Da György Grozer aufgrund des Engagements des Vaters einen Teil seiner Jugend in Deutschland verbrachte, war früh klar, dass er auch einen Vertrag bei einem deutschen Bundesligaclub anstrebte. Schon mit 18 wechselte er aus Ungarn zum Moerser SC, wo er sechs erfolgreiche Saisons spielte. Nachdem er 29 Einsätze für die ungarische Nationalmannschaft absolvierte, wurde er 2007 eingebürgert und schmetterte von da an, die Bälle im deutschen Trikot über das Netz. Im Dress der deutschen Nationalmannschaft feierte Grozer Junior auch seine wichtigsten Erfolge. Der fünfte Platz bei den Olympischen Spielen 2012, der 3. Platz bei der Weltmeisterschaft 2014 und die EM-Silbermedaille 2017 zählen zu seinen größten Erfolgen. Zudem war er von 2010-2014 Volleyballer des Jahres in Deutschland.
Nachdem er sich 2010 mit dem Titel des Deutschen Meisters mit dem Verein VfB Friedrichshafen vom deutschen Vereinsvolleyball verabschiedete, ging er ins Ausland, wo er sehr erfolgreich ist. Er wurde polnischer Meister, russischer Meister und chinesischer Meister. Ein Karriere Highlight ist sicher der Champions League Titel 2014 mit Lokomotiv Belgorod.
Der 2-meter-große Diagonalspieler ist auch in Sachen Spielweise in die Fußstapfen seines Vaters getreten und wird dessen Spitznamen ebenfalls mehr als gerecht. Der als „Hammer-Schorsch“ bekannte Senior hat die Schlagkraft an seinen Sohn vererbt, denn dieser gilt aktuell als derjenige mit der größten Schlaghärte im Kader Deutschlands.
Das nächste Ziel von Grozer Junior ist ein gutes Abschneiden bei der EM 2019. Diese wird im September ausgetragen. Deutschland hat zwar mit Serbien und Belgien zwei Topteams in Gruppe B zugelost bekommen, geht aber als amtierender Silbermedaillengewinner mit dem Anspruch ins Turnier, jedes Spiel zu gewinnen. Kapitän und Zuspieler Lukas Kampa zeigte sich dennoch mit der Auslosung zufrieden und hofft, den Erfolg von 2017 wiederholen zu können. Dieser wird auch von der Form Georg Grozer Juniors abhängig sein, der trotz seiner inzwischen 34 Jahre, eine der wichtigsten Stützen des deutschen Nationalteams ist.
