das Spiel zu Gunsten beider Teams ausgehen können. Nach knapp zwei Stunden Spielzeit hatten die Leipziger dann aber das stärkere Nervenkostüm und sicherten sich mit 18:16 hauchdünn den Entscheidungssatz und somit zwei wichtige Punkte zum Erhalt der Tabellenführung.

Präsident Wiesinger eröffnete den Spieltag mit einer Schweigeminute in Gedenken an die Opfer der schrecklichen Ereignisse von Paris und betonte dabei, dass der Sport eine verbindende Klammer zwischen den unterschiedlichen Religionen und Weltanschauungen sei. In diesem Sinne gab er "Sport frei" und ein spannender Spieltag nahm seinen Lauf.

Die Sachsen kamen mit starken Aufschlägen bestens ins Spiel. Jan "Paule" Günther pfefferte gleich den ersten Ball eiskalt auf die Seitenlinie der Freiburger. Sebastian Hähner legte nur wenige Minuten später, mit der gleichen Aktion nach. Auch die Annahme funktionierte von Anfang an hervorragend. Zuspieler Martin Burgartz konnte daher flexibel agieren und seine Angreifer effektiv einsetzen. Spätestens nach der ersten technischen Auszeit setzten sich die Leipziger dann immer klarer vom Gegner ab. "Paule mit dem Hammer und Basti mit dem Abschluss" brüllte Hallensprecher Pfeffi, nach einem tollen Block und einem starken Angriff in das Mikrofon. Aktionen wie diese rissen das Publikum aus den Sitzen und brachten die Gastgeber mit 25:19 zum Satzerfolg Nr.1.

Auch der zweite Satz begann vielversprechend. Wieder gelang es den Leipzigern einen deutlichen Vorsprung herauszuspielen. Basti Hähner und Diagonalangreifer Erik Wichert brachten nahezu jeden Ball im gegnerischen Feld unter und auch Wieland Oswald, der für den kranken Jannik Kühlborn die Außenposition besetzte, schlug immer wieder erfolgreich den Block an und sammelte wertvolle Punkte. Beim Stand von 20:14 kippte allerdings die Leipziger Serie. Die Annahme verlor an Konstanz und somit auch die Angriffe an Druck. Die beiden stark agierenden gegnerischen Außenangreifer Marcus Gensitz und David Strobel versenkten nahezu jeden Ball im Leipziger Feld. Beim Stand von 20:20 hörte man in der Halle nur noch die drei angereisten Freiburger Fans, die eine Stimmung von 100 Mann erzeugten. Mit 20:21 gingen die Gäste dann erstmals in Führung. Nach sieben Ballwechseln ohne Punkt für die Sachsen schien die Stimmung gen Null. Die Freiburger nutzten das Tief und machen den Sack mit 23:25 zu. Es stand 1:1 nach Sätzen.

Der dritte Satz glich dem Durchgang zuvor. Wieder gelang es den Leipzigern eine deutliche Führung herauszuspielen. Vor allem Mittelblocker Martin Freese konnte sich noch einmal steigern und errang wichtige Blockpunkte. Bei der 20-Punkte-Marke angelangt, sackte die Leistung der L.E. Volleys erneut ab und die Gäste kamen gefährlich nahe. Beim Stand von 23:23 gelang dann erstmals der Punktausgleich. Doch dieses Mal versagten die Nerven der Sachsen nicht. Den ersten Satzball der Freiburger konnten die Leipziger abwenden und hatten zu Schluss das Glück auf ihrer Seite - beim Stand von 26:25 übertrat Außenangreifer Gansitz im Angriff und der dritte Satz ging mit 27:25 wieder an die L.E. Volleys. 2:1 nach Sätzen.

Die vierte Runde lief gar nicht gut für die Gastgeber. Spielertrainer Wolfgang Beck stellte sich in die Startsechs und bestimmte maßgeblich das Spiel. Die Freie Turnerschaft Freiburg kam viel besser in den Satz und vor allem Beck gelang es nahezu jeden Ball in einen Punkt zu verwandeln. Auch die druckvollen Aufschläge erzielten nun keinerlei Wirkung. Die Freiburger standen sowohl in der Annahme, wie auch in der Feldabwehr immer genau da wo der Leipziger Ball hinkam und schafften es somit jeden Abschluss zu verhindern. Beim Stand von 20:14 schienen die Gastgeber jeden Mut verloren zu haben. Mit 25:16 beendeten die Freiburger letztlich das Elend. Es stand nun 2:2 nach Sätzen und es ging in den Tie-Break.

Da an diesem Spieltag der Trommlerblock verhindert war, griffen sich nun die Vereinsvorstandskollegen Bauch und Voigt zusammen mit Sponsor Tauchnitz von AutoTag die Trommeln und sorgten für zusätzliche Stimmung im Entscheidungssatz.

In diesem konnte sich keine der beiden Mannschaften merklich absetzen und es blieb bis zum Seitenwechsel, bei Freiburger Führung von 8:6, ein enges Rennen. Kurz schien es zwar, als hätten die Gäste das Spiel in der Hand, aber die Leipziger zeigten nun keinerlei Resignation, kämpften sich wieder heran. Beide Teams zeigten außerordentlichen Einsatz in der Feldabwehr, wie beispielsweise der Freiburger Außenangreifer Strobel, der einen hart geschlagenen Ball von Hähner noch knapp mit dem Fuß abwehrte. Im Endspurt hatten die Leipziger dann leicht die Nase vorn, aber Spielertrainer Beck brachte seine Mannschaft immer wieder heran. Am Ende gelang es Wichert den Ball zwischen Netz und Gegner zu bringen und Paules Monsterblock entschied dann endlich den 5. Satz mit 18:16 für die L.E.Volleys und somit auch das Spiel zum Endstand von 3:2.

Mittelblocker Marvin Freese fasste zum Schluss die durchmischte Leistung der Leipziger nochmal zusammen: "Die Feldverteidigung wurde zum Ende hin besser und auch die Aufschläge erzielten wieder mehr Wirkung. Mir ist allerdings aufgefallen, dass auf dem Feld viel zu schnell die Stimmung kippt, wenn mal ein paar Punkte verloren gehen. Damit kippte dann auch das Spiel. Wir müssen auf jeden Fall emotional stärker werden, dass so etwas nicht nochmal passiert."

Heiko Fischer vom Sponsor Cineplex überreichte im Anschluss der Partie die MVP-Medaillien. In beiden Fällen fiel die Wahl auf einen Außenangreifer: Sebastian Hähner von den L.E. Volleys und David Strobel von den Freiburgern. Hähner wurde dabei mit Standing Ovations von den begeisterten Zuschauern bedacht und führt weiterhin mit 5 Medaillen (davon 4 goldene) das Ranking der Liga an.

Am kommenden Wochenende müssen die Leipziger zum 6-Punkte-Spiel nach Fellbach. Die Schwaben sitzen den Sachsen scharf im Nacken und dürften für die Leipziger sicherlich der schwerste Gegner der noch verbleibenden Hinrunden-Spiele werden.

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