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SCALA1: "Eigentlich verrückt, was ich mache"

2. Bundesligen: SCALA1: "Eigentlich verrückt, was ich mache"

04.04.2017 • 2. Bundesligen • Autor: SCALA 1 914 Ansichten

Jan Maier befragt SCALA1-Pressereferenten Peter Neese Im zweiten Jahr kümmert sich Peter Neese um die Öffentlichkeitsarbeit des Drittliga-Teams von SC Alstertal-Langenhorn. Und er fasst seine Tätigkeit durchaus flexibel auf und berichtet gern auch mal über die anderen Teams des SC. Cheftrainer Jan Maier wollte einmal wissen, was Peter sonst noch so macht und was ihn zu seinem Volleyball-Engagement antreibt.

SCALA1: "Eigentlich verrückt, was ich mache" - Foto: SCALA 1

Peter Neese (Foto: SCALA 1)

Seit wann bist du Volleyballfan?

In den letzten Tagen meiner Schulzeit 1975 wurde Volleyball als Schulsport eingeführt und natürlich ohne spielen zu können, merkte ich doch wie elegant und dynamisch dieses Spiel sein kann. Und vor allen Dingen: es ist ein fairer Sport! Später ging ich zu den Erstliga-Spielen des HSV und war unter anderem bei dem Spiel dabei, in dem Frank Mackerodt als 15-Jähriger erstmals eingewechselt wurde.

Und seit wann engagierst du dich im Volleyball?

Im Grunde hat Frank Mackerodt daran "Schuld". Ich lernte ihn und Hauke Braack kennen, als ich in einer Szenekneipe im Schanzenviertel namens "Zartbitter" arbeitete und organisierte dann, dass möglichst viele Stammgäste zu den HSV-Heimspielen fuhren. Wir waren lange Zeit über zwanzig Personen, die bei jedem Spiel dabei waren.

Wie ging es weiter?

Dann wurden die Volleyballer aus dem HSV raus geschmissen und diverse Fans trafen sich, um zu überlegen, ob man da irgendwie helfen könne. Knut Rettig, der damals die HSV-Frauen trainierte und mit ihnen kurze Zeit später nach Fischbek wechselte, regte an, bei der Heimspiel-Organisation zu helfen, damit Männer-Trainer Bernd Schlesinger "das nicht auch noch machen müsse". Also traf ich mich mit Franks Vater Rudolf, der das bisher gemacht hatte, und lernte.

Du warst dann immer weiter dabei?

So ziemlich. Der neu gegründete HLSV war wegen Misswirtschaft schon vor Saisonbeginn zahlungsunfähig und es entstand der VC Hamburg, der für eine der sensationellsten Spielzeiten überhaupt stand. Alle, die damals daran beteiligt waren, erinnern sich heute noch mit leuchtenden Augen daran zurück. Das Team bestand nur aus acht Spielern und erreicht als absoluter Abstiegskandidat die PlayOff-Runde.

Da gibt es sicher eine Menge Erinnerungen. Vielleicht eine ganz spontan?

Wir waren die ersten, die Spieler bei der Vorstellung einlaufen lassen wollten, was uns in den meisten Fällen von den Schiedsrichtern untersagt wurde. Ein Jahr später war das schon anders. Und wir haben ein Rahmenprogramm angeboten, waren die vermutlich Ersten, die Cheerleader auftreten ließen. Das Highlight waren aber Kinder der Rhythmischen Sportgymnastik, die sogar bei ihrer DM nur ihre Familien als Zuschauer hatten und hier Standing Ovations von 800 Zuschauern bekamen. Die Augen der Kinder werde ich nie vergessen, fast so groß wie Auto-Scheinwerfer.

Nachdem ein Sponsor nicht gezahlt hatte, war ja auch der VC Hamburg pleite und es gab eine Spielrechtsübertragung zum SC Norderstedt. Da warst du auch dabei?

Es passte gut, dass für mich ein beruflicher Wechsel anstand. So arbeitete ich in der Geschäftsstelle mit und war Teambetreuer und halt "Mädchen für alles" wie immer … In der Zeit kamen Stefan Hübner und Ralph Bergmann in das Team, so dass ich später, als beide im Nationalkader spielten, immer vom "Norderstedter Mittelblock" palavern konnte. Hat in späteren Jahren doch einige Leute irritiert.

Der SC Norderstedt hielt sich leider ja auch nur ein Jahr.
Aber er stieg nicht ab, obwohl es wieder prophezeit wurde. Nach diversen finanziellen Ungereimtheiten seitens des Managements meldete der Verein das Team ab. Seitdem helfe ich aus, wenn jemand fragt und ich das Projekt gut finde. Ich war einige Jahre beim CVJM, weil ich das Förderkonzept von Helmut von Soosten sehr gut fand, habe die Spielzeitungen für den TV Fischbek gemacht, Turniere organisiert, war in den 90er Jahren auch Öffentlichkeitsreferent des HVbV. Übrigens der letzte, den sie hatten …

Du führst das Online-Portal "Smash Hamburg". Was machst du da?

Leider nicht so viel, wie ich wollte, da mir seit dem Unfalltod meines Webmasters das technische KnowHow fehlt. Ich biete einen täglichen Volleyball-Pressespiegel an, eine aktuelle Seite mit Hamburger Volleyball-News, kürzlich wurde bei einem SCALA1-Heimspiel endlich wieder der "Smash Award für besondere Verdienste um den Hamburger Volleyball" verliehen und noch einiges mehr. Der erste "Smash Award" ging übrigens an unsere Jugendtrainerin Petra Kerl und es gab sehr tolle Momente bei der Übergabe in der Falkenberghalle.

