Dass die Schützlinge von VfB-Chefcoach Laszlo Hollosy nach dem überraschenden DVV-Pokalgewinn vor gut drei Wochen und der erfolgreichsten Hauptrundenserie seit Bundesligazugehörigkeit hungrig auf weitere Erfolge in dieser Meisterschaftssaison sind, ist nur allzu verständlich. Nach 16 Bundesligasiegen in 20 Pflichtspielen, davon nur einer Niederlage zum Saisonauftakt gegen Dresden (2:3) vor heimischer Kulisse, sind die Thüringerinnen klarer Favorit in der ersten Playoff-Begegnung gegen die Gäste aus der hessischen Landeshauptstadt. Doch darf man die VCW-Damen, die nach ihrem Trainerwechsel wieder besser in Form gekommen sind, nicht unterschätzen, denn beim Hinrunden-Heimspiel (3:1) mussten die Laakkonen & Co. in zwei knappen Sätzen unter anderem den ersten Spielabschnitt mit 23:25 abgeben. Und auch beim 3:0- Rückspielsieg war es im ersten Satz besonders knapp (25:23). Am letzten Spieltag konnte Wiesbaden beim 3:1-Auswärtssieg in Hamburg wieder Selbstvertrauen tanken und auch der Satzgewinn beim letzten Heimspiel gegen den amtierenden Meister Schwerin, dürfte die Hoffnung bei den Gästen steigern, nach dem etwas verkorksten Saisonverlauf für eine Überraschung zu sorgen. Also müssen die VfB-Damen von Anbeginn höchste Konzentration walten lassen, damit sich Wiesbaden nicht in einen „Flow“ spielt. Dementsprechend hofft der Erfolgstrainer Laszlo Hollosy auch wieder auf die Rückendeckung einer ausverkauften „Wolfsgrube“, wie zuletzt beim „Knallersieg“ gegen den bis dato ungeschlagenen Tabellenführer aus Stuttgart. Dieser Sieg war die „Overtüre“ für den darauffolgenden „Coup“ im Zoi-DVV-Pokalfinale und letztlich auch mit den zwei unerwarteten Siegpunkten der Garant für den Sturm auf Platz zwei im Hauptrunden-Endklassement. Diese hervorragende und bisher nie dargebotene Ausgangsposition für das weitere Meisterschafts-Playoff-Rennen, möchten die VfB-Damen in den kommenden Wochen veredeln. Die Auftakthürde im Modus „Best-Of-3“, der VC Wiesbaden, gilt es nun zu überspringen und die „Suhler Wölfinnen“ sind weiter „hungrig“ auf Titel … und nicht nur auf die leckere Südthüringer „Brat“-Wurst!

volleyballer.de Redaktion Redaktion volleyballer.de