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Berlin: Einen Bigpoint gelandet

Bundesligen: Berlin: Einen Bigpoint gelandet

29.04.2016 • Bundesligen • Autor: Christof Bernier 398 Ansichten

Die BR Volleys haben im Kampf um die Deutsche Meisterschaft einen echten Bigpoint gelandet. Am Donnerstagabend bot die Mannschaft von Cheftrainer Roberto Serniotti dem Rekordmeister VfB Friedrichshafen in einem dramatischen Volleyball-Krimi die Stirn und hatte vor 2.500 Zuschauern in der ZF Arena im Tiebreak das bessere Ende für sich (13:25, 25:21, 25:23, 18:25, 19:17).

Nach zwei abgwehrten Matchbällen durften das Team und die mitgereisten Fans die 2:0-Führung in der Finalserie bejubeln und nun hat man bereits am Sonntag (1. Mai 15.00 Uhr) die Chance, die Meisterschale zurück an die Spree zu holen.

Sowohl Gästetrainer Serniotti als auch VfB-Trainer Stelian Moculescu gingen gegenüber dem ersten Spiel mit unveränderter Startformation in das zweite Duell am Bodensee. Die BR Volleys fanden nur sehr schwer in dieses zweite Aufeinandertreffen, während die gastgebenden Häfler fulminant starteten. Mittelblocker Nalobin und Diagonalangreifer Gontariu fanden immer wieder Lücken im Berliner Block und nach einem Andrae-Ass führte der VfB zur ersten technischen Auszeit (3:8). Diesem frühen Rückstand hechelte der Hauptstadtclub den gesamten ersten Satz lang hinterher. Berlin konnte zwar die längeren Ballwechsel spektakulär für sich entscheiden, aber die Friedrichshafener fanden mit Schnellangriffen über die Mitte die passenden Antworten (6:11, 9:13). Zumindest der Berliner Block griff nun mehrfach zu, aber in Angriff und Aufschlag fehlte weiterhin die Durchschlagskraft (13:19). Dann trat Geiler an die Servicelinie und zeigte das, was ihm vor vier Tagen im Volleyballtempel nicht so recht gelang. Der beste Aufschläger der Liga stellte seine Klasse unter Beweis und verwandelte letzendlich selbst aus dem Hinterfeld zum Satzgewinn für Friedrichshafen (13:25).

In Durchgang zwei zeigten Robert Kromm und Co. von Beginn an ein anderes Gesicht. Mehrere schnelle Breakpunkte zwangen den VfB zur Auszeit (6:2). Die Berliner fanden nun ihren Rhythmus und organisierten die Annahme um Libero Erik Shoji besser. Mit Aufschlägen von Zuspieler Tsimafei Zhukouski wurde der Druck auf den VfB nochmals erhöht und so konnte der Vorsprung ausgebaut werden (11:5). Nach kurzer Schwächephase (11:7) und einer Serniotti-Auszeit fand Berlins Volleyballteam Nr. 1 wieder in die Spur. Die im Hinspiel so erfolgreiche Angriffsachse, bestehend aus Kromm und Paul Carroll, erhöhte die Schlagzahl und der Australier blockte zur 16:11-Führung. Der VfB kämpfte sich allmählich wieder heran und Serniotti brachte seinen Landsmann Francesco De Marchi ins Spiel, um die Annahme zu stabilisieren. Als der Satzausgang auf der Kippe stand, machte der wieder aufs Feld zurückgekehrte Kromm den ganz wichtigen und hart umkämpften Punkt zum 22:20. Dieser Bigpoint wurde zur Initialzündung und der gerade eingewechselte Tomas Kmet blockte zum Satzausgleich (25:21).

