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Ursachen für Verletzungen

ANTONIUS KASS (1995, 4) gibt in "Verletzungen: Vorbeugen tut Not" eine umfassende Sammlung der Ursachen für Verletzungen im Volleyball an. Dabei wird zunächst einmal in endogene (beim Spieler zu suchen) und exogenen Ursachen (in der Natur des Volleyballs liegend) unterschieden.

Endogene Ursachen

  • Ermüdung durch Unausgewogenheit von Belastung und Trainingszustand. Muskulatur und Psyche ermüden, die Koordination läßt nach und dann ereignen sich Unfälle.
  • Muskuläre und haltungsbedingte Schwächen des Spielers. Bestehen muskuläre Defizite oder Dysbalancen (Abschwächungen oder Verkürzungen) oder Fehlstellungen (X-Beine, O-Beine, Knickplattfüße), so können Überlastungserscheinungen auftreten.
  • Mangelndes Aufwärmen.
  • Schlechte Technik. Eine unsaubere Technik beim Angriffsschlag kann sowohl Probleme für die Schulter als auch für die Wirbelsäule mit sich bringen. Ist zusätzlich auch noch die Landetechnik nicht ausgereift, können auch Knie- oder Sprunggelenksprobleme dazukommen.
  • Disziplinlosigkeit. Regelübertretungen (Übertreten!) und mangelnde Trainingsarbeit.
  • Abgetragene oder falsche Sportschuhe. Das wichtigste Hilfsmittel des Volleyballers zeigt häufig Mängel.

Exogene Ursachen

  • Kleine Sprungzone unter dem Netz im Bereich der Mittellinie. Hier kommt es häufig zu Kollisionen zwischen Spielern, so daß jemand auf dem Fuß seines Nebenmannes im Block oder seines Gegenspielers landet. Dieses ist als Hauptursache für den Anteil der Sprunggelenksverletzungen zu sehen.
  • Hohe Sprungfrequenz. Untersuchungen zeigen, daß Volleyballer bis zu 80 Maximalsprünge pro Stunde Spielzeit absolvieren (35 in unteren Spielklassen, 65 in Bundesligen, 70-80 im Spitzenbereich). Im Training werden in 2,5 Stunden bis zu 300 Sprünge durchgeführt. Dies ist eine weitaus höhere Sprungbelastung als z.B. die der Hochspringer in der Leichtathletik. (vgl. Kap 3.3.3)
  • Hohe Ballgeschwindigkeiten. Es wurden Geschwindigkeiten bis zu 120km/h gemessen. Ähnlich schnelle Bälle berührt in der Regel nur ein Handballtorwart direkt mit der Hand. Die Verletzungsgefahr für Finger und Hände, besonders im Block, ist dadurch natürlich hoch.
  • Hohe Spielfrequenz. Sehr dicht gedrängtes Programm in der Meisterschaft (oft 2 Spiele hintereinander an einem Tag in unteren Spielklassen, mehrere Spieltage die Woche in oberen Spielklassen).
  • Hohe Trainingsintensität. Hohe Trainingsstundenzahl und Trainingseinheiten bis zu 3 Stunden Dauer, bei teilweise sehr hoher Belastung, führen natürlich auch zu mehr Verletzungen
  • Ungünstig angelegte Sporthallen mit schlechter Beleuchtung und ungeeignetem Bodenbelag. In unteren Spielklassen ist die Halle oftmals nur wenig größer als das Volleyballfeld.
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Diese Inhalte wurden freundlicherweise von Martin Plessl zur Verfügung gestellt. Die komplette Arbeit kann unter: www.hausarbeiten.de heruntergeladen werden.

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