Am Sonntagnachmittag, 16 Uhr, kommt es in der Riethsporthalle zum mitteldeutschen Derby zwischen Schwarz-Weiß Erfurt und dem Dresdner SC.

Die Spiele zwischen den beiden mitteldeutschen Landeshauptstädterinnen haben eine lange Tradition und das Interesse der Zuschauer zum letzten Heimspiel in der Hauptrunde für die SWE-Damen ist auch am internationalen Frauentag wieder groß. Passend zum Anlass präsentiert sich der EGA-Park als ein Unternehmen vom Haupt- und Namenssponsor Stadwerke Erfurt im Foyer und hat auch eine kleine Überraschung für alle weiblichen Besucherinnen parat. Ebenso passend zum Sonntagnachmittag wird ein Coffe-Bike bereitstehen, um Spezialitäten zum Kuchen zu kreieren. Liebhaber der bekanntesten Thüringer Spezialität vom Rost müssen aber nicht abstinent leben. Auch hier wird die Tradition beibehalten.

Die Hauptsache, das Spiel in der 1. Bundesliga, steht aber selbstverständlich im Vordergrund. Für die Erfurterinnen Lotte Goertz und Lena Linke ist es ein Besonderes, trugen sie doch im letzten Jahr noch das DSC-Trikot. Die Ex-Dresdnerin Lydia Stemmler kann die Partie bekanntermaßen leider nur vom Spielfeldrand verfolgen. Sie muss sich auf die nächste Saison vertrösten. Sportlich ist der Vierte aus Elbflorenz wie eh und je der klare Favorit. Noch nie haben die Waibl-Schützlinge gegen Erfurt verloren. Dass sich daran am Sonntag was ändert, erscheint wenig wahrscheinlich. Zu groß ist momentan der Unterschied zwischen beiden Teams. Zumal dem verletzungsbedingt schmalen Kader der Thüringerinnen zuletzt etwas die Puste auszugehen schien. Beim 0:3 am Mittwoch in Borken ging nicht viel, Erfurt enttäuschte die Zuschauer an den heimischen Bildschirmen.

Die DSC-Damen, die als einziges deutsches Team noch im Europapokal vertreten sind, kommen gewohntermaßen mit viel spielerischer Qualität nach Erfurt. Die Angreiferinnen Lorber Fijok, Akimoto, Kuipers sowie die Top-Diagonale Levinska stünden jedem Erstligateam gut zu Gesicht. Dazu National-Libera Patricia Nestler in der Defensive. Sowohl defensiv als auch am Netz ist der Dresdner SC sehr gut aufgestellt und somit ein dickes Brett, das Erfurt zu bohren hat. In der Mitte setzt Alexander Waibl unter anderem auf zwei starke Eigengewächse. Florentine Rosemann und Mette Pfeffer sind vor der Saison endgültig aus dem VCO-Projekt aufgerückt und zu festen Säulen geworden.

Bleibt zu hoffen, dass die Gastgeberinnen noch genug Körner haben, um den vielen Zuschauern ein packendes, unterhaltsames Spiel zu liefern, damit sich der Besuch in der Riethsporthalle wieder lohnt. Hallenöffnung ist 14:30 Uhr.

volleyballer.de Redaktion Redaktion volleyballer.de