Trotz selbstgemachtem Handicaps, bedingt durch den karnevalistischen Ausnahmezustands in Köln, reisten die MLK Volleys am vergangenen Samstag motiviert nach Aligse. Die einzige schlechte Nachricht zeigte sich dann aber in der Sporthalle Lehrte Mitte: Diagonalangreifer Till Korreck konnte nicht aktiv am Spielgeschehen teilnehmen und nur als Betreuer fungieren. Nichtsdestotrotz zeigte sich in Vorbereitung und Stimmung, dass hier heute einiges Möglich sein sollte.
Foto: Lennart Bevers
Gewarnt vor der Heimstärke des Hausherren, die dem Team teilweise bereits aus 3-Liga-Zeiten bekannt war, ging man voll konzentriert in den ersten Satz. Während das Heimteam etwas verhalten in die Partie startete, zeigten die rund 250 Zuschauer von Beginn an, dass mit ordentlich Stimmung zu rechnen war. Davon unbeeindruckt spielten die MLK Volleys einen ihrer besten ersten Sätze und führten schnell mit 1:0. Im zweiten Satz baute Köln weiter von Beginn an Druck auf und konnte die ein oder andere lange Ralley für sich entscheiden. Ab der Mitte des Satzes wachten die Hausherren jedoch langsam auf und es entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen in der Crunch-Time, welche aber schließlich zugunsten der MLK Volleys entschieden wurde.
Nach der folgenden 10-Minuten-Pause, zeigten sich beide Teams von Beginn an wach. Bis zur Mitte des Satzes konnten die MLK Volley eine 2-Punkte-Führung verwalten, ehe die Aligser Gallier zu einem Schlussspurt ansetzten. Überrumpelt von diesem, reagierte Köln zu spät und der dritte Satz blieb in Aligse. Im vierten Satz zeigte sich ein ähnliches Bild, nur konnte Aligse hier bereits früh eine kleine Führung herausspielen. Trotz kurzem Aufbäumen der Domstädter zum Ende des Satzes, ging auch dieser Durchgang an die Hausherren und die Entscheidung sollte im Tie-Break fallen.
Hier kippte das Momentum schließlich komplett in Richtung Aligse und die MLK Volleys mussten der Anstrengung der Partie zu früh ihren Tribut zollen. Die America Unlimited Volleys Aligse spielten im 5. Satz mit mehr Entschlossenheit und holten sich völlig verdient den 3:2 Sieg.
Ärger und Enttäuschung über die Niederlage konnte schnell in Freude über einen geklauten Punkt umgemünzt werden und die Augen der MLK Volleys waren sofort auf die kommende, entscheidende, Partie gegen Abstiegskandidat Münster gerichtet.


