„Jan Zimmermann hat eine hervorragende Leistung gezeigt und die Bälle perfekt verteilt“, lobte Cheftrainer Michael Warm seinen Zuspieler. Dass dieser erstmals in der laufenden Saison auch die Auszeichnung als „Sports&Travel MVP“ mit nach Hause nehmen durfte, war da nur die zusätzliche Bestätigung seines starken Auftritts. Immerhin hatte der Nationalspieler zudem noch stolze drei Asse und einen direkten Punkt erzielt. Wie variabel er aber vor allem seine Angreifer einzusetzen wusste, war daran abzulesen, dass mit Christian Dünnes, Moritz Reichert und Jan Klobucar alle drei Vertreter der Abteilung Attacke in der Statistik nahezu gleichauf lagen. Topscorer mit 16 Zählern war diesmal der Slowene Klobucar.

„Big Points“ und Vielzahl spektakulärer Aktionen

„Besonders gegen den in der Regel sehr aufmerksamen Lüneburger Mittelblock war das eine ordentliche Herausforderung, die Jan Zimmermann bravourös gemeistert hat“, betonte Warm. Ebenso spielentscheidend sei aber auch die eigene Block-Feldabwehr seines Teams gewesen. Gerade einmal auf 35 Prozent Erfolgsquote im Angriff brachten es infolgedessen die Gäste aus Norddeutschland, die es, wie die United Volleys, in der zurückliegenden Spielzeit bis ins Playoff- Halbfinale schafften. Dennoch verliefen die ersten beiden Sätze zu Beginn noch vergleichsweise auf Augenhöhe. In Durchgang eins führten da die Uniteds mit wenigen Punkten, in Satz zwei lag zumeist Lüneburg leicht in Front.

In der entscheidenden Phase zeigten dann jedoch die Hausherren das, was ihnen auswärts eine Woche zuvor noch das Meisterteam der Berlin Recycling Volleys voraus gehabt hatte: die nötige Ruhe und Abgeklärtheit, um die „Big Points“ zu machen. Nicht selten war es dabei Kapitