volleyballer.de - Das Volleyball Portal

Startseite
Von Pferden und Sportlern

Bundesligen: Von Pferden und Sportlern

28.08.2016 • Bundesligen • Autor: Frank Heumann 560 Ansichten

Was haben Pferde und Volleyballer gemeinsam? Wir dürfen feststellen, dass Pferde seit uralten Zeiten immer positiven Einfluss auf Menschen hatten. Sie spiegeln eben die Natur des Menschen wieder. So wie sich jeder Einzelne von uns verhält, so reflektieren sie auch den Auftritt der Sportler oder Manager: Individuell, spontan, ehrlich und ohne jegliche Filter. Kann man aus der Erfahrung Nutzen für den Sport ziehen?

Von Pferden und Sportlern - Foto: Frank Heumann

Ziele erfüllt (Foto: Frank Heumann)

Dr. Uli Striebl: "Die Sioux Indianer nähern sich der Pferdeherde über viele Wochen. Und dann kommt ein Moment, wo sie den Hengst aus der Herde nehmen, ohne ihn einfangen zu müssen". Ein Satz, der während eines Seminars von Portapatet zwischen den 20 Teilnehmers eines pferdegestützten Management-Seminars im Schlosshof Hain, nahe bei Küps, fällt. Das Team des VC Eltmann hat sich an einem der heißesten Tage im Jahr 2016 hier getroffen, um die Zielsetzungen für die kommende Saison festzulegen. Und sie wurden von Arite Schima und Uli Striebl ausgezeichnet unterrichtet. Man spürt sofort, dass es hier um Teamgeist, um Offenheit, Ehrlichkeit und vor allem um Vertrauen geht.

Die Sportler freuen sich auf die Pferde

"Grau, grau ist alle Theorie", bevor man zu den Tieren geht, wird eine Aufgabe gestellt. "Findet in einer Reihe Euren Platz anhand Eures Geburtstags, allerdings klärt dies gemeinsam ohne Worte" … führt Dr. Uli Striebl in die Materie ein. Auf einer kleinen Fläche müssen sich nun die Teammitglieder sortieren. "Gar nicht so einfach" kommentiert Eltmanns Jüngster, Tobi Werner, "… das geht nur mit Kontakt."

Eine weitere Aufgabe muss gelöst werden: Innerhalb einer spielerischen Aufgabenstellung sollen zwei Teams eine gemeinsame Lösung finden. Mittels dreier Bretter und Stützen sollen die Einzelteams von virtuellen "Inseln" aufs "Festland" gebracht werden. Keine einfache Aufgabe, alle Mitglieder zu "retten". Aus den gemeinsamen Erfahrungen und Lösungen stellen die Teilnehmer fest, dass sie in Kooperation schnell zu sinnvollen Lösungen kommen. Oft nutzt es, vorgegebene Regeln auch für eine gute Lösung außer Kraft zu setzen. Der Blick über den Tellerrand wird mit dieser Übung vermittelt. Und natürlich packen die Jungs der VC Eltmann die Aufgabenstellung.
Alleine gegen drei?

Die Pferde Monja, Harlekin und Marie befinden sich in der Koppel. Jeder Teilnehmer soll die Tiere dazu veranlassen, dass sie um sie oder ihn herumlaufen. Hierzu gibt es ein Hilfsmittel, ein Fähnchen, dass starken Eindruck auf die Tiere macht. Der zweite Teil der Übung ist, Fahrt aus diesem "Spiel" zu nehmen, sich den Pferden wieder vertrauensvoll zu nähern, um ihnen dann einen Bügel über den Kopf zu platzieren. Hier kommen die Erfahrungen aus der Theorie direkt in der Praxis an. Denn die Pferde reflektieren die nonverbale Körpersprache des Menschen und können diese auslesen. Die Energie, die man dem Tier offenbart, kommt direkt zurück. Ziel der Übung ist, die eigene Balance zu erreichen. Letztlich fordert man die Perde und treibt sie an. Sie sollen aber nicht das Vertrauen in ihre Führungsperson verlieren. Ein altes deutsches Sprichtwort bringt es, etwas übertrieben zwar, auf den Punkt "Mit Zuckerbrot und Peitsche" (wobei es keine Peitsche gibt). Die Pferde sind keinesfalls Gegner, sondern "verständige" Mitspieler.

Von Dr. Striebl und Arite Schima wird festgestellt, dass die Reaktionen und eben auch Nichtreaktionen der Tiere nicht als Fehler gewertet werden, sondern ein verlässlicher Spiegel des eigenen Verhaltens darstellen. War man zu forsch? Ist man nicht energisch genug? Belügt man sich selbst und damit die Pferde? Jeder Teilnehmer gewinnt einzigartige Einblicke in seine eigene Persönlichkeit. Wirklich jeder nimmt Erkenntnisse über sich selbst mit.

Der Zieleinlauf

Die letzte Aufgabe eines heißen Tages ist, das gemeinsam formulierte Ziel in Positionen und Hürden innerhalb eines Parcours aufzubauen, mit dem das Team dann mit einem Pferd das Ergebnis vor Publikum visualisiert.

Ein perfekter Tag im August

Von Seiten des Veranstalters gab man alles, um aus dem Tag ein vollendetes Gesamtereignis zu bauen. Alles war stimmig, es gab hervorragende Speisen, passende Auszeiten, einfach alles war vorzüglich. Eine retrospektive Diashow des Vereins bildete den Abschluss eines gelungenen Seminartags und führte in gesellige Stunden hinüber.

Fazit

Rolf Werner: "Es war wieder ein genialer Tag unter Freunden, unser Team hat seine Ziele selbst formuliert und wie es mir scheint, können wir mit einem guten Team in eine der härtesten Liga-Saisons der letzten Jahre gehen. Die Erfahrungen mit den Pferden, mit Portapatet und letztlich mit dem Team sind mittlerweile ein fester Baustein in unseren Aktivitäten. Wir freuen uns auf die Saison und sind sehr hungrig … Take off!"
Nun folgen noch drei Wochen der Vorbereitung, bis es dann am 18.9., einem Sonntag zur Sache geht. Die VYS Friedrichshafen werden um 16.00 Uhr im Eltmanner Hangar erwartet.
Vorausgehen der SportNanka Cup in Dachau (3. Und 4. September) sowie ein eigenes Vorbereitungsturnier in Eltmann am 10. September.

 

Der volleyballer.de Newsletter

Verpasse keine News, abonniere jetzt den täglich erscheinenden Newsletter. Du kannst den Newsletter jederzeit abbestellen.

Newsletter abonnieren

Weitersagen:

Weitere Meldungen aus der Kategorie "Bundesligen"

» zurück
volleyballer.de auf Facebook volleyballer.de auf G+ RSS Feed Twitter

BeachZeit Beachvolleyball Camps

Beachvolleyball Camp mit BeachZeit

Buche jetzt Deinen Beachvolleyball-Urlaub. Mit Zufriedenheits-Garantie!

weitere Infos

Jetzt geht's App! Neu!

Die Volleyballer App

Jetzt gibt es endlich die offizielle volleyballer.de App. Für Android, iOS und Windows Phone.

weitere Infos zur Volleyball App

i
x


Werben | Impressum | Datenschutz | Kontakt | Partner