Der zweite Satz gleicht dem ersten wie ein Spiegelbild: Kiel geht wieder über ein 10:8 bis zum 19:17 in Führung. Die Stimmung in der Adler-Hölle mittlerweile auf dem Siedepunkt. Beide Teams schenken sich nichts. Arian Söhlbrandt der an diesem Wochenende den erkrankten Trainer Matthes Behlen vertritt, zieht alle Register um diesen Satz nach Hause zu bringen und die Partie wieder offen zu gestalten. Leider hatte er die Rechnung ohne seinen Kontrahenten Axel Büring gemacht. Büring -langjähriger und erfahrener Erstligacoach- hatte seine Männer gut eingestellt. Nach der Maxime „auf die Chance warten wenn sie sich bietet“ blieben die Gäste geduldig und schlugen beim überqueren der 20 Punktegrenze erneut zu.
Mit einer deutlich besseren Körpersprache schlug es nun erneut Mal um Mal im Kieler Adlerhorst ein. Dank diesem Sprint sicherte sich Schüttorf um die ehemaligen Kieler David und Bennet Poniwacz auch diesen Satz mit 25:23 und fuhr den ersten von drei möglichen Punkte im Kampf um den Klassenerhalt für sich ein.
Diese beiden knapp verlorenen Sätze hatte dem Kieler TV dann doch zu deutlich zugesetzt. Während das Glanzstück auf Kieler Seite – die Annahme und das Zuspiel – funktionierten und auch in der Abwehr leidenschaftlich gefightet wurde, fehlten einmal mehr die Optionen im Angriff. So ging am Ende auch dieser Satz dann mit 20:25 wesentlich deutlicher an die Gäste, welche sich ihrerseits über satte drei Punkte im Gepäck freuen durften.
Zum Gold-MVP auf Schüttorfer Seite wurde Daniel Gorski gewählt und auf Kieler Seite erhielt Bengt Sievers verdientermaßen diese Auszeichnung in Silber.
