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Saisonvorschau 2. Volleyball Bundesligen der Männer

2. Bundesligen: Saisonvorschau 2. Volleyball Bundesligen der Männer

17.09.2015 • 2. Bundesligen • Autor: DVL 1769 Ansichten

Die 2. Volleyball Bundesligen stehen in den Startlöchern. Am 19. September geht es bei den Männern los. Eines scheint schon vorab klar zu sein: Die Attraktivität der zweithöchsten deutschen Spielklasse steigt weiter! Das liegt auf der einen Seite an der Ausgeglichenheit der Mannschaften - das gilt für die Nord- genauso wie für die Süd-Staffel. Auf der anderen Seite werden die Zweitliga-Aufsteiger dazu beitragen, dass es in den Ligen spannend wird. Vor Saisonbeginn stellen wir Ihnen die 26 Männerteams der 2. Ligen vor.

Die Männer-Teams der 2. Volleyball Bundesliga Nord im Überblick:

DJK Delbrück

Was in den vergangenen acht Spielzeiten gelang, soll auch in der Saison 2015/16 wieder Realität werden: Mit bescheidenen Mitteln und guter, regionaler Nachwuchsarbeit will DJK Delbrück den Klassenerhalt schaffen. "Das muss einfach unser Ziel sein und wir haben die Voraussetzungen dazu", sagt Trainer Ulrich Kussin. An Teamgeist und Spielspaß mangelt es in jedem Fall nicht. Delbrück geht mit einem jungen Team in die Saison, gespickt mit zwei bis drei erfahrenen Spielern. Christian Hönisch (Libero) und Mittelblocker Andrej Gerliz sind die Neuen im Kader. Dazu kommt ein alter Bekannter: Nach einem Jahr Pause kehrt Thomas Cieslar in den Kader zurück.

FC Schüttorf 09

Stellt man die Frage nach dem Saisonziel, ist man beim FC Schüttorf geteilter Meinung. Während Trainer Stefan Jäger die Mannschaft grob im "oberen Tabellendrittel" sieht und Manager Dietrich Lammering eher die Plätze drei bis fünf als Vorhaben ausgibt, geht Mannschaftskapitän Philipp Lammering mit deutlich größeren Erwartungen in die neue Spielzeit: "Platz eins ist durchaus möglich. Ich glaube, dass wir uns irgendwo zwischen Rang eins und vier einfinden werden." Mit der verstärkten Einbindung von Jugendspielern aus dem eigenen Verein und einer frühzeitigen Kaderplanung ist Kontinuität in die Saisonvorbereitung gekommen. Somit sollte Schüttorf in der Lage sein, mit Tempo und Flexibilität zu agieren.

SF Aligse

"Wir sind und bleiben ein Dorfclub - mit dem Dorf und für das Dorf" - das ist das Selbstverständnis der Sportfreunde Aligse. "Unsere sportlichen Ziele sind der Klassenerhalt und die Integration der neuen Talente, die von der Regionalliga kommend den Sprung ins Team geschafft haben", sagt Coach Harald Thiele. Emotionalität und ein ausgeprägter Teamspirit zeichnen die Mannschaft aus. "Wir bauen auf unsere Heimstärke und die tolle Atmosphäre in der eigenen Halle", so Taktiktrainer Stefan Drews. Dort wurde gemäß Lizenzstatut der Hallenfußboden renoviert und das Spielfeld farblich abgesetzt. Und neben dem Platz soll das soziale Engagement weiter gepflegt werden. Highlight der Saisonvorbereitung wird das Freundschaftsspiel gegen die BR Volleys am 18. September um 20.00 Uhr sein. "Da können wir unsere Fähigkeiten unter realen Bedingungen testen", sagt Thiele.

