Da die Erfurterinnen im Angriff einen selbstbewussten Tag erwischt hatten und jeden Ball mit viel Mut verwandelten, reichte es nicht, in diesen Durchgängen spielentscheidende Impulse zu setzen. Auch jener vierte Durchgang begann wieder ernüchternd, doch irgendwie gelang es dann über den Kampf endlich zurück ins Spiel zu finden. Die 1.013 Zuschauer taten mit einer gewohnt fairen und lautstarken Atmosphäre ihres dazu, dass es ein echter „Hitchcock-Krimi“ wurde – der Satz ging in die „Crunchtime“ und die Führungen wechselten ständig. Bei einem der Aachener Satzbälle war der Durchgang eigentlich schon entschieden, denn eine Annahme Erfurts kam hoch auf die Netzkante, eine Aachenerin sprang hoch und es hätte nur noch verwandelt werden müssen, doch der Ball ging wenige Zentimeter ins Seitenaus. Direkt danach ein Aufschlag-Ass der Thüringer Gäste auf die Grundlinie und der Druck war wieder auf der Ladies-Seite. Kurz danach war der Erfurter Matchball auf dem Boden der Aachenerinnen.
Letztendlich kann man von einem verdienten Sieg der Gäste sprechen, denn der Aufsteiger spielte einen unbeeindruckten und erfrischenden Angriffsvolleyball. Aachens Trainerin Saskia van Hintum suchte nach der spannenden weder in der vielleicht vorhandenen Nervosität ihrer jungen Spielerinnen noch in der Tatsache, dass McKenzie Adams leider noch nicht spielberechtigt war, eine Ausrede für diese Niederlage. Vielmehr lagen ihrer Meinung nach die Gründe in der Tatsache, dass die Elemente Aufschlag und Annahme deutlich besser von Erfurt beherrscht wurden. Am kommenden Mittwoch – diesmal im „Doppel“-Pokal-Achtelfinale – wird man sehen, ob man in so kurzer Zeit einiges besser machen kann. Spielbeginn der Pokalmatches: 17.00 Uhr Männer-Pokal: PTSV Aachen – Herrsching (3. Liga – 1. Liga), 20.00 Uhr Frauen-Pokal: Ladies in Black Aachen – Schwarz-Weiss Erfurt
(von Ladies in Black Aachen // André Schnitker)
