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Wimpernschlag-Finale in Delitzsch - dann Live-Meisterfeier

2. Bundesligen: Wimpernschlag-Finale in Delitzsch - dann Live-Meisterfeier

23.04.2017 • 2. Bundesligen • Autor: Rolf Müller 558 Ansichten

Delitzsch (rom). Es hätte auch wie in Freiburg mit einer Niederlage für das Eltmanner Oshino-Team aus Unterfranken ausgehen können, doch der Lauf, den die Delitzscher nach 0:2-Rückstand in den Sätzen 3 und hatten, reichte nicht ganz. Delitzsch gab alles, was bei den Fans honoriert wurde.

Wimpernschlag-Finale in Delitzsch  -  dann Live-Meisterfeier - Foto: VC Eltmann

Foto: VC Eltmann

Besonders auffällig agierten neben GSVE-Zuspieler Pardini, der auch die MVP-Medaille erhielt, seitens der Delitzscher Winkler, Lohrisch und Reichenbach. Beim Stand von 9:10 im Tie Break war alles noch möglich, doch dann erinnerten sich die Eltmanner an die „leichten Punkte“, die Aufsteiger über die Mitte. Kellermann sorgte nun für entscheidende Aktionen, die zum hauchdünnen 13:15-Tiebreak-Erfolg reichten. Durch den starken 3. Satz mit 25:14 lag Delitzsch, nur die kleinen Punkte gerechnet, mit 104:99 vorne, wobei der GSVE sich dafür nichts kaufen konnte. Dennoch sorgte der eine Punkt dafür, dass die Sachsen mit dem 5. Rang vor Freiburg und Hammelburg abschließen konnten.

Mit einem großen Fanbus ging es für den VC Eltmann zum Saisonkehraus nach Delitzsch. Das letzte Saisonmatch hatte es nochmal richtig in sich. Frank Pietzonka, der Trainer der Gastgeber verteilt keine Geschenke, auch nicht am letzten Spieltag, und so dauerte es zwei Stunden und fünf Minuten, bevor die Eltmanner mit ihren Fans den Meistergesang anstimmen konnten, und auch den Beifall der 276 Fans in der Halle zur Pokalübergabe genießen konnten.

Die Trommler-Brigade der „Red Barons“ kämpften ständig um die akustische Vorherrschaft gegen die GSVE-Trommler und die „Lucky Angels“ aus Eltmann präsentierten sich in der Endphase mit Silberschmuck in den Händen von ihrer schönsten Seite.
Im ersten Satz führten die Delitzscher bis zur zweiten technischen Auszeit (16:12) ständig und erst ein Triple-Ass von Peta ließe den Satz kippen. In der Schlussphase prägte Thiago Welter, der sich leider später verletzte, im Angriff und im Block das Geschehen und dem 22:25 zum Satzerfolg ging ein beifallsträchtiger Top-Ballwechsel voraus.
Den zweiten Spielabschnitt eröffnete „Hubschrauberto“ mit einem Donnerschlag zum 0:1. Über die Stationen 4:9 (Engel) und 6:12 (Blockaktion) erhöhte Eltmann den Vorsprung auf 8:15, bevor Karl mit einem Ass zum 9:15 dagegenhielt. Beim 14:19 brachte sich Nico Bitsch durch eine schöne Blockaktion ein, und auch Tobias Werner hatte in der Annahme zwei gute Aktionen. Mircea Peta machte dann die entscheidenden Punkte zum 19:25-Satzerfolg.

Im dritten Satz setzte dann nach einer Pietzonka-Predigt der GSVE die Glanzpunkte, spielte sich fast in einen Rausch. Lediglich Youngster Timon Schippmann behielt auf Eltmanner Seite die Nerven. Welter schied nach seiner Verletzung aus, der Mittelblocker der Gastgeber, Robert Karl, sorgte dafür, dass Eltmann mit 25:14 eine der höchsten Satzniederlagen kassieren musste.

Die Delitzscher Fans trieben ihre Jungs nach vorne, diese spielten im vierten Satz auf einem hohen Level und sicherten sich mit 25:20 den zweiten Satzerfolg – erneut war Tie Break angesagt.
Diesen eröffnete Peta mit dem 0:1, doch dann gingen die Gasteber mit 5:2 in Führung. Im Eltmanner Lager zog etwas Verunsicherung ein, doch die fränkischen Trommler legten noch ein paar Dezibel drauf.
Gemäß der Devise von Oshino-Trainer Milan Maric, auch in Delitzsch allseits bekannt: „Von nichts kommt nichts, aber die Jungs wissen, was sie sich schuldig sind“ , rafften sich die Oshinos dann doch zu einer konzentrierten Leistung auf. Sie machten Punkte über die Mitte, beeindruckend das 9:11 durch Kellermann, und stoppten den Lauf der Gastgeber kurz vor dem Zieleinlauf. Doch die Lohrisch und Co. kamen nochmals auf 13:14 heran, das Nervenkostüm war zum Zerreißen gespannt.
Doch ein ins Aus geschlagener Ball der Delitzscher beendete mit 13:15 das Herzschlagfinale, allerdings zugunsten der Gäste, die nun ausgiebig zum Meisterschafts-Parketttanz ansetzten. Hansi Nürnberger, ansonsten für solche Dinge zuständig, konnte ihn leider nicht einleiteten, da er aus familiären Gründen kurzfristig absagen musste.

Den Meisterpokal übergab der VBL-Vizepräsident Jörg Papenheim, assistiert von Event-Managerin Julia Rienhoff aus Berlin.
Die anschließende Live-Meisterfeier für Eltmann vereinte die Fans der Gäste und die Delitzscher, von denen auch viel länger blieben, bis sich dann nach 23 Uhr der Gästebus wieder in Richtung Eltmann in Bewegung setzte. Fanclub-Chefin Micha Barthelmes als Busverantwortliche hatte bisweilen etwas Mühe, die siegestrunken feiernden Spieler, Cheerleaders und Fans im Bus unter Kontrolle zu halten.

VC Eltmann Vorstand Peter Knieling musste sich vorher in der Halle noch der Bierdusche stellen, während sein Kollege Manager Rolf Werner den Meisterschaftstriumph mehr im Stillen genoß. Milan Maric, der Trainer war entspannt, seine Jungs hatten ihn auch im letzten Saisonspiel nicht in Stich gelassen, und Saisonsieg Nr. 20 nach einem echten Rasierklingenritt eingefahren.

Es war noch einmal in Delitzsch ein echtes sportliches Highlight der 2. Volleyball-Bundesliga Süd, an dem beide Teams ihren Anteil hatten, und wie schon beim Eltmanner Tie Break-Krimi in Freiburg dominierte der faire sportliche Geist an diesem Abend in der Delitzscher Halle, wobei den Verantwortlichen und Organisatoren des GSVE der Dank des Meisterteams aus Eltmann gebührte.

Zu Hause stehen nun nach dem Meistertitel noch Empfänge wie demnächst beim Bürgermeister auf dem Programm, dann ist allgemeine Verschnaufpause angesagt, bis im August die ersten Weichen zur Titelverteidigung in der kommenden Saison 2017/18 gestellt werden, wobei sich für den Vorstand schon in den nächsten Wochen vorbereitende Dinge zu klären sind, denn die Eltmanner möchten sich unter anderem auch für die Deutsche Meisterschaft der Ü35 quailfizieren. Heriberto Quero und Chris Novak sind ja auch da spielberechtigt.

 

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