SV Lindow-Gransee

Mit mannschaftlicher Geschlossenheit und einem ausgeglichenen, eingespielten Kader heißt das Ziel beim SV Lindow-Gransee "mindestens Platz fünf". Der Vereinsvorsitzende Frank Seeger sagt: "Wir wollen das Niveau der letzten Saison bestätigen." Der ehemalige Mittelblocker Marc Lau wird das Team aus dem Bundesland Brandenburg unterstützen. Sein Schwerpunkt wird die Nachwuchsarbeit sein. Außerdem wird Lau die zweite und dritte Mannschaft trainieren. In Lindow rechnet man mit einer spannenden, ausgeglichenen Saison, bei der man ein Wörtchen mitreden will. Helfen sollen vier wichtige Neuverpflichtungen. Für die Diagonalposition wurden Niklas Rudolf und Jan-Philipp Krabel vom VCO Berlin verpflichtet. Ebenfalls vom VCO kommt Christoph Marks für die Annahme und den Außenangriff. Aus Schöneiche wechselt Mittelblocker Paul Boock zum Zweitliga-Nord-Meister der Vorsaison.

TSG Solingen Volleys

Die TSG Volleys gehören zu den Spitzenteams in der 2. Volleyball Bundesliga Nord. Doch in der vergangenen Spielzeit stand bereits früh fest, dass die Mannschaft den Sprung ins Oberhaus nicht wagen würde, weil der Verein keine Lizenz beantragt hatte. Das soll in dieser Spielzeit anders werden. "Wir nehmen an der Vorlizensierung teil und wollen in dieser Saison ernsthaft über den Aufstieg nachdenken", kündigt Trainer Bernd Werscheck an. "Aber erstmal müssen wir es sportlich packen." Der Coach ist optimistisch, dass es gelingt. Schließlich hat sich das Team im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. Solingen wird zu den gut eingespielten Mannschaften der Liga gehören. Lennart Bevers (TuB Bocholt) und Benny Nibbrig (FC Schüttorf 09) wurden als Verstärkungen geholt.

TSV Giesen Grizzlys

Sie wollen ein ambitioniertes Team aus jungen, talentierten Nachwuchsspielern und erfahreneren Spielern aufbieten. Die TSV Giesen Grizzlys wollen alles geben, um das vorgegebene Saisonziel zu erreichen. "Platz vier bis sechs sollte unser Ziel für die kommende Saison sein. In den nächsten Jahren wollen wir uns kontinuierlich weiter oben festsetzen und mittelfristig auch wieder den Blick Richtung Volleyball-Oberhaus richten", sagt Sascha Kucera, der neue sportliche Leiter der 1. Herren. Neu auf der Zuspielposition ist Alexandar Petkov. Der 34 Jahre alte Bulgare war bereits in einigen Ländern unterwegs. Mit dem österreichischen Team Posojilnica Aich/Dob stand er 2013 im CEV-Cup-Viertelfinale. Neu dabei ist auch Mittelblocker Matthew Busse. Der 2,05 Meter große Kanadier kommt von den University of Saskatchewan Huskies nach Niedersachsen.

TuB Bocholt

Nachdem sich nach der vergangenen Saison mit Max Laake, Sebastian Sent und Lennart Bevers drei etablierte Akteure verabschiedet haben, musste die Mannschaft der Turner und Ballspieler Bocholt entsprechend umgebaut werden. Doch man blieb in dieser Hinsicht der Linie treu: Bei der Mannschaftsgestaltung setzt man weiterhin stark auf die eigene Jugend. "Mit dem Abgang von drei wichtigen Stammspielern ist unser Saisonziel einerseits, sich sicher in der Mitte der Tabelle zu platzieren und andererseits, die jüngeren Spieler an die Ansprüche der 2. Bundesliga heranzuführen und ihnen die nötige Spielpraxis einzuräumen, um in der Zukunft wieder ganz oben mitmischen zu können", so Sven Böhme, Co-Trainer und Mannschaftsbetreuer. "Wir freuen uns, unserem Publikum in der neuen Saison eine stark verjüngte Mannschaft präsentieren zu können und hoffen, den Anforderungen der Liga gerecht zu werden."

