Dafür sorgt Bundestrainer Vital Heynen: „Wir haben Russland so gut es geht vorbereitet. Dazu haben wir ca. 40 Videos der Spieler gesichtet, die hier sind. Mehr geht nicht!“ Das bedeutet zudem, dass die Russen nicht als Team gesichtet wurden, sondern nur die einzelnen Spieler in den Klubs. Nicht optimal, aber der deutsche Trainerstab hatte keine andere Möglichkeit. Auch eine heimliche Trainingsbeobachtung in Baku klappte nicht, die Russen sagten ein Training ab…
Bekannteste Spieler des Teams sind Zuspieler Igor Kobzar (Kazan) und Diagonalangreifer Maksim Zhigalov (Belgorod). Kobzar, ein sehr exzentrischer Zuspieler, hatte großen Anteil am Triple von Kazan, Linkshänder Zhigalov war in Belgorod zweiter Mann hinter Georg Grozer.
Eines ist bei russischen Teams, ob Olympiasieger oder nachkommendes Talent, immer gleich: die körperliche Präsenz! „Die beiden Mittelblocker sind 18 und 19 Jahre alt und 2,14 Meter bzw. 2,10 Meter groß. Das ist schon beeindruckend“, so Heynen. Aber Bangemachen gilt nicht. Auch in der jüngeren Vergangenheit konnten die Russen bezwungen werden, sei es bei der EM 2013 oder in der World League 2013. Und das waren Muserskiy & Co.
Der Kader der DVV-Männer in Baku: Matthias Pompe (SWD powervolleys Düren), Sebastian Kühner (BR Volleys), Jan Zimmermann (TG Rüsselsheim), Falko Steinke (SVG Lüneburg), Tom Strohbach (TV Rottenburg), Michael Andrei (Antwerpen/BEL), Marcus Böhme (Fenerbahce Istanbul/TUR), Tim Broshog, Björn Höhne (Maaseik/BEL), Christian Fromm, Denis Kaliberda (Perugia/ITA), Lukas Kampa (Radom/POL), Jochen Schöps (Rzeszow/POL), Ferdinand Tille (TSV Herrsching)