Dem 25:19 im ersten Satz ließ Lindow-Gransee eine schwächere Phase folgen. Weitgehend in Rückstand, kämpfte sich das Heimteam allerdings noch rechtzeitig heran, um den Satz zu kippen. Satzbälle auf beiden Seiten wurden vergeben, ehe Köln mit dem 30:28 mehrere Fliegen mit einer Klappe schlug.

Es wurde der lange Satz mit dem 58. Ballwechsel geholt und dem Gegner der Zahn gezogen. Coach Andrae sagt dazu: „Wir haben uns stark rangekämpft. Da ist man froh, euphorisiert und in einer coolen Verfassung. Wenn du aber solche einen Satz noch abgibst, ist der Stecker gezogen. Das raubt dir die Energie.“

Im dritten und vierten Satz (22:25, 18:25) lief nicht mehr allzuviel für Lindow-Gransee. Zudem hatten die MLK Volleys mit Sebastian Schnorr und Till Jonas Korreck zwei eingewechselt, die „guten Zugriff hatten“, so Björn Andrae. Kölns Formkurve stieg steil an, die von Lindow-Gransee fiel rapide ab. Das könnte eine Folge von personellen Sorgen sowie Krankheiten von mehreren Spielern sein, sieht Andrae Gründe für den Abfall.

„Schade“, so Björn Andrae, „dass wir unseren zwei Spielern keinen Abschied mit Heimsieg geben konnten.“ Zuspieler Philipp Jankowski und Vereinslegende Eric Stadie-Seeber kündigten an, nach dieser Saison die Laufbahn zu beenden. „Mit einem Sieg im Rücken wäre das eine andere Stimmung gewesen.“ Die Niederlage ohne einzigen Punkt schmerzt zwar, doch Lindow-Gransee werde im letzten Spiel beim PSV alles geben, um Endlich mal Neustrelitz zu schlagen, wie der Trainer betont.

„Ja, der Stachel sitzt tief. Das 1:3 wurmt. Aber ich sehe, dass die Jungs das beschäftigt. Das ist gut so, dass wir das nicht schnell abhaken. Der Anspruch ist da, das Spiel zu gewinnen. Aus meiner Sicht ist das ein gutes Zeichen“, wie die Mannschaft mit einer Niederlage umgeht. Ziel ist: Der Aufsteiger will mit einem Auswärtssieg seine erste Saison nach dem Wiederaufstieg beenden. Das Derby wird am 21. März stattfinden und sicherlich noch einmal viele Fans aus Lindow und Gransee nach Neustrelitz ziehen.

 

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