Die Anfangsphase von Satz drei war von zwei Komponenten geprägt. Die Erste trägt einen Zopf und heißt Geiler, die Zweite waren technische Unsauberkeiten auf beiden Seiten (2:4, 5:7). Als die BR Volleys sich gerade den Ausgleich erkämpft hatten (9:9), schlugen die Männer vom Bodensee zurück. Kapitän Tischer streute zwei Asse ein und stellte auf 9:12. Nun schlichen sich wiederum beim Moculescu-Team Fehler ein und nach brillianten Abwehraktionen von Paul Lotman im intensivsten Ballwechsel der Partie waren die Berliner zurück (14:14). Wenig später sicherten sich die BR Volleys das wichtige Break, welches sie in der Folge aufopferungsvoll verteidigten (19:17, 22:20). Für die letzten drei Punkte brauchten die Berliner dann nicht mehr viel tun. Gleich drei Aufschläge der Häfler landeten im Netz und so gingen die Gäste mit 2:1-Sätzen in Führung (25:23).

Nun hatten die Serniotti-Schützlinge also die Chance, sich dieses Match zu sichern. Aber dies schien das Team zunächst zu hemmen. Den Häflern gelang ein frühes Break und diesen Vorsprung gaben sie vorerst nicht aus der Hand (1:3, 6:8). Carroll schaltete nach guten Zhukouski-Zuspielen einen Gang hoch und besorgte den Ausgleich (9:9). Wenig später konnten die mitgereisten Fans des "7. Mann" lautstark die erste Führung in Satz vier bejubeln. Kapitän Kromm drosch ein Ass auf den Hallenboden der ZF Arena (13:12). Aber der VfB hatte in Person von Geiler die passende Antwort und drehte den Druchgang zu seinen Gunsten (14:17). Als zahlreiche Aufschlagfehler auf beiden Seiten kein flüssiges Spiel zustande kommen ließen, waren es die Männer vom Bodensee, die zuerst wieder ihre Linie fanden (18:23). Nach einem Kromm-Fehler nutze Gauna die erste sich bietende Chance und glich das Match wieder aus (18:25).

Wie schon in Lüneburg musste der Tiebreak auch in diesem Auswärtsspiel die Entscheidung bringen. Die BR Volleys begannen überraschend nervös. Konnte man bis dato frei aufspielen, hatten die Berliner plötzlich etwas zu verlieren. Früh liefen die Männer in Orange einem Rückstand hinterher (1:4, 5:8). Friedrichshafen nutzte seine Gelegenheiten nun mit Übersicht und Klasse (9:11). Aber der Berliner Kampfgeist war noch nicht gebrochen und wurde mit dem Ausgleich belohnt (11:11). Die Nervosität war nun auf beiden Seiten spürbar und zahlreiche Aufschlagfehler waren die Folge. Der Hauptstadtclub behielt dann aber bei zwei Matchbällen gegen sich kühlen Kopf und Lotman steuerte zwei ganz wichtig Punkte bei. Im dritten Berliner Anlauf machte Zhukouski mit einem Ass auf Andraes Kopf schließlich den Auswärtserfolg perfekt (19:17).

Kapitän Kromm zeigte sich nach dem Spiel erleichtert: "Wir haben über den Kampf in dieses Match gefunden. Es wurde der erwartet schwere Gang gegen ein deutlich verbessertes Friedrichshafen. Aber wir haben ein großes Kämpferherz sowie eine starke Siegermentalität und konnten genau diese Eigenschaften letztlich in den Sieg ummünzen. Das war heute ein großer Schritt, aber noch sind wir längst nicht am Ziel. Wir müssen am Sonntag nochmal alles in die Waagschale werfen."

VfB-Zuspieler Simon Tischer war nach der unglücklichen Niederlage sichtlich niedergeschlagen: "Wir müssen einfach den Aufschlag druckvoll ins Feld bringen. Das ist uns in den entscheidenden Momenten nicht gelungen. Es war ein Spiel auf hohem Niveau und eigentlich hatten wir Berlin gut im Griff. Wir haben uns viele Chancen erarbeitet und als wir diese vergaben, war Berlin gnadenlos zur Stelle"

Mit diesem immens wichtigen Auswärtserfolg haben sich die BR Volleys eine hervorragende Ausgangsposition geschaffen und haben nun gleich drei Möglichkeiten, den dritten Titel der Saison und damit das erste Triple der Vereinshistorie zu gewinnen. Chance Nummer eins haben die Berliner bereits am Sonntag um 15.00 Uhr in der heimischen Max-Schmeling-Halle.

 

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