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Saisonvorschau 2. Volleyball Bundesliga der Männer

2. Bundesligen: Saisonvorschau 2. Volleyball Bundesliga der Männer

14.09.2017 • 2. Bundesligen • Autor: VBL 910 Ansichten

Am Samstag startet die neue Saison der 2. Volleyball Bundesliga Nord, das erste Duell ist eines zwischen zwei Aufsteigern: Um 16 Uhr eröffnet die Partie Moerser SC gegen SV Warnemünde (Sportpark Rheinkamp) die neue Spielzeit. Am ersten Spieltag steigen natürlich auch die großen Meisterschafts-Favoriten um die CV Mitteldeutschland und die Helios Grizzlys Giesen in den Spielbetrieb ein – zumindest sehen fast alle Konkurrenten diese beiden Teams als die heißesten Kandidaten um den Aufstieg.

Saisonvorschau 2. Volleyball Bundesliga der Männer - Foto: Wolfgang Kubak

Titelverteidiger CV Mitteldeutschland (Foto: Wolfgang Kubak)

Wir haben die Liga unter die Lupe genommen und stellen die 13 Teams vor, die in insgesamt 156 Spielen bis zum letzten Spieltag am 21. April 2018 die Meisterschaft unter sich ausmachen werden.

Die Männermannschaften der 2. Bundesliga Nord im Überblick:
CV Mitteldeutschland

Cheftrainer Mircea Dudas hat ein klares Ziel für die Chemie Volleys Mitteldeutschland ausgegeben: „Der Klub soll sich wie im Vorjahr die Meisterschaft sichern und dann nach zwei Jahren Abstinenz wieder in die erste Bundesliga aufsteigen." Dudas weiß aber um die Konkurrenz: „Die Giesen Grizzlys sind einer der Top-Favoriten auf den Meisterschaftstitel, sie haben sich mit erfahrenen Spielern aus der ersten Bundesliga massiv verstärkt.“ Auch wenn sein eigenes Team eine Etage tiefer spielt, trainiert wird weiterhin auf Erstliga-Niveau mit bis zu zehn Einheiten pro Woche. Dafür steht Coach Dudas mit Diagonalangreifer Chris Warsawski ein Neuzugang zur Verfügung, der im Vorjahr noch beim Ligakonkurrent VC Bitterfeld-Wolfen spielte, aber aus der eigenen CVM-Jugend stammt. Neu sind außerdem der polnische Mittleblocker Alan Wasilewski (vorher Solingen Volleys) und Kevin Soo (Mittelblock), der seit 2014 Nationalspieler Estlands ist.

DJK Delbrück
Die Mannschaft ist nach der erfolgreichen letzten Saison (Platz sechs) zu weiten Teilen zusammengeblieben, nur der Abgang von Alexander Bartosch schmerzt. Der Mittelblocker wechselte studienbedingt in die 3. Liga nach Münster. In die Lücke soll Thomas Konrad Cieslar stoßen, der nach einem Jahr Spielpause zurückkehrt. Zudem wechselte mit David Rietz (PSV Bielefeld) ein neuer Zuspieler zu den Westfalen. Das gibt dem Team mehr Optionen auf der Position. Auf den jungen Neuzugang Martin Steinbrück (VBC Paderborn) muss Delbrück noch verzichten. Der Diagonalspieler wird nach einer Verletzung erst im Oktober zurückerwartet. Trainer Uli Kussin gibt einen Platz im Mittelfeld als Ziel aus und meint: „Wir zeichnen uns durch Teamgeist und Erfahrung aus, die Mannschaft ist im Kern seit drei, vier Jahren zusammen und hat sich kontinuierlich entwickelt.“

FC Schüttorf 09
Der Vorjahres-Achte kann in der neuen Saison auf Außenangreifer Piotrek Adamovicz in seinem Kader setzen. Trainer Stefan Jäger schätzt dessen Stärke im Annahme-, Aufschlag- und Blockspiel, die dabei helfen sollen, den angestrebten Platz fünf zu erreichen. „Wir sind ein ausgewogenes Team auf allen Positionen und körperlich ein großer Kader. Der ist nahezu unverändert, eingespielt, hat hoffentlich aus der letzten Saison gelernt und verfolgt kompakt den Fokus auf die sportliche Herausforderung“, so Manager Diedrich Lammering. Sein Team hat sich in vielen Testspielen gut vorbereitet und erstmals auch ein Trainingslager abgehalten, um optimal vorbereitet in die Saison zu starten.

