Allerdings warten unter den potenziellen Herausforderern aus Baden-Württemberg, Sachsen und Thüringen gleich mehrere ambitionierte Zweitligisten auf den Pokal-Halbfinalisten von 2015/16, die Michael Warm und seinen Männern mit Sicherheit das Leben so schwer wie möglich machen wollen. Im europäischen CEV Cup dürfte der Cheftrainer hingegen von vornherein keine Schwierigkeiten haben, seinem verjüngten Kader klarzumachen, welches Kaliber dort auf den Sensations-Halbfinalteilnehmer der Vorsaison wartet. Mit Montpellier Volley UC haben die Uniteds einen Kontrahenten aus der starken französischen Ligue A erwischt. Das Hinspiel in der Runde der besten 32 wird Anfang Dezember in Südfrankreich ausgetragen, die Entscheidung fällt dann am 19., 20. oder 21. Dezember im Rhein-Main-Gebiet.

Düren erst im Halbfinale, Belgorod und Rzeszow im Endspiel möglich

In der zurückliegenden Spielzeit zählte Montpellier, 1990/91 Arbeitgeber des deutschen „Mister Volleyball“ Burkhard Sude, zu den dominierenden Teams der französischen Eliteliga. Nach der Hauptrunde belegte man Platz zwei, deutlich vor dem späteren Europacupsieger Tours, an dem die United Volleys in der Runde der besten Vier gescheitert waren. In den Playoffs konnte sich die Mannschaft etwas überraschend nicht gegen Nizza durchsetzen, umso größer sind jetzt die Ambitionen für den europäischen Wettbewerb. So wurde bereits der brasilianischen Routinier Thiago verpflichtet, der schon italienischer Meister mit Modena wurde. Der neue 2,03-m-Zuspieler Kevin Kaba konnte 2016 mit Paris Volley ebenfalls den Titelgewinn feiern. „Das ist wirklich ein Hammerlos, viel schwerer hätten wir es nicht treffen können“, stellt Michael Warm fest.

Auch danach warten ordentliche Brocken auf die Hessen, wenngleich die beiden größten Namen, Rzeszow/Polen und Belgorod/Russland erst im Endspiel möglich wären. Beide gehörten in den zurückliegenden Jahren eher zu den Finalrunden-Teilnehmern in der Champions League. Schaffen es die Uniteds tatsächlich, Montpellier zu bezwingen, wartet im Achtelfinale entweder Loimaa/Finnland, Tel Aviv/Israel oder Soligorsk/Weißrussland. Im Viertelfinale ist das italienische Topteam Verona, im Semifinale Ankara aus der finanzkräftigen türkischen Liga denkbar. Erst dann könnte es auch zum Aufeinandertreffen mit dem deutschen Mitbewerber SWD Powervolleys Düren kommen. „Es ist wichtig, dass diesmal wieder zwei Vertreter aus der Bundesliga dabei sind. Nachdem wir im Vorjahr ordentlich Punkte für Deutschland in der CEV-Wertung sammeln konnten, erhöht das die Chancen weiter“, freut sich Trainer Warm.

volleyballer.de Redaktion Redaktion volleyballer.de