Zudem wirken sich raue wirtschaftliche Stürme durch Abgang von drei Spielerinnen aus der Bundesligamannschaft aus. Dann schlug auch noch der Verletzungteufel bei Mittelblockerin Julia Hero böse zu. In dieser Situation kommt also der aktuelle Tabellenvierte, der schon beim Auswärtsspiel in Wiesbaden den Köpenickerinnen eine Lehrstunde in Sachen schneller und exakter Spielaufbau bot.
Wiesbaden startete in den vergangenen anderthalb Jahren so richtig durch. Nach der Insolvenz der Spielbetriebsgesellschaft vor Beginn der letztjährigen Saison und der Neuinstallation einer neuen Gesellschaft überzeugte das von Trainer Andreas Vollmer neu zusammengestellte Team mit dem überraschenden dritten Platz nach Saisonende. Nur mit leichten Retuschen im Aufgebot ging es in die neue Saison: Ivanovic, Boscoscuro und Viestova haben u.a. den Verein verlassen. Zu den Zugängen gehören unter anderem die Nationalspielerinnen Elena Steinemann (CH), Paulina Vilponen (FIN) – deutlich stärker als in der vergangenen Saison in Schwerin – sowie die erfolgreiche Jennifer Pettke (D) – bei der deutschen Nationalmannschaft im Mittelblock gesetzt. Mit diesem Team könnte der Wiederholung des letztjährigen Saison-Ergebnisses nichts im Wege stehen. Das Team um die Berlinerinnen Regina Burchardt und Tanja Großer hat in den vergangenen Monaten immer wieder starke Leistungen auf das Parkett gelegt, manchmal fehlte aber noch ein wenig Konstanz und Abgeklärtheit.
In den letzten Jahren haben die KSC-Schmetterlinge immer mal wieder ihre Chance gegen die Hessinnen nutzen können. In diesem Jahr kommen die Gäste hoch favorisiert nach Berlin. Und trotzdem gilt es für den KSC darum, alles zu geben, Siegeswillen und Kampfgeist zu präsentieren. Wir sehen uns in der Hämmerlinghölle!