„Lüneburg hat sich zum Hauptkonkurrenten entwickelt, deshalb ist es das logische Finale. Sie werden eigentlich jedes Jahr besser. In dieser Saison haben sie den Pokal gewonnen, standen schon letztes Jahr im Playoff-Finale und haben zwei-, dreimal europäisch wirklich gute Leistungen gezeigt“, findet Außenangreifer Moritz Reichert lobende Wort über den Finalgegner und rechnet damit, dass die Rivalität noch zunimmt: „Sie stehen verdient dort, wo sie jetzt sind, und so, wie die Entwicklung aussieht, spricht das für viele spannende Duelle in den nächsten zwei Wochen und in den nächsten Jahren.“

Hochinteressant werden die Endspiele, weil sich auf nahezu allen Positionen die ligaweit besten gegenüberstehen. Im Mittelblock begegnen sich mit Florian Krage-Brewitz und Jackson Howe die beiden wohl dominantesten ihrer Zunft in dieser Saison. Gleiches gilt für die Liberos Sho Takahashi und Kyle Dagostino. Den finnischen Vergleich gibt es im Zuspiel zwischen Santeri Välimaa und Fedor Ivanov. Im Außenangriff messen sich die deutschen Nationalspieler Moritz Reichert und Ruben Schott mit dem stark aufspielenden Lüneburger Duo aus Ethan Champlin und Daniel Gruvaeus. Und dann sind da noch Axel Enlund und Jake Hanes. Der erst 18-jährige Schwede zeigte viele beeindruckende Auftritte in dieser Spielzeit. Der US-Amerikaner ist an seinen besten Tagen nicht zu stoppen, dürfte aber aus der Historie der letzten Saison heraus Gegenwind in der LKH Arena spüren. Medial wird auch das Trainerduell zwischen zwei ehemaligen Weltklassespielern aufgeblasen. Auf der einen Seite Stefan Hübner, der die SVG zu dem gemacht hat, was sie heute ist; auf der anderen Markus Steuerwald, der erst vor einer Woche die Hauptverantwortung bei den BR Volleys übernahm.

Sportlich lässt sich feststellen: Lüneburg benötigte zwei Spiele gegen die SWD powervolleys Düren (3:0, 3:1), die BR Volleys gegen den VfB Friedrichshafen hingegen drei (3:1, 2:3, 3:0) für den Finaleinzug. Das brachte der Hübner-Truppe im Vergleich zu den Hauptstädtern ein freies Wochenende vor dem Start der Serie ein. Dafür waren die „LüneHünen“ in dieser Spielzeit länger der Doppelbelastung ausgesetzt, denn sie schlugen international zwei Runden länger im CEV Cup auf. Dort war gegen das italienische Topteam von Gas Sales Bluenergy Piacenza für den DVV-Pokalsieger am Ende ähnlich wenig zu bestellen wie für die Berliner im Viertelfinale. Die deutschen Vertreter verloren alle Matches mit 0:3. Zur Favoritenfrage macht sich Reichert daher keine Gedanken: „Lüneburg hat den Vorteil des ersten Spiels zuhause. Das macht den Start vielleicht ein bisschen leichter für sie. Gleichzeitig haben wir die Chance, den ersten Sieg einzufahren und einen Wirkungstreffer zu setzen.“ Dass es so einseitig zugeht wie im letzten Jahr (3:0, 3:1, 3:0 für Berlin), damit rechnen wohl die allerwenigsten.

Denn der direkte Vergleich in dieser Saison spricht ebenfalls für eine völlig offene Serie. Im Finale des Ligacups boten die beiden Kontrahenten einen ersten Vorgeschmack auf weitere Duelle, wobei sich die Männer von der Spree mit 3:1 behaupten konnten. Lüneburg fügte den BR Volleys dann Mitte November die letzte Heimniederlage auf nationaler Ebene zu, 0:3 hieß es damals in der Max-Schmeling-Halle. Die BR Volleys gewannen wiederum als einzige deutsche Mannschaft in der LKH Arena und sorgten durch das 3:1 im Januar noch einmal für ein spannendes Rennen um den Hauptrundenplatz eins. Diesen verteidigte Lüneburg bis zum Ende überzeugend und hat sich so den Vorteil erarbeitet, dass diese Serie nun in der Hansestadt beginnt. Reichert ist der Meinung, dass „beide Arenen und Atmosphären das Beste sind, was Volleyball-Deutschland derzeit bieten kann. In Lüneburg ist es immer rappelvoll und es herrscht super Stimmung. Unsere Arena ist deutlich größer und was dort jetzt zum Finale los sein wird, hat schon der Sonntag gegen Friedrichshafen gezeigt. Viel besser könnte man es sich nicht vorstellen.“

Streaming
Die Playoffs 2026 werden auf der Plattform Dyn übertragen. Aktueller Special Deal: 1 Monat Dyn für nur 15 ? statt 19,50 ? sichern und kein Match im Saisonfinale verpassen: www.dyn.sport

Das erste Playoff-Finale wird auch kostenlos im Bouncehouse auf www.twitch.tv/spontent übertragen.

Das Playoff-Finale 2026:
Finale 1 | 29. April | 20.00 Uhr | LKH Arena
Finale 2 | 02. Mai | 18.00 Uhr | Max-Schmeling-Halle
Finale 3 | 06. Mai | 19.00 Uhr | LKH Arena
Finale 4 | 09. Mai | 18.00 Uhr | Max-Schmeling-Halle
Finale 5 | 13. Mai | 19.00 Uhr | LKH Arena
www.br-volleys.de/tickets

volleyballer.de Redaktion Redaktion volleyballer.de