Rheinisches Derby unter umgekehrten Vorzeichen
Wenn am Sonntagnachmittag um 16:00 Uhr in der Leverkusener Ostermann-Arena das Derby zwischen den BayerVolleys Leverkusen und DSHS SnowTrex Köln angepfiffen wird, treffen zwei Teams mit konträren Formkurven aufeinander.
Die aktuelle Situation
Die Kölnerinnen, aktuell auf dem 6. Tabellenplatz der Sparda 2. Liga Pro, haben sich nach einer durchwachsenen Phase im Herbst eindrucksvoll zurückgemeldet. Mit sechs Siegen in Folge reist das Team von Cheftrainer Jimmy Czimek mit breiter Brust zum rheinischen Rivalen. Die jüngste Bilanz unterstreicht die Stärke und das gewonnene Selbstvertrauen der Mannschaft, die zuletzt im Derby gegen Düsseldorf einen umkämpften 3:1-Sieg feierte.
Ganz anders stellt sich die Lage bei den BayerVolleys Leverkusen dar. Nach einem furiosen Saisonstart mit sechs Siegen in Serie, der die Leverkusenerinnen in die Spitzengruppe katapultierte, ist die Mannschaft auf den 10. Tabellenplatz abgerutscht. Die Formkurve zeigt mit vier Niederlagen aus den letzten fünf Spielen deutlich nach unten. Zuletzt musste das Team von Trainer Dirk Sauermann eine deutliche 0:3-Niederlage gegen Planegg-Krailling hinnehmen. Die Volleys sehen sich nun in der Pflicht, sich aus diesem Tief herauszuarbeiten. Gerade im letzten Heimspiel zeigten sie eine ansprechende Leistung gegen NawaRo Straubing. In einem Spiel auf Augenhöhe mit dem Tabellenzweiten fehlten nur Kleinigkeiten, um einen Tiebreak zu erreichen und zumindest etwas Zählbares mitzunehmen.
Genau deshalb können die aktuelle Form und das vorhandene oder nichtvorhandene Selbstvertrauen auch immer einen Ausschlag geben in engen Situationen. Gegen Straubing fehlte Leverkusen halt das letzte bisschen Glück, das man sich auch erarbeiten kann, um den Satzausgleich zu erreichen. Köln wiederum konnte sich gegen Düsseldorf zu Hause in der Crunchtime des vierten Satzes nach Abwehr eines Satzballes den Sieg und drei Punkte holen.
Das spiegelt auch das Statement des Leverkusener Coaches Dirk Sauermann nach der 0:3-Niederlage gegen TV Planegg-Krailling wider:
„Wir sind immer wieder zurückgekommen auch nach einem höheren Rückstand wie im zweiten Satz. Auch die Energie war gut; wir haben alles versucht. Jedoch fehlen uns im Moment die Werkzeuge, das auch in Siege umzumünzen.“
