Der Serbe war eine der angesehensten Persönlichkeiten in der internationalen Volleyballgemeinschaft und langjährige Triebkraft des Volleyballs in ganz Europa. Über mehrere Jahrzehnte hinweg widmete er sein Berufsleben dem Volleyball als Spieler, Trainer und Sportfunktionär und trug dazu bei, die Führung und Entwicklung des Sports auf europäischer und internationaler Ebene mitzugestalten.
Auch in Deutschland hinterließ Aleksandar Bori?i? seine Spuren. In seiner Zeit als CEV-Präsident wurden die CEV Champions League Volley Super Finals 2019 in der Berliner Max-Schmeling-Halle ausgetragen. Das erfolgreiche Event machte die Hauptstadt zum Mittelpunkt des europäischen Spitzenvolleyballs der Frauen und Männer. Aber auch mit dem deutschen Volleyball war Aleksandar Bori?i? eng verbunden. Im Rahmen des DVV-Pokalfinales 2023 arbeitete er strategisch mit dem Aufsichtsrat zusammen und übergab auch den DVV-Pokal an den SSC Palmberg Schwerin. Er betonte, dass Deutschland für ihn ein strategisch wichtiger Faktor für die Entwicklung des Volleyballsports in Europa sei. Sein Credo, dass ein starkes „Volleyball-Deutschland“ nur im engen Zusammenspiel von Liga, Verband und internationalen Partnern entstehen kann, bleibt auch für die Volleyball Bundesliga ein wichtiger Leitgedanke.
Bori?i? wurde am 26. Mai 1948 in Belgrad, Serbien, geboren und begann seine Volleyballkarriere zunächst als Spieler. Später spielte er für die jugoslawische Nationalmannschaft und bestritt zwischen 1969 und 1978 103 Länderspiele. Während seiner aktiven Karriere war er Teil der jugoslawischen Mannschaft, die 1975 die Bronzemedaille bei der Europameisterschaft gewann.
Nach seiner aktiven Karriere blieb Aleksandar Bori?i? als Trainer und Sportfunktionär eng mit dem Sport verbunden und trug weiterhin zur Entwicklung des Volleyballs in seinem Land und auf internationaler Ebene bei. Er war von Oktober 2015 bis August 2024 Präsident der Confédération Européenne de Volleyball, nachdem er zuvor mehrere Führungspositionen innerhalb der Organisation innehatte, darunter die des Vizepräsidenten. Sein langjähriges Engagement für den Sport wurde mit zahlreichen Auszeichnungen gewürdigt, darunter 2022 mit dem „Großkreuz“ der FIVB.
Mit Aleksandar Bori?i? verliert die internationale Volleyballgemeinschaft eine prägende Persönlichkeit und einen Unterstützer des deutschen Volleyballs, der sein ganzes Leben in den Dienst unseres Sports gestellt hat. Sein unschätzbarer Einsatz für Volleyball in Europa und seine Wertschätzung für die Entwicklung hierzulande bleiben unvergessen – die Volleyball Bundesliga wird Aleksandar Bori?i? ein ehrendes Andenken bewahren. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie und allen Angehörigen.
