Die junge Domstädterin spielt noch nicht einmal zwei Jahre Volleyball und ist in keinem Auswahlkader – vorher war sie im Turnen zu Hause. Beim Nachbarverein DJK Südwest Köln erlernte das Talent die ersten Volleyballgrundtechniken, bevor sie bereits zur letzten Saison zum FCJ Köln, dem Stammverein der SnowTrex-Volleyballerinnen, wechselte und dort in der Jugend sowie in der 4. Damenmannschaft spielte. Doch sie bringt nicht nur den Ehrgeiz, sondern vor allem auch den Spaß mit, gemeinsam mit den SnowTrex-Girls auf dem Feld zu stehen. „Ich bin total überrascht, dass ich beim Zweitligateam dabei sein darf“, ist Emma Bernsmann immer noch ein wenig sprachlos. „Natürlich war es mein Ziel, irgendwann einmal in der 2. Bundesliga zu spielen, aber ich hatte es erst in drei Jahren auf meiner Agenda – dass es jetzt vorher schon klappt ist einfach unglaublich“, freut sich die junge Kölnerin.

„Emma ist ein langfristiges Projekt“, äußerst sich Kölns Trainer Jimmy Czimek zwar zurückhaltend, aber durchaus mit einer gewissen Begeisterung. „Noch ist sie gewiss nicht so weit, um richtig in der 2. Bundesliga mitzuhalten, aber ich möchte Emma frühzeitig unter meine Fittiche nehmen, da sie meiner Meinung nach wichtige Ansätze mitbringt, um es nach oben zu schaffen. Dabei möchten wir sie gerne unterstützen. Jedoch soll Emma keinen Druck spüren, sondern wir schauen einfach, was sich ergibt“, gibt sich der Coach gelassen.

Die richtige Partnerin hat Emma Bernsmann schon einmal an ihrer Seite. Mit Julia van den Berghen hat sie eine perfekte Mitspielerin neben sich, die sich in ihren drei Jahren in Köln zu einer der besten Libera der Liga entwickelt hat und die Rolle als „Küken“ im Team kennt. Wie viele Spielanteile dann für den neuen Jungspund zustande kommen, das kann der Coach noch nicht absehen. „Die Libero-Position bietet natürlich die Chance, eine unbegrenzte Anzahl von Wechseln vorzunehmen, so dass sich insbesondere auf dieser Spielposition die Integration einer jungen Athletin anbietet“, erläutert der DSHS-Trainer. „Aber natürlich ist die Libero-Position auch die Achillesferse eines Teams und der Aufschlag- und Angriffsdruck in der Liga hoch. Umso wichtiger ist es, dass Emma frühzeitig die Geschwindigkeiten der 2. Liga bei uns mitbekommt“.

volleyballer.de Redaktion Redaktion volleyballer.de