USC Braunschweig

Beim USC Braunschweig soll ein Kader mit 15 Spielern ein wichtiger Grundstein für eine erfolgreiche Saison sein. Das Team ist auf allen Positionen sehr ausgeglichen besetzt, um mögliche Ausfälle gut zu kompensieren. Leitwolf Hannes Gottschall kehrt nach drei Jahren beim Ligakonkurrenten aus Giesen zurück und beerbt den langjährigen Kapitän Philipp Maasberg, der sich aus der ersten Mannschaft zurückzieht. Unter den insgesamt fünf Neuzugängen befindet sich außerdem Ewald Derksen, der aus Giesen kommt und die Zuspielposition neben Hendrik Ahlborn komplettiert. Im Allgemeinen wurde das Team weiter verjüngt, so beträgt das Durchschnittsalter des Kaders 23,4 Jahre. "Wir wollen so schnell wie möglich einen gesicherten Platz im Mittelfeld zu erkämpfen", gibt Trainer Thorsten Galgonek als Marschroute aus.

USC Magdeburg

"Das offizielle Saisonziel ist der Klassenerhalt. Wir wollen in die Liga ‚reinschnuppern‘, alle Spiele mit Bestleistung absolvieren und sehen, was dabei rauskommt", sagt USC-Trainer Matthias Waldschik, der Verstärkungen für seinen Kader vermelden kann. So kommen auf den Außenpositionen Lorenz Teege, Marcus Schmitt und Tom Heidecke zum Zug. Auf der Liberoposition steht nun Marcel Auerbach zur Verfügung, in der Mitte wird das Magdeburger Team von Steffen Hendrysiak und Christopher Sawatzki verstärkt. Somit hat Waldschik ein breiteren Kader als in der Aufstiegssaison. "Dies ist für die deutlich erhöhten Anforderungen in der Bundesliga dringend nötig", so Waldschik.

VC Bitterfeld-Wolfen

Wer sie zweimal schlägt, wird Meister. Davon ist man überzeugt beim VC Bitterfeld-Wolfen und peilt selbst eine Platzierung unter den ersten vier Teams an. Karl Kaden soll als neuer hauptamtlicher Trainer für die Bundesliga und Verantwortlicher für die Nachwuchskoordination gehörigen Anteil am zukünftigen Erfolg haben. Nur denkbar knapp scheiterte der VC in der letzten Saison an der Meisterschaft. Dennoch war der Vize-Titel die vorläufige Krönung einer kontinuierlichen sportlichen als auch strukturellen Entwicklung. Bei Bitterfeld-Wolfen empfindet man den möglichen Sprung in die 1. Liga als Konsequenz aus den Bemühungen der vergangenen Jahre, auch wenn es noch nicht das angestrebte Ziel für die anstehende Spielzeit ist. Neu ist in diesem Jahr die Heimspielstätte. Künftig spielt der VC in der Krondorf-Sporthalle.

VCO Berlin

Der VCO Berlin hat sich für die laufende Saison eine Menge vorgenommen. "Unser großes Ziel ist es, mehr Spiele zu gewinnen als zu verlieren", sagt Manager Jörg Papenheim. "Da geht es auch nicht um den Platz in der Tabelle, der am Ende rauskommt. Nur die Bilanz soll positiv sein." Beim Berliner Nachwuchsprojekt geht die gleiche Stammmannschaft in die Saison, die im letzten Jahr noch in der Dritten Liga gespielt hat. Vier Neuzugänge sollen die "jungen Wilden" unterstützen: Zuspieler Sascha Kaleck aus Friedrichshafen ist ebenso neu im Team wie die drei Kempfenhausener Johannes Tille (Zuspiel), Mittelblocker Felix Lesche und Libero André Illmer. "Wir wollen von Spiel zu Spiel stärker werden und uns auf das Projekt 1. Liga sowie die anstehenden Spiele der Jungs im Nationaltrikot vorbereiten", fährt Papenheim fort.

VI Frankfurt

"Ein Saisonziel haben wir nicht, da uns wichtige Spieler verlassen haben und viele neue gekommen sind. Primär geht es darum, sich an das Niveau der 2. Bundesliga zu gewöhnen", sagt Trainer Matus Kalny. Mit Kampfgeist, Wille und Leidenschaft will das Team vom Volleyball-Internat Frankfurt die Großen der Liga ärgern. Gleich neun Zugänge gibt es zu verzeichnen: Jonas Sagstetter, Erik Niederlücke, Robert Werner, Daniel Dworzynski, Nils Rehmeier, Luca Dierks, Jan Röling, Hannes Krochmann und Ivan Batanov. "Das sind alles Kaderspieler und sie gehören zu den Besten ihres Jahrgangs. Daher glaube ich, dass sie uns alle verstärken", sagt Kalny.