HELIOS GRIZZLYS Giesen
Die augenscheinlichste Neuerung beim TSV Giesen steht im Mannschaftsnamen: Der Verein ging eine dreijährige Namenspartnerschaft mit den HELIOS Kliniken ein und startet nun als HELIOS GRIZZLYS Giesen. Geht es nach den Grizzlys, soll der neue Mannschaftsname am Ende der Saison ganz oben in der Tabelle stehen. „Die Meisterschaft ist das offizielle Saisonziel, im Pokal wollen wir in die erste Hauptrunde“, sagt der sportliche Leiter Sascha Kucera. Dafür hat Cheftrainer Itamar Stein auch seine Wunschspieler bekommen: Mit den erstligaerfahrenen Mittelblockern Gjoko Josifov und Robert Schramm wurden zwei physisch starke Spieler verpflichtet. Außerdem wurde mit den jungen Spielern Stefan Thiel (Zuspieler), Andre Illmer (Libero) sowie Maximilian Ströbl (Außenangriff) der Kader breiter aufgestellt. Auch der wertvollste Spieler der vergangenen Saison, Kapitän Hauke Wagner (zwölf MVP-Ehrungen), blieb den Giesenern erhalten. Die tragen nach dem Liga-Rekord von 2016/17 mit 1.843 Zuschauern nun neun von zwölf Heimspielen in der Volksbank-Arena Hildesheim aus, wofür eigens ein mobiles Volleyballfeld angeschafft wurde.

Moerser SC
Ein ganz großer Name ist zurück im professionellen Volleyball: Der Moerser SC feierte zu Beginn der 1990er Jahre Deutsche Meisterschaft, Pokalsieg und sogar einen internationalen Titel. Nach dem Bundesliga-Rückzug 2014 startete der Verein in der Regionalliga West neu – und schaffte innerhalb von zwei Jahren den Durchmarsch in die 2. Bundesliga. Trainer Martin Schattenberg stapelt dennoch erst einmal tief: „Als Neuling sollten wir uns schnell an die Anforderungen anpassen“, der Klassenerhalt sei das Ziel. Dabei helfen sollen einige Neuzugänge: Lenard Exner (Diagonal), Daniel Wernitz (Außenangriff), Henning Hogenacker (Außenangriff), Philippe Scheiffarth (Libero) und Oskar Klingner (Mittelblock). „Wir haben nun einen breiteren Kader als in der vorigen Saison, der uns hilft, verletzungsbedingte Ausfälle besser zu kompensieren“, so Schattenberg.

SV Lindow-Gransee
Einen entscheidenden Wechsel hat es beim SV Lindow-Gransee auf der Trainerposition gegeben. Jan Phillipp Marks spielte im vergangenen Jahr noch selbst für die Brandenburger und wird nun seine geballte Erstliga-Erfahrung weitergeben, die er als Profi gesammelt hat. Lindow-Gransee hat sich zudem mit dem frischgebackenen Deutschen Vize-Meister im Beach-Volleyball, Eric Stadie, einen prominenten Neuzugang geangelt. Ebenfalls neu sind unter anderem der erstligaerfahrene Zuspieler Matthias Penk und Diagonalangreifer Felix Göbert, die viel Potential mitbringen. „Wir sind insgesamt flexibler geworden, um besser auf mögliche Ausfälle und Verletzungen reagieren zu können. Wir wollen ins obere Tabellendrittel, wenn wir von größerem Pech verschont bleiben, auch die Podestplätze angreifen“, sagt der Vereinsvorsitzende Frank Seeger. Investiert hat der Zweitligameister von 2015 außerdem in einen neuen Nachwuchstrainer, der die Jugend nachhaltig aufbauen soll.

