Die LüneHünen haben vorgelegt: Nach dem 3:0-Sieg im ersten Spiel der Playoff-Halbfinalserie gegen die SWD powervolleys Düren hat die SVG am Sonntag (18 Uhr, live bei Dyn) die Chance, mit einem Sieg den Einzug ins Finale klarzumachen. Positiver Nebeneffekt wäre, ein drittes Duell vermeiden zu können, um nach dem anstehenden Rückspiel im CEV-Cup-Finale am Mittwoch noch etwas besser vor einer Playoff-Finalserie zu regenerieren.
Foto: SVG/Höfel
Doch das wird keine leichte Aufgabe. Düren muss gewinnen, um ein drittes Spiel zu erreichen - und das wohl weiterhin mit Personalsorgen. So ganz lassen sich die Gastgeber nicht in die Karten schauen - vielleicht gibt es doch noch ein Comeback von Robin Baghdady. Das wäre immerhin eine weitere Option im Außenangriff, wo zuletzt gleich drei von vier Akteuren passen mussten. Der langzeitverletzte Nico Wegner sowie Zac Hutcheson (Fußverletzung) stehen nicht mehr zur Verfügung - besonders im Fall von Hutcheson bitter. Denn das Duo Baghdady/Hutcheson sorgte beim Liga-Duell im Februar noch für 24 Punkte - etwa 40 Prozent der eigenen Düren-Ausbeute. Diese Qualität fehlte den Gästen im ersten Halbfinalspiel. Sollte Baghdady doch noch einsatzfähig werden, gäbe es neben Ryan Poole zumindest wieder einen zweiten Außenangreifer für die beiden Positionen - sonst muss erneut ein positionsfremder Akteur ran.
Heimstarke Dürener wollen vor vollen Rängen
Lösungen finden
Die Botschaft aus der Arena Kreis Düren ist jedenfalls klar: Die Gastgeber setzen voll auf Heimspiel-Power und die eigenen Fans in der ausverkauften Halle. Als "heißesten Tanz des Jahres" kündigen die powervolleys das Spiel auf den eigenen Info-Kanälen an. Geschäftsführer Tomas Kocian-Falkenbach, beim Spiel am vergangenen Sonntag auch als Backup im Kader, betont: "Die Stimmung in der Mannschaft ist super. Die Bude wird brennen." powervolleys-Coach Christophe Achten sieht ebenfalls viel Motivation: "Wir haben große Lust, noch einmal nach Lüneburg zu fahren", wird er auf der Klub-Website zitiert.
Sein Ansatz für den erneuten Vergleich: "Vertrauen haben, gut spielen, besserer Aufschlag - und hoffen, dass wir wieder normal spielen können, dass wir nicht zu viel über Sachen nachdenken müssen. Das haben wir im ersten Spiel am Anfang zuviel gemacht. Dann findest Du den Rhythmus, vergisst aber das Ende zu machen. In dem Moment ist Lüneburg stark, ruhig zu bleiben und den Satz mitzunehmen. Das ist auch die Stabilität der Stammmannschaft."
Der SVG ist die Alles-oder-Nichts-Lage der Gastgeber bewusst. "Mal sehen, wer wieder an Bord ist", hatte Chefcoach Stefan Hübner schon nach dem Rückspiel ein offenes Duell erwartet. "Sie werden zuhause nochmal alles versuchen - und wir werden uns auf sehr schweres Spiel einstellen." Auch Libero Sho Takahashi ahnte bereits nach dem ersten Spiel: "Ich bin sicher, dass sie nochmal versuchen werden, Schwachstellen bei uns zu finden. Darauf müssen vorbereitet sein und uns noch mehr pushen als beim ersten Spiel."
Ticket-Hinweis: Informationen zum Ticket-Verkauf für ein mögliches drittes Halbfinalspiel oder das erste Finalspiel (jeweils in der LKH Arena) folgen im Newsletter nach dem Spiel.