VV Humann Essen

Im letzten Jahr zahlte die junge Mannschaft vom VV Humann Essen lange Lehrgeld. Mit einem umkämpften 3:2 im Hexenkessel von Aligse platzte in der Rückrunde dann aber endlich der Knoten. Die Folge war eine Siegesserie von sechs Spielen, die am Ende mit dem Klassenerhalt belohnt wurde. Nur Zuspieler Christoph Bielecki verlässt den Verein aus beruflichen Gründen. Er wird durch Thomas Wojtczak ersetzt, der aus der zweiten Mannschaft kommt. Nach dem sportlich erreichten Klassenerhalt will man sich nun als feste Größe in der Liga etablieren. Betreut wird die Mannschaft, wie auch in den letzten drei Jahren, vom Trainerteam Jens Bräkling, Falko Hildebrand und Christoph Happe.


Die Männer-Teams der 2. Volleyball Bundesliga Süd im Überblick:

ASV Dachau

Der ASV Dachau will schon bald an frühere Erfolge anknüpfen. Der frühere Deutsche Meister (1995, 1996) versucht, mit einer guten Jugendarbeit den Grundstein dafür zu legen. Mit drei Meistertiteln in diesem Jahr scheint das Jugendkonzept durchaus Früchte zu tragen. Einen wichtigen Neuzugang gibt es auf der Trainerposition zu vermelden. Adrian Zoppelt kommt aus Grafing wieder nach Dachau zurück. Der 57-jährige Coach war mit dem ASV bereits in der 1. Liga aktiv. Vom VCO Berlin wechselt Zuspieler Niklas Trogisch nach Bayern. Der 18-jährige Zuspieler ersetzt Nikolic Nemanja. Ein Jahr älter ist Pablo Karnbaum, Neuzugang im Außenangriff. Zudem neu im Team: Thomas Öster. Das Ziel des Traditionsvereins ist es, am Ende unter die ersten Fünf der 2. Liga Süd zu kommen.

ASV Neumarkt

Mit Flexibilität und Teamgeist strebt der ASV Neumarkt den Klassenerhalt an. Die Mannschaft aus dem bayerischen Regierungsbezirk Oberpfalz tritt als Aufsteiger in die 2. Volleyball Bundesliga Süd mit einigen Neuverpflichtungen an. So wird beispielsweise der 24-jährige David Fecko (Mittelblock/Diagonal), der letztes Jahr noch in der ersten slowakischen Liga bei Stara Lubovna spielte, für Neumarkt auf Punktejagd gehen. In der zweithöchsten deutschen Spielklasse ändert sich für den ASV Neumarkt auch der Austragungsort für die Heimspiele. Das Team des Aufsteigers tritt zukünftig in der Sporthalle des Willibald-Gluck-Gymnasiums an.

FT 1844 Freiburg

Mit Konstanz, Erfahrung und Teamgeist will man bei Freiburg, einst Gründungsmitglied der 1. Bundesliga, auch in der Saison 2015/16 wieder oben mit dabei sein. Nach dem vierten Rang in der Vorsaison wollen die Freiburger diesmal nach Möglichkeit noch höher hinaus - und das, ohne sich wesentlich verstärkt zu haben. Fakt ist, dass die Affenbande der Freiburger im Burdadschungel bei den Heimspielen auf die Unterstützung der Zuschauer bauen kann. Man darf also gespannt sein, ob das Team die Ambitionen tatsächlich umsetzen kann.

GSVE Delitzsch

Erst im Jahr 1995 gegründet - trotzdem ist der GSVE Delitzsch nun seit mehr als zwölf Jahren nicht aus der Bundesliga wegzudenken. Diese beeindruckende Statistik belegt die größte Stärke der Sachsen: Beständigkeit. Die Neuzugänge Henning Pietrek, Paul Lohrisch und Jan Jalowietzki sollen dazu beitragen, das Team weiter zu verstärken. "Wir haben hier einfach ein sehr familiäres Flair, ein rundum Wohlfühlpaket", beschreibt der Mannschaftsverantwortliche Reinhardt Gasch das Team. Als Saisonziel hat der GSVE durch seinen Manager Günter Schweitzer Platz drei ausgerufen.