SV Warnemünde
Der Aufsteiger aus dem Ostseebad will mit mannschaftlicher Geschlossenheit den Kampf um den Klassenerhalt angehen. „Wir haben eine gute Mischung zwischen erfahrenen und ganz jungen talentierten Spielern, die erst seit einem Jahr höherklassig spielen“, sagt Trainer Christian Hinze. Nach der Meisterschaft in der dritten Liga Nord hat sich beim SVW einiges getan. „Management und Organisationsumfeld sind weiter gewachsen und werden es auch in naher Zukunft tun. Bei uns befindet sich fast alles im Umbruch und Neuaufbau. Das macht es sehr spannend“, berichtet Hinze. Für den Warnemünder Trainer gibt es klare Tendenzen, was die Lage der Liga angeht: „Giesen und Mitteldeutschland sind die Favoriten. Im Gegensatz zu uns arbeiten sie schon unter professionellen Bedingungen und fassen den Ball wahrscheinlich doppelt so häufig an wie wir das momentan noch tun können.“

TVA Hürth
Im Vorjahr spielte der TVA Hürth zum ersten Mal überhaupt in der 2. Volleyball Bundesliga, landete mit Rang sieben im Mittelfeld und hielt die Klasse. Das Gesicht der Mannschaft wird sich im Gegensatz zur Vorsaison verändern, denn mit Tom-Julius Werschek (ehemals Solingen Volleys), Thorben Burda (2. Mannschaft und TVA-Eigengewächs), Florian Hannich (kehrt nach einem Sabbatjahr wieder zurück) und Lukas Kopfer (TVA II) gibt es einige neue Spieler. Zudem stoßen im Laufe der Saison noch Nils Becker und Jan-Eric Schneider hinzu. Beide Spieler starten in der 2. Mannschaft und sollen perspektivisch für die 2. Liga aufgebaut werden. Das passt zum TVA, der mit seinem Trainer Gerd Aurbach auf eine Förderung von Perspektivspieler setzt und den Klassenerhalt als Ziel ausgibt.

TuB Bocholt
Die ‚TuB-Schrauber‘, wie sich die Bocholter Volleyballer nennen, haben einen echten Königstransfer gelandet. Lennart Bevers kommt aus der Bundesliga und soll mit seiner Erfahrung vor allem in Annahme und Feldverteidigung eine große Bereicherung werden. Ebenfalls für diesen Bereich wechselte mit Nick Niemiec vom Ligakonkurrenten Moerser SC ein US-Amerikaner nach Bocholt. „Der Star ist das Team und das kann sich, wie im letzten Jahr, wieder an jede Situation und jeden Gegner anpassen. Wir sind weiterhin schwer auszurechnen“, sagt der sportliche Leiter Sven Böhme. An der Seitenlinie steht nun der erfahrene Trainer Henk Goor, der als akribischer Arbeiter den Spielstil des Teams und die Leistung jedes einzelnen Spielers weiterentwickeln soll.

USC Braunschweig
Die Mannschaft des USC Braunschweig läuft in der kommenden Saison nahezu unverändert auf. Mit Matthis Horstjan von den Tebu Volleys verzeichnet der Universität-Sport-Club einen Neuzugang. Der kleine Bruder von Mittelblocker Joscha Horstjan soll den erfahrenen Außenangreifern Druck machen und zeigte in der Vorbereitung bereits, dass er sich in die Startformation kämpfen will. Nachdem der USC vergangene Saison sportlich abgestiegen ist, arbeitete Trainer Markus Weber in der Vorbereitung intensiv an den Schwächen seines Teams: Weber legte den Arbeitsschwerpunkt mit seiner angriffsstarken Mannschaft auf die Einsatzbereitschaft in der Feldabwehr. Damit wollen die USCler schnell den Absprung von der unteren Tabellenregion schaffen.