Nach diesen vielen Jahren und Erfahrungen: welche Anforderungen muss eine gute Öffentlichkeitsarbeit erfüllen?

Zunächst einmal ist nicht ausschlaggebend, dass man etwas überragend gut macht. Jede Erzählung, jeder Text, jedes Bild kann helfen. Wichtig wäre mir nur, dass man immer berücksichtigt, dass man etwas für die "Öffentlichkeit" macht. Da sollte dann zum Vornamen schon auch der Nachname auftauchen und die beteiligten Vereine genannt werden. Über viele weitere Feinheiten sieht ein Sportinteressierter, glaube ich, hinweg, so lange er informiert wird. Jede Aktion, die für unseren Sport wirbt, ist wichtig!
Will man konzeptionelle Öffentlichkeitsarbeit betreiben, rede ich immer gern davon, dass man "Events und Helden" braucht. In beiden Punkten sind wir ja in den letzten fünfzehn Jahren deutlich weiter gekommen, zumindest auf Nationalmannschafts- und Bundesliga-Niveau. Der gleiche Anspruch sollte aus meiner Sicht aber auch - angepasst - in unteren Ligen gelten.

Wie könnte das aussehen?

Ein Schritt ist ja in den Dritten Ligen schon gemacht mit den Ansprüchen an die Hallen oder mit den MVP-Wahlen. Ich finde es aber wichtig, dass man die berühmten synergistischen Effekte mehr in den Vordergrund rückt, zum Beispiel in Bezug auf Sponsoren. Wenn bei SCALA1 zehn Spieltage präsentiert, jedes Mal MVPs gewählt und neue Spielerinnen vorgestellt werden sollen, dann sind das alles Möglichkeiten, auch Werbepartner zu präsentieren und Öffentlichkeitsarbeit zu machen.
Bist du mit der Öffentlichkeitsarbeit bei SCALA1 zufrieden?
Naja, eins meiner Probleme ist, dass ich nie zufrieden bin. Wir machen das schon ganz ordentlich, es gibt kaum einen Drittligaverein, der mehr macht mit mindestens einer Presseinfo pro Woche, diversen zusätzlichen Posts in den Social-Media-Bereichen und auch der medialen Spieltagspräsentation mit Liveticker und je nach technischen Möglichkeiten sogar einem Live-Stream. Aber wie immer und überall: es geht natürlich noch besser!

Wo müssen wir da ansetzen?

Ich glaube, nicht nur bei uns, sondern allgemein kommt man nur weiter, wenn man es schafft, alle möglichen kleinen Kontroversen, Eitelkeiten, Eifersüchteleien und was sonst noch alles zwischen Menschen oder Institutionen steht, zu vergessen und eine möglichst breite gemeinsame Ebene aufzubauen. Ich erlebe bei vielen Vereinen Menschen mit enormer Energie und Engagement, die sich aber durch irgendwelche Streitpunkte gegenseitig behindern. Anscheinend ist man oft gar nicht willens, Konflikte zu regeln, auch nicht zugunsten einer gemeinsamen Sache. Aber je breiter man aufgestellt ist, desto erfolgreicher kann man arbeiten.

Peter Neese im Steckbrief
Ich heiße Peter Neese
Geboren am ... in ... 27.09.1954 in Hamburg-Wandsbek
Nationalität Terraner (Deutsch)
Volleyball seit Fan seit 1971, Helfer seit 1993
Bisherige Vereine Fan: HSV, VCH, SCN, TVF, CVJM, Scala und einige mehr
Mein sportl. Top-Erfolg Tischfussball: Sieger Hamburg Open 1996 (Neulinge)
Beruflich bin ich: Öffentlichkeitsarbeiter
Hobbies Perry Rhodan, Comics, Witze und Blödeleien, Kreuzworträtsel bauen

Ein Satz zu SCALA1 Wird schon …!
Beach-Volleyball ist ... ... reichlich stressig. Und andere müssen das sogar noch spielen !
Lieblings-Komiker Marx Brothers, Loriot, Willy Astor, Ursus & Nadeschkin
Lieblings-Film In der Hölle ist der Teufel los / Hollywood-Slapstick von ca. 1942
Lieblings-Buch Der Fall / Albert Camus
Lieblings-Urlaubsziel Australien
Lieblingsessen/Getränk Cordon Bleu / Pils und Buttermilch, aber nicht nacheinander
Sportl. Vorbild Der türkische Fußballer, der wegen Nicht-Foulens ein Tor gegen sein Team und damit das Ausscheiden bei der EM 1996 bewirkte, den Fairness-Preis der UEFA erhielt und aus der türkischen Nationalmannschaft gefeuert wurde.
Das ist typisch für mich: Blödeln, bis alle gähnen / Zuhören
Etwas, was ich immer schon mal sagen wollte: Kommunikation ohne Fehlverständnisse ist unmöglich. Wenn JEDER mit dem Wissen an ein Gespräch herangeht, dass sein Gegenüber weder verstehen wird, was er sagt, geschweige denn, was er meint, wird man besser miteinander umgehen.

Peter Neese im Web:
Volleyball: www.smash-hamburg.de
Beruflich: www.organ-hamburg.de
Blödeleien: www.neesereien.de
Mikis-Nostalgie: www.mikis-hamburg.de

 

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