L.E. Volleys

Die L.E. Volleys wollen in der kommenden Saison wieder ganz oben mitspielen. Nachdem es in der Vorsaison nur zu Platz sieben reichte, greift der Zweitliga-Meister aus der Saison 2013/14 wieder an! Mit Wieland Oswald und Enrico Ehrhardt sind zwei gute Volleyballer nach Leipzig zurückgekehrt. Der 20-jährige Kristof Thater (zuvor VI Frankfurt) ist ebenfalls dabei. Und auch Nachwuchsspieler Martin Burgartz schaffte den Sprung ins Team für die 2. Volleyball Bundesliga, sodass man in Leipzig guter Dinge ist. Sorgen machte den Verantwortlichen lange Zeit die Spielstätte. Die eigentlich geplante Ernst-Grube-Halle wurde kurzfristig in eine Notunterkunft für Asylsuchende umgewandelt und stand plötzlich nicht mehr zur Verfügung. Deshalb tragen die L.E. Volleys ihre Heimspiel in der Sporthalle Leplaystraße aus.

Oshino Volleys Eltmann

In Eltmann fiebert das komplette Team der neuen Saison entgegen. Das liegt sicherlich an den guten Bedingungen, die man für die Spielzeit 2015/16 geschaffen hat. Manager Rolf Werner vermeldet einen großartigen Kader: Kapitän Sebastian Richter, Mircea Peta, Merten Krüger, Nikola Poluga, Rudy Dedic, Sven Kellermann, Hans-Peter Nürnberger, Christian Nowak, Sven Glinker, Max Kolbe, Nico Bitsch, Thiago Welter und Johannes Engel - da sind einige Gesichter dabei, die man bereits in der 1. Volleyball Bundesliga gesehen hat! Das Team wird - anders als in der Vorsaison - von Beginn an mit Trainer Jozef Janosik arbeiten. Man hofft, einen guten Platz im ersten Drittel der Tabelle zu erobern. Auch abseits vom Spielfeld haben sich die Verantwortlichen viel Arbeit gemacht. Zur Kampagne "Take off" aus dem letzten Jahr kommt jetzt das neue Motto "Respect. Honor. Humility".

SV Fellbach

Vom Jäger zum Gejagten: Der SV Fellbach muss sich auf eine schwere Saison einstellen. Markus Weiß, jetzt Trainer des "roten Rudels" darf sich zwar mit Yannick Harms (muss die langwierige Schulterverletzung von Tim Kreuzer kompensieren) und Tim Holler auf starke Neuzugänge freuen, doch jeder in der Liga wird besonders motiviert sein, wenn es gegen den Zweitliga-Meister der Saison 2014/15 geht. "Natürlich gelten wir mit quasi unverändertem Kader als Meisterschaftsfavorit. Es wird der Druck des Gejagten auf jedem Spieler lasten. Wir müssen lernen, damit umzugehen", sagt Teammanager Stephan Strohbücker. Er relativiert: "Unser Ziel ist nicht die Meisterschaft 2015/16, sondern 2016/17." Und dann soll dem Titel auch der Aufstieg in die 1. Liga folgen.

SV Schwaig

Der SV Schwaig will sich auch in der kommenden Saison in der vorderen Tabellenhälfte wiederfinden. Teammanager Hans-Peter Ehrbar glaubt, dass der Kader in der Spielzeit 2015/16 gut und ausgeglichen besetzt ist. Dabei gibt es auch einige neue Gesichter zu sehen. So verstärken Wichard Lüdje, Florian Tafelmayer, Jonathan Schönhagen und Ilja Büschel das Team. Mit Michael Raddatz gibt es zudem einen neuen Cheftrainer. Auch Athletikcoach und Co-Trainer Christoph Kellermann gehört neu zum Kader der Mittelfranken.