VC Bitterfeld-Wolfen
Die für den Verein sechste Saison in der 2.Bundesliga ist gekennzeichnet von dem bisher größten Umbruch in der Mannschaft. Nur zwei Spieler blieben, insgesamt neun verließen aus den unterschiedlichsten Gründen das Bundesligateam des VC Bitterfeld-Wolfen. Nur Libero Michael Haßmann und der neue Kapitän und Außenangreifer Rene Menzel blieben. Alle anderen Positionen mussten neu besetzt werden. Eine große Hoffnung verbindet sich mit Zuspieler Travis Hudson aus den USA. Aber auch die beiden Mittelblocker John Pranger (USA) und Samual Alves (Australien) sollten Stabilität in das runderneuerte Team von Trainer Darko Despotovic bringen. Auch wenn man sich schon mehrfach mit dem Thema Aufstieg auseinandergesetzt hat, ist man beim Vorjahresdritten vorsichtig mit einem Saisonausblick: „Das primäre Saisonziel lautet diesmal Klassenerhalt. Sollte es gut laufen, könnte man im Verlauf das Saisonziel konkretisieren“, sagt Teammanager Michael Eisel.

VC Olympia Berlin
Für die Nachwuchs-Mannschaft vom Berliner Stützpunkt ist die 2. Volleyball Bundesliga eine gute Möglichkeit, sich im Wettkampf mit starken Teams zu messen. Hier sollen die Stars von Morgen in den Jahrgängen 1999 und 2000 für Furore sorgen. „Junge, ehrgeizige Spieler rücken in die 2. Bundesliga. Ihre wichtigste Qualität sind dann auch der Ehrgeiz und die Disziplin, Schule und Leistungssport unter einen Hut zu bringen", sagt Teammanagerin Saskia Kasten. Für den VCO steht die Entwicklung im Vordergrund: „Unser Saisonziel ist ausschließlich, die Jungen an das Niveau der Volleyball Bundesliga heranzuführen und ihnen die bestmögliche Unterstützung dabei zu gewähren", sagt Trainer Johann Verstappen.

VV Humann Essen
Der VVH war die Überraschung der vergangenen Saison. Platz vier erreichte der Essener Volleyballverein und will an die Erfolge nach Möglichkeit auch in der neuen Spielzeit anknüpfen. „Die Kern-Qualitäten des VVH werden auch in der neuen Spielzeit die alten sein. Leidenschaft und ein großer Kampfgeist – natürlich gepaart mit unseren technischen Qualitäten am Ball, werden hoffentlich vielen Gegner eine Hürde sein“, sagt Cheftrainer Jens Bräkling. Dafür steht ihm mit Leo Große-Westermann eine weitere spielerischere Option auf der Diagonalposition zur Verfügung. Auch im Verein hat sich einiges getan: Im Unterbau wurde ein Perspektivteam zusammengestellt, das ein Ergebnis der guten Jugendarbeit ist und vielleicht schon im Saisonverlauf erste Früchte tragen wird.

Saisonvorschau 2. Bundesliga Süd der Männer

Nach zwei Meisterschaften in Folge wurde der SV Fellbach von den Oshino Volleys Eltmann im vergangenen Jahr vom Thron gestoßen. Hört man sich bei den Trainern und Verantwortlichen der Teams aus der 2. Bundesliga Süd der Männer um, stehen auch in diese Saison die beiden Teams zusammen mit dem SV Schwaig ganz oben auf der Liste der Favoriten. Klar ist aber auch: Die Liga ist wieder einmal stärker geworden, das wird sich in den insgesamt 182 Saisonspielen sicherlich zeigen.
Die Männermannschaften der 2. Bundesliga Süd im Überblick:

