Der nahezu durchgehende Ausfall von Rückraumangreifer und Unterschiedsspieler Juro Petrusic, die monatelangen Verletzungen der etatmäßigen Mittelblocker Flo Scheuer und Simon Gürzing, eine über viele Wochen gesperrte Trainingshalle sowie der Ausfall des Teambusses nach einem Schaden durch Unfallflucht mit anschließenden wochenlangen Reparaturarbeiten – all das musste das junge Fighting-Bayrisch-Team neben den üblichen personellen Ausfällen verkraften.
Mit dem überzeugenden 3:0-Auswärtssieg im letzten Saisonspiel gegen den SV Schwaig zeigte die Mannschaft erneut, welche innere Stärke in ihr steckt. Der sechste Tabellenplatz verdient höchsten Respekt.
Auch vor dem Spiel in Schwaig gab es zwei weitere kurzfristige Ausfälle: Kapitän und Zuspieler Tim Aust musste krankheitsbedingt passen, ebenso wie Kilian Nennhuber aus privaten Gründen.
Trainer Heiko Roth stellte daraufhin den leicht angeschlagenen Felix Gärtner auf die Zuspielposition sowie Andi Bachmann und Paul Koch auf die Außenbahn. In der Mitte setzte er neben dem etatmäßigen Mittelblocker Florian Drescher erneut auf Nikitas Konz aus der zweiten Herrenmannschaft. Der wiedergenesene Juro Petrusic rückte erwartungsgemäß auf seine angestammte Diagonalposition. Da auch Theo Gallina verletzt fehlte, kam Libero Matthis Güttel erneut zum Einsatz. Die Saison hatte jedoch gezeigt, dass beide Liberos absolut ebenbürtig sind und sich der Grafinger Trainer stets auf eine starke Leistung verlassen konnte.
Doch zurück zum Spiel: Auswärtsspiele gehörten bislang nicht zur Paradedisziplin der Grafinger, doch insbesondere in den letzten beiden Partien war ein klarer Aufwärtstrend erkennbar – so auch in Schwaig. Das Fighting-Bayrisch-Team war in allen Spielelementen überlegen. Mit großer Spielfreude und breiter Brust ließen die Grafinger dem Gastgeber zu keinem Zeitpunkt die Hoffnung, mehr als einen „Blumentopf“ gewinnen zu können.
Insbesondere Zuspieler Felix Gärtner, der in dieser Saison meist auf der Bank saß, zeigte eine überragende Leistung. Mit Übersicht und Variantenreichtum führte er Regie, was selbst Experten beeindruckte. Gleich bei seinem ersten Einsatz in der Starting Six wurde er vom gegnerischen Trainer Milan Maric als wertvollster Spieler (MVP Gold) der Grafinger ausgezeichnet – keine leichte Entscheidung angesichts der geschlossenen Teamleistung. Denn wie so oft war das Team der eigentliche Star.
Die Grafinger gewannen die Sätze mit 25:19, 25:20 und 25:15.
Fighting Bayrisch – Volleyball Grafing!
