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Eigenes Leistungslimit nicht erreicht

Bundesligen: Eigenes Leistungslimit nicht erreicht

23.04.2017 • Bundesligen • Autor: Christof Bernier 384 Ansichten

Am Sonntagnachmittag verloren die Berlin Recycling Volleys das erste Finalspiel um die Deutsche Meisterschaft beim VfB Friedrichshafen klar mit 0:3 (13:25, 24:26, 23:25). Damit haben sich die Häfler in der Serie "best of three" nun zwei Matchball-Spiele gesichert, von denen die Berliner den ersten am 03. Mai (um 19.30 Uhr) in der Max-Schmeling-Halle abwehren müssen.

Eigenes Leistungslimit nicht erreicht - Foto: Eckhard Herfet

Foto: Eckhard Herfet

In einem vom VfB dominant geführten Match konnte der Hauptstadtclub nicht an die starken Leistungen der letzten Wochen anknüpfen und verpasste es speziell im zweiten Satz, für ein offenes "Duell der Giganten" zu sorgen.

Cheftrainer Roberto Serniotti schenkte wieder den Akteuren das Vertrauen, die am Donnerstag im Halbfinale gegen Frankfurt früh eine Pause bekamen. So begannen Ruben Schott, Tsimafei Zhukouski, Paul Carroll und Aleksander Okolic neben Robert Kromm , Graham Vigrass sowie Libero Luke Perry.

Die Berliner benötigten nach der kaum vorhandenen Regenerationspause am Bodensee einen ganzen Satz, um konkurrenzfähig zu werden und dem Pokalsieger Paroli bieten zu können. Vor allem in der Annahme waren Kromm und Co noch nicht bei voller Konzentration und bekamen deshalb kaum einen Ball auf den Boden (3:8). Als fortan wenig zusammenlief (8:16), reagierte Serniotti gegen Satzende und brachte nach und nach mit Sebastian Kühner, Wouter ter Maat und Steven Marshall neue Impulse ins BRV-Spiel. Dies sollte aber erst im Folgedurchgang Wirkung zeigen, zu groß waren der Rückstand und die Zielstrebigkeit des VfB (13:25).

Nach diesem verkorksten Satz erwachten die Hauptstädter und kehrten fokussiert auf den Court zurück (4:0). Es mangelte leider weiterhin an der nötigen Sicherheit und Konstanz, belegt durch Okolic' Angriff ins Aus (6:8). Dennoch erspielte sich der CL-Final-Four-Teilnehmer mit Kühners Energie am Service und einem durchschlagskräftigen Kromm die nächste Führung (16:13). Zwar stand nun der Kapitän gemeinsam mit Marshall verbessert in der Annahme (19:16, 22:20), doch wie gewohnt schöpfte VfB-Trainer Vital Heynen das volle Potenzial seines Kaders aus und hatte bei seinen Wechseln in Zuspiel und Außenangriff ein glückliches Händchen. Felix Fischer ließ seine Möglichkeiten im Schnellangriff aus, Mustedanovic bestrafte dies eiskalt (22:23). So gab der Hauptstadtclub die Führung aus der Hand und im zweiten Anlauf schlug Rosseaux erfolgreich den Block an - die Vorentscheidung (24:26).

Die BR Volleys kämpften weiter um den Anschluss, auch weil der starke Block der Häfler die Berliner Diagonalangreifer gut in Schach hielt (6:8). Nach der technischen Auszeit durfte sich Carroll wieder versuchen und mit ihm sowie Kühner am Aufschlag drehte der Titelverteidiger kurzzeitig auf (13:10). Doch Friedrichshafen hatte einmal mehr die passenden Antworten (13:15). Mit einem in dieser Phase überragenden Zuspieler Tischer, der auch selbst zu punkten wusste, spielten die Gastgeber das Match clever zu Ende (16:19, 20:24). Vigrass konnte zwar noch einen Matchball abwehren, aber Kühners Aufschlag, der bis dato in dieser Kategorie der Beste Hauptstädter war, landete im Netz und das Spiel war mit 0:3 entschieden (21:25).

BR Volleys Manager Kaweh Niroomand wollte im Anschluss die kräftezehrenden Wochen für Körper und Geist nicht als Ausrede gelten lassen: "Zuerst einmal hat der VfB absolut konstant, überlegt und taktisch clever gespielt. Wir sind sowohl individuell als auch als gesamte Mannschaft nicht an unser Top-Level herangekommen und dann kannst du hier nicht gewinnen. Wollen wir in der Meisterschaft noch etwas erreichen, wird eine Leistungsstreigerung nötig sein. Es wird mental nicht einfacher für die Jungs. Aber besonders unsere erfahrenen Spieler sind jetzt gefordert. Noch ist ja längst keine Entscheidung gefallen."

Ein stolzer Heimcoach Vital Heynen lobte seine Mannschaft: "Der erste Satz war beeindruckend, der zweite dann der spielentscheidende. Ich bin froh, dass ich 14 gleichwertige Spieler habe, von denen heute wieder so viele exzellent aufgetreten sind. Noch ein sechstes Mal gegen Berlin zu gewinnen, wäre unglaublich. Heute haben wir uns zumindest ein drittes Spiel hier am Bodensee gesichert."

Und in genau dieses möchten die Berlin Recycling Volleys den VfB Friedrichshafen auch zwingen. Dazu müssen am 03. Mai in der Max-Schmeling-Halle Mannschaft und Fans gemeinsam alle Kräfte bündeln, um das zweite Spiel der Serie für sich zu entscheiden und noch einmal an den Bodensee fahren zu dürfen. Karten für das Matchball-Spiel sind im Ticketshop erhältlich: http://bit.ly/BRVvsVFB-tickets

 

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