FT 1844 Freiburg
Das einstige Gründungsmitglied der 1. Bundesliga setzt in der kommenden Saison erneut stark auf die Jugend. Paul Botho, Tom Kaufhold und Luc Hartmann sind alle erst 17 Jahre alt und haben sich für das Bundesligateam empfohlen. Das ist nicht neu bei der Freiburger Turnerschaft: Die gute Arbeit des hauptamtlichen Jugendtrainers, Daniel Raabe, trägt Früchte, denn in den vergangenen beiden Jahren sind sechs Spieler aus der eigenen Jugend ins Bundesligateam aufgerückt. Dort holte man für diese Saison zudem den 23 Jahre alten englischen Nationalspieler Jordan Dalrymple mit dazu. „Jordan ist extrem motiviert, ein echter Teamplayer und bringt frischen Wind rein“, sagt Trainer Jakob Schönhagen. Und schätzt die starke Konkurrenz: „Die Liga ist extrem ausgeglichen, in der Südstaffel wird tolle Arbeit geleistet. Favoriten sind die alten Bekannten, am Ende macht es aber Schwaig. Mit vier bis sechs Profis hat der SV in unserer Liga einzigartige Bedingungen.“

GSVE Delitzsch
„Wir wollen unter die ersten drei Plätze. Nach dem fünften Rang im Vorjahr wollen wir am liebsten ganz an die Spitze“ – Trainer Frank Pietzonka hat klare Vorgaben von der Vereinsführung der GSVE Delitzsch bekommen. Dafür gibt es „riesen“ Verstärkung auf der Mitte: Der 2,12 Meter-Mann Lukas Maase kommt aus Dresden. Außerdem ist Ilja Büschel neu im Team und verstärkt die Außenpositionen im Angriff. Die Sachsen haben zudem die Nachwuchsarbeit intensiviert und wollen mit der 2. Mannschaft auch die jungen Spieler aus der Region an die Bundesliga heranführen.

L.E. Volleys
Die Volleyballer aus Leipzig haben sich im Vorjahr erst in einem Herzschlagfinale den Klassenerhalt gesichert. Aus diesem Team sind nun lediglich Martin Burgartz und Falk Köthen übriggeblieben. Trainer Christoph Rascher muss viele neue und junge Spieler in die Mannschaft integrieren. Insofern kommt der Verpflichtung des Routiniers Christopher Harpke (VC Bitterfeld-Wolfen) eine besondere Bedeutung zu. Die L.E. Volleys freuen sich zudem, mit Tjerk Dercksen einen jungen Außenangreifer aus Holland an die Pleiße geholt zu haben. Vereinspräsident Wiesinger gibt in der kommenden Saison vorerst den Klassenerhalt mit einer guten Platzierung als Ziel aus und hofft auf einen Neustart im Leipziger Team.
Oshino Volleys Eltmann
Nach der Vize-Meisterschaft 2016 holten die Oshino Volleys vom VC Eltmann im vergangenen Jahr den Meistertitel der Süd-Staffel. „Wir wachsen von Jahr zu Jahr als Team enger zusammen. Und gerade das wird uns in der kommenden Saison viel Kraft geben, um mit der neuen Situation – die Gejagten zu sein - zurecht zu kommen. Trotzdem gibt uns der Erfolg aus dem Vorjahr Kraft und Selbstvertrauen für die neue Saison“, sagt Kapitän Sebastian Richter. Neu zum Vorjahresmeister kommen Daniel Schmitt (Zuspieler, aus Dresden), der 18-jährige Max Bibrack (Universal, aus Kempfenhausen), Max Kessel (ehemals Coburg) und der 2,05 Meter große Rückkehrer Marko Knauer. Den Titel will Eltmann verteidigen, die Favoritenrolle gibt Trainer Milan Maric allerdings gerne ab: „Für mich sind Schwaig und Fellbach die klaren Favoriten. Es gibt aber bestimmt noch drei bis fünf weitere Mannschaften, die mit diesen Teams auf Augenhöhe spielen werden. Es wird spannend!“