TGM Mainz-Gonsenheim

In der kommenden Saison wird die TGM Mainz-Gonsenheim das einzige Team sein, das den Regionalverband Hessen, Saarland und Rheinland-Pfalz in der 2. Volleyball Bundesliga Süd der Männer vertritt. Interessant: Mit Aline Beigel steht eine Frau an der Seitenlinie, um die Herren zu coachen. Die taffe Sportlehrerin hatte das Amt zuvor bereits interimsmäßig inne. Mit Torben Tidick-Wagner, Carlo Wiese und Alexander Krippes gibt es zudem einige neue Spieler im Team des Aufsteigers. Trainerin Beigel strebt an, einen gesicherten Mittelfeldplatz zu erreichen. Dabei zählt sie auf den großen Zusammenhalt der Mainzer Volleyballer.

TSV GA Stuttgart

Die Arbeit des hauptamtlichen Managements macht sich in Stuttgart immer mehr bemerkbar. Die Entwicklung der Zweitliga-Mannschaft, aber auch von der Volleyball-Abteilung und vom Jugendbereich, geht voran. Und auch der Kader verbessert sich. Mit Stefan Schmid kann der TSV endlich wieder auf einen zweiten etatmäßigen Zuspieler zurückgreifen. Mit Srdjan Veckov konnte nach der Interimslösung des vergangenen Jahres wieder ein Cheftrainer verpflichtet werden. Der Coach des Beach-Nationalteams Borger/Büthe hat zahlreiche Erfahrungen im internationalen Spitzenvolleyball gesammelt und soll die Stuttgarter Mannschaft weiter verbessern. Der fünfte Platz in der Spielzeit 2014/15 hat den Ehrgeiz bei den Baden-Württembergern für die kommende Saison geweckt. Aufgrund der mannschaftlichen Geschlossenheit halten die Stuttgarter einen Platz im Mittelfeld für realistisch.

TV/DJK Hammelburg

"Da unser Team quasi in gleicher Besetzung vier Aufstiege in Folge geschafft hat, zeichnen uns natürlich vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit und der Zusammenhalt aus", berichtet Oliver Wendt, Pressesprecher von Zweitliga-Neuling Hammelburg. Das Team ist eingespielt, versteht sich "blind". Deshalb darf man gespannt sein, wie sich die Mannschaft von Trainer Tado Karlovic in der neuen Saison präsentieren wird. Bis auf einen Spieler - Eigengewächs Aarion Dettner kommt nach studienbedingter Pause wieder zurück - bleibt der Kader unverändert. Für die Liga-Rookies geht es natürlich erst einmal darum, sich in der 2. Volleyball Bundesliga Süd zu etablieren. Dennoch ging mit dem Aufstieg eine Professionalisierung der Strukturen einher, die man so in Hammelburg noch nicht kannte.

TSV Grafing

In Grafing geht alles seinen Weg - konstant, unaufgeregt, solide. Obwohl der TSV die vergangene Saison auf Rang zehn beendet hat, glaubt man in der neuen Saison weit mehr erreichen zu können. Dazu sollen auch die Neuzugänge Leopold Angerer und Simon Gürzing beitragen. Denn Abgänge gab es vor der Saison keine. Dazu zeichnete eine Tatsache das Team aus Oberbayern schon in der Vorsaison aus: die Fähigkeit entscheidende Punkte zu erzielen, wenn es darauf ankommt. Wenn es dem neuen Trainer Alexander Hezareh gelingt, diese Fertigkeit weiter auszubauen, ist vielleicht mehr als in der Spielzeit 2014/15 möglich.

Volley YoungStars Friedrichshafen

Wieder einmal gibt es zahlreiche neue Gesichter im Team der Volley YoungStars Friedrichshafen. Mit Nico Bloching, Marian Epple, Julian Hondmann, Nicolas Hornikel, Joshua Müller, Daniel Schlipf und Leon Zimmermann glaubt man, Volleyballer mit großem Potenzial zum Bundesstützpunkt geholt zu haben. Wie jedes Jahr haben die YoungStars, die mit einem Sonderspielrecht antreten, das Ziel, zusammenzuwachsen. Darüber hinaus will man mit dem Tabellenende nichts zu tun haben. "Es zählt der Wille jedes Einzelnen, sich zu verbessern. Bei älteren Spielern geht es darum, sich für die Vereine anzubieten", weiß Trainer Adrian Pfleghar um die besondere Konstellation. Vielleicht ist man somit einmal mehr in der Lage, den einen oder anderen Favoriten zu ärgern.

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