Im ersten Durchgang fanden die Gastgeber zunächst nur schwer ins Spiel. Möglicherweise steckten den Dresdnern die fünf Sätze vom Vorabend noch in den Beinen, vielleicht fehlte nach der bereits am vergangenen Wochenende gesicherten Playoff-Qualifikation auch das letzte Quäntchen Spannung. Die Frankfurter Nachwuchsmannschaft nutzte diese Phase konsequent. Nach einem ausgeglichenen Beginn bis zum 8:8 übernahmen die Gäste die Kontrolle, setzten sich schrittweise ab und verwandelten schließlich einen von mehreren Satzbällen sicher zum 25:19.
Dabei war zu sehen, dass die Juniors im Saisonverlauf deutlich an Spielpraxis und Selbstvertrauen gewonnen haben. Bereits am Vorabend hatten sie beim Spitzenreiter in Gotha stark aufgespielt, konnten dort ebenfalls den ersten Satz gewinnen und in den Folgedurchgängen jeweils 20 oder mehr Punkte erzielen.
Die Dresdner reagierten jedoch umgehend. Im zweiten Satz fanden die Enervigo Volleys deutlich besser zu ihrem Spiel, stabilisierten Annahme und Angriff und glichen mit einem 25:21 aus. Nach der anschließenden zehnminütigen Pause dominierten sie ganz klar den dritten Satz und entschieden ihn deutlich mit 25:14 für sich.
Doch Frankfurt gab sich nicht geschlagen. Mit einer Serie druckvoller und risikoreicher Aufschläge brachten die Gäste die Dresdner Annahme zunehmend in Bedrängnis. Besonders Mykhaylo Kosyak setzte immer wieder Akzente im Spiel und wurde – wie schon am Vortag – zum wertvollsten Spieler (MVP) auf Frankfurter Seite gewählt. Zwar konnten die Sachsen mehrere Satzbälle zunächst abwehren, mussten den Durchgang letztlich aber mit 20:25 abgeben.
Damit stand es – wie schon am Abend zuvor – 2:2 nach Sätzen. Im Tiebreak besannen sich die Enervigo Volleys jedoch auf ihre Stärken. Entschlossen starteten sie in den entscheidenden Durchgang, setzten sich früh ab und entschieden ihn souverän mit 15:6 für sich. Mannschaftliche Geschlossenheit sowie persönliches Engagement (hervorzuheben Lukas Klapper als MVP) sicherten diesen Erfolg.
Damit verbuchen die Dresdner zwei Heimsiege am Wochenende, allerdings mit zwei Punkten weniger als erhofft. Verletzungssorgen im Kader sowie ein möglicher Spannungsabfall nach der vorzeitigen Playoff-Qualifikation könnten Gründe dafür sein.
Trainer Peter Hesse zeigte sich dennoch zufrieden: „Wir haben es geschafft, beide Siege im Volleydome Bürgerwiese zu lassen und damit die Saison mit nur einer Heimniederlage abzuschließen, was ganz großartig ist.“