SSC Karlsruhe
Vor rund einem Jahr machte der SSC Karlsruhe Schlagzeilen, als die Volleyballer als damaliger Drittligist mehr als 1.000 Zuschauer für den Pokal-Kracher gegen den VfB Friedrichshafen anlockte. Das Spiel ging verloren, die entstandene Volleyball-Euphorie nutzten die Baden-Württemberger dennoch und stiegen in die 2. Bundesliga Süd auf. Dort hat sich der SSC mit Jens Sandmeier, 22, vom TV Ingersoll Bühl erstligareif verstärkt. „Jens bringt trotz seines jungen Alters bereits viel Erfahrung in das Team und hebt die Qualität auf der Außenposition gewaltig an“, sagt Teammanager Alexander Burchartz. Auf ein konkretes Saisonziel will er sich nicht festlegen: „Wir wollen so oft wie möglich unser bestes Volleyball spielen und die Region für Spitzenvolleyball begeistern.“ Die Voraussetzungen dafür sind laut Abteilungsleiter Philipp Schätzle gegeben: „Das Umfeld in der Region Karlsruhe birgt ein hohes Potential für Spitzenvolleyball. Wir haben ein sehr engagiertes ‚Team um das Team‘ und Team-Management mit bereits jetzt semiprofessionellem Anspruch.“

SV Fellbach
Der Titel-Hattrick ist den Volleyballern vom SV Fellbach nicht gelungen, in der vergangenen Saison landete das #RoteRudel nach zwei Meisterschaften in Folge auf Rang vier. Mit Thiago Welter (Trainer) und Jan Lindenmair (Co-Trainer) ist es den Fellbacher nun gelungen, sehr viel hochklassige Volleyballerfahrung und Kompetenz in das Team zu holen. „Seit Jahren wird der SV Fellbach von seinem hervorragenden Teamgeist getragen. Wir erhoffen uns, dass uns dies auch weiterhin in diesem Maße auszeichnet. Des Weiteren verfügen wir über einen sehr breiten Kader, welcher es uns erlaubt, jeden einzelnen Spieler adäquat zu ersetzen“, sagt Teammanager Jonas Hanenberg. Neu im Team sind Manuel Harms (Außenangriff) und Felix Klaue (Zuspiel), sie „bringen Talent und Erfahrung mit und passen in unsere Zielgruppe: Jung, hungrig, ehrgeizig, motiviert“, so Hanenberg.
SV Schwaig

In seiner ersten Saison als Coach beim SV Schwaig führte der Slowake Jozef Janosik das Team im Vorjahr auf Anhieb auf den zweiten Rang. Die Mittelfranken stehen bei vielen Teams auf dem Zettel der Meisterschaftsfavoriten ganz oben – auch, weil die Mannschaft weitestgehend zusammengehalten und nur punktuell verstärkt wurde. So kommen im Mittelblock Phelipe Martins aus der ersten Liga Portugals und Christian Starosczik aus Kempfenhausen. Die Gelbblauen haben sich den herausragenden Erfolg des letzten Jahres als Beispiel genommen und streben eine gute Platzierung „ab Mitte aufwärts“ an, wie Chefcoach Janosik betont: „Es gibt viele Unwägbarkeiten, die eine neue Saison so mit sich bringt. Die Liga ist erneut stärker gewordenen, die Saison wird daher unglaublich spannend werden. Einen herausragenden Favoriten auf die Meisterschaft kann man auf alle Fälle nicht entdecken.“ Erfreulich ist zudem, dass Schwaig im Laufe der vergangenen zwei Jahre den Bundesliga-Etat mit Hilfe eines Förder-Netzwerks um 25% erhöhen konnte.

