Doppelspieltag mit Licht und Schatten Drei Punkte gegen Frankfurt, Dämpfer gegen Kriftel Ein intensives Faschingswochenende liegt hinter den CERATONIA Volleys Eltmann. Während man am Freitagabend gegen das Volleyballinternat Frankfurt seiner Favoritenrolle gerecht wurde und einen 3:0-Erfolg einfuhr, musste man sich am Sonntag im Spitzenspiel gegen Kriftel geschlagen geben.
MVP vom Freitag: Jason Lieb (Foto: Pressefoto Evans)
Doppelspieltag mit Licht und Schatten
Drei Punkte gegen Frankfurt, Dämpfer gegen Kriftel
Ein intensives Faschingswochenende liegt hinter den CERATONIA Volleys Eltmann. Während man am Freitagabend gegen das Volleyballinternat Frankfurt seiner Favoritenrolle gerecht wurde und einen 3:0-Erfolg einfuhr, musste man sich am Sonntag im Spitzenspiel gegen Kriftel geschlagen geben. Drei wichtige Punkte gegen den Nachwuchs aus Hessen stehen einer ernüchternden Niederlage im Kampf um die vorderen Tabellenplätze gegenüber.
Arbeitssieg gegen mutiges Frankfurt
Wie erwartet entwickelte sich das Freitagsspiel gegen das junge, hochmotivierte Team aus Frankfurt zu einer anspruchsvollen Aufgabe. Vielen Eltmännern steckte die anstrengende Trainings- und Arbeitswoche noch in den Knochen, sodass es einige Zeit dauerte, bis man sich auf Tempo und Spielweise des Gegners eingestellt hatte. Vor allem im zweiten Durchgang hätte die Partie kippen können. Frankfurt spielte befreit auf und setzte die Hausherren immer wieder unter Druck. In dieser Phase übernahm dann jedoch Zuspieler Jason Lieb die Verantwortung und sorgte mit variablen Pässen und starken Aufschlägen für den entscheidenden Unterschied. Im dritten Satz gelang es dem Team um Trainer Rakic dann, seine Erfahrung auszuspielen, das Spiel letztlich klar für sich zu entscheiden und somit wichtige drei Punkte einzusammeln. Kapitän Johannes Engel zog nach der Partie ein ehrliches Fazit: "Das war sicher nicht unser bestes Spiel, und wir können froh sein, dass wir den zweiten Satz noch gewinnen konnten. Am Ende haben wir die drei Punkte, die wir wollten, und können somit dennoch zufrieden sein."
Kriftel zeigt Eltmann die Grenzen auf
Nur zwei Tage später folgte mit dem Spitzenteam aus Kriftel eine völlig andere Herausforderung, und es war klar, dass es gegen die Hessen einer Leistungssteigerung bedarf, um die theoretische Chance auf die Playoffs zu wahren. Wie auch in den vergangenen Duellen mit den Topteams der Liga vertraute Rakic wieder auf seine Stammformation, der es allerdings auch dieses Mal nicht gelingen sollte, den gewünschten Erfolg einzufahren. Somit bleibt es bei der ernüchternden Beobachtung, dass die CERATONIA Volleys gegen ein Spitzenteam einfach nicht gewinnen können und der einzige Sieg gegen ein Playoffteam am ersten Spieltag gegen Dresden eingefahren werden konnte. "Wenn man sich diese Statistik anschaut, muss man das wohl so akzeptieren. Wir können gegen die Mannschaften mithalten, schaffen es aber nicht, uns für die Leistung zu belohnen. Wenn ich mir Kriftel anschaue, sind die einfach schon besser eingespielt, und wir brauchen vielleicht einfach noch eine weitere Saison, um auch an dieses Niveau anknüpfen zu können", analysiert Tobias Werner die Lage sehr sachlich und realistisch. Wie von Werner angesprochen, agierte Kriftel auch am Sonntag in den entscheidenden Elementen schlicht abgezockter und effizienter. Vor allem im Angriffsspiel fehlte Eltmann die notwendige Durchschlagskraft, in der Abwehr agierte man nicht auf dem Niveau, das es gegen eine Spitzenmannschaft braucht, und zusätzlich erlaubte man sich 17 (!) Aufschlagfehler - eine Zahl, die eine deutliche Sprache spricht.
"Im Vergleich zum Hinspiel war das sicher ein Schritt nach vorne und es ist sehr bitter, dass man hier solange gut mithält und am Schluss trotzdem mit leeren Händen dasteht.", zeigt sich Werner sichtlich enttäuscht.
Fokus auf einen würdigen Saisonabschluss
Mit der Niederlage gegen Kriftel sind die Playoff-Plätze in weite Ferne gerückt und wohl nur noch rechnerisch erreichbar. Die Realität zwingt die Volleys dazu, den Blick nach vorne zu richten - mit dem klaren Ziel, die Saison mit erhobenem Haupt abzuschließen. "Wir wollen uns nun mit erhobenem Haupt präsentieren und die Saison bestmöglich abschließen. Gerade das Derby in Schwaig ist noch einmal ein echtes Highlight, und wir wollen uns bei den Fans für den tollen Support über die gesamte Saison bedanken", so Tobi Werner. Das anstehende Derby verspricht noch einmal echte Emotionen. Ein Fanbus von Eltmann nach Schwaig wird am kommenden Samstag organisiert - für alle, die ihre Mannschaft im prestigeträchtigen Duell lautstark unterstützen wollen.