TG 1862 Rüsselsheim II
Sie sind ‚nur‘ die Reserve des großen Bundesligisten United Volleys RheinMain und wollen dennoch in der 2. Bundesliga Süd selbst für ordentlich Furore sorgen. Das soll mit der gleichen Philosophie gelingen, die auch die 1. Mannschaft eine Spielklasse höher auszeichnet: Die TG II-Volleyballer setzen auf die richtige Mischung von jungen Talenten und erfahrenen Spielern. Für die kommende Saison wurden deshalb gezielt einige Routiniers zur Verstärkung der jungen Wiederaufstiegs-Mannschaft des zurückliegenden Jahres an Bord geholt: Cheftrainer Luis Ferràdas stehen nun in Markus Jungman ein erfahrener Außenangreifer und in Paul Becker ein überaus erfolgreicher Beach-Volleyballer zur Verfügung. Auf die Fans wartet zudem ein besonderes Volleyball-Paket: „In der Saison 2017/18 finden einige Heimspiele in Form von Doppelspieltagen mit dem erfolgreichen Erstligateam der United Volleys statt – für die Fans im Rhein-Main-Gebiet eine tolle Gelegenheit, eine extragroße Portion Bundesliga-Volleyball auf einmal zu genießen“, sagt Klaus Jürgen Weber, Zweitliga-Verantwortlicher der TG-Volleyballabteilung.

TGM Mainz-Gonsenheim
Aline Reinhardt ist die einzige Trainerin im Zweitliga-Männervolleyball und sie ist sogar eine der derzeit erfolgreichsten in ihrem Fach. Auf Platz drei führte sie die TGM Mainz-Gonsenheim im Vorjahr. Die folgende Einschätzung ihres Teams darf man also als Kampfansage verstehen: „Wir haben einen breiten, flexiblen Kader und konnten uns zudem mit einigen Talenten verjüngen. Außerdem haben wir nach wie vor einen hohen Teamgeist, harmonieren als Mannschaft.“ Mit dem Außenangreifer Tobias Brand holte man sich einen Wunschspieler (Reinhardt: „Großes Talent“) und will so auch wieder in der oberen Tabellenhälfte mitspielen, mindestens. Das Umfeld wurde außerdem weiter gestärkt, „wir versuchen, uns immer weiter zu professionalisieren, haben zum Beispiel gute Nachfolger als Teammanager gefunden, die uns viel Arbeit abnehmen“, sagt Trainerin Reinhardt.

TSV Grafing
„Fighting Bayrisch“ – der TSV Grafing ist für jeden Gegner der Liga unangenehm, dort wird bis zum letzten Pfiff um jeden Ball gekämpft. Nachdem der TSV auf Rang neun im Vorjahr nur knapp dem Abstieg entging, haben die Bayern mit der Verpflichtung von Julius Höfer auf dem Transfermarkt ein frühes Ausrufezeichen gesetzt. Höfer kommt aus Liga eins vom TSV Herrsching, schmetterte sich dort mit 241 Punkten in der gesamten Saison auf Platz acht der Liste mit den besten Liga-Scorern. Doch auch die weiteren Neuzugänge haben Potential und sollen dem Team weiterhelfen: Pablo Karnbaum kommt vom ASV Dachau, Norbert Engemann aus der Nord-Staffel und mit Tim Noack (SC Freising) kommt ein erfolgreicher Beacher nach Grafing. Auch außerhalb des Spielfelds wächst der Klub beständig: In der laufenden Saison planen die Grafinger die Gründung einer Spielbetriebsgesellschaft und schaffen damit gute Voraussetzung für einen professionellen Volleyball. Die Bayern selbst halten sich mit konkreten Zielen zurück, sehen aber „den SV Fellbach als absoluten Favoriten. Sie haben das komplette Umfeld, sowie den Unterbau beneidenswert professionell aufgestellt“, sagt Teammanager Johannes Oswald.

TSV Unterhaching II
Mit 18 Siegen aus 22 Spielen ist der viermalige Pokalsieger TSV Unterhaching in der Vorsaison aus der 3. Liga Ost in die 2. Bundesliga aufgestiegen und damit in den Profi-Volleyball zurückgekehrt. Doch seitdem hat sich einiges getan: Die Hypo Tirol Alpenvolleys Haching starten mit der ersten Wildcard in der Geschichte der Bundesliga in Liga eins, es ist also die 2. Mannschaft, die nun in der 2. Bundesliga Süd spielt und dabei helfen soll, als Unterbau Talente zu entwickeln. Der TSV II hat mit Jonas Sagstetter, Christoph Mattes und Eric Paduretu gleich drei Spieler in den Reihen, die 2017 mit der U20 des Vereins Deutscher Meister wurden. Für die Erfahrung im Team stehen Spieler wie Roy Friedrich, der im Vorjahr noch beim TSV Herrsching in der ersten Liga spielte und mit dem früheren Hachinger Profi-Team dreimal den DVV-Pokal gewann. Ziel der Alpenvolleys-Reserve ist Platz acht und damit der Klassenerhalt.

TV/DJK Hammelburg
Die Hammelburger Volleyballer müssen den Abgang von Lorenz Karlitzek verkraften, die United Volleys haben das riesen Talent in die Bundesliga geholt. „Wir sind aber froh, dass mit Peter Wolf, Georg Wolf und Moritz Rauber drei Perspektivspieler mit Erstligaerfahrung bei uns aufschlagen“, sagt Trainer Tado Karlovic. Sein Ziel ist es, „ dass wir möglichst frühzeitig in der Saison nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben und oben mitspielen.“. Ganz oben sieht Karlovic sein Team eher nicht, dort werden am Ende der Saison eher Fellbach oder Schwaig stehen, die nach Ansicht des Hammelburger Trainers über die größte spielerische Klasse verfügen. Eine neue Qualität im Umfeld hat der TV/DJK mit der Installation von Jochen Hauke als Sportdirektor erreicht. „Damit konnten wir eine entscheidende Position in unserem Verein besetzten. Er war für unser bestens funktionierendes "Team hinter dem Team" das noch fehlende Puzzleteil“, sagt Pressesprecher Oliver Wendt.

Volleyball Internat (VI) Frankfurt
Die Nachwuchs-Mannschaft vom Volleyball Internat (VI) Frankfurt ist eine Bundesstützpunktmannschaft mit Sonderspielrecht. Die 2. Volleyball Bundesliga Süd bietet eine gute Möglichkeit, sich im Wettkampf mit starken Teams zu messen. „So wie es bei unserem Volleyball-Internat üblich ist, erfolgte nach der vergangenen Saison ein großer Umbruch. Unseren vier Abgängern stehen neun Neuzugänge gegenüber. Diese gilt es in das Team der neun verbleibenden Spieler zu integrieren und schrittweise an das Niveau der 2. Bundesliga heranzuführen“, sagt Cheftrainer Matus Kalny. Das vorrangige Ziel ist die Weiterentwicklung der jungen Talente (Jahrgänge 1999 – 2002), die in der Tradition des Volleyball Internats mit Kampfgeist und Leidenschaft auch die etablierten Zweitligisten ärgern wollen.

VYS Friedrichshafen
Auch die Volley YoungStars Friedrichshafen sind mit einem Sonderspielrecht ausgestattet und konzentrieren sich auf die Fortschritte der Einzelspieler, bei denen der Älteste im Laufe der Saison gerade mal 19 Jahre alt wird. Das freut besonders Stützpunktleiter Ralf Hoppe: „Es ist immer herzerfrischend, so viele junge und hochmotivierte Spieler in der Halle zu sehen.“ Dort ist die tägliche Arbeit für Trainer Adrian Pfleghar am wichtigsten: „Wir werden uns als Stützpunktteam darauf konzentrieren, uns von Spiel zu Spiel zu steigern und individuelle Fortschritte zu erarbeiten. Über die tägliche Trainingsarbeit möchten wir die Grundlagen schaffen, unsere Gegner in jedem Satz maximal zu fordern.“ Besondere Motivation für die YoungStars dürfte dabei das Beispiel Julian Zenger sein: Der war drei Jahre am Stützpunkt und gewann gerade erst mit der Nationalmannschaft EM-Silber als Stammkraft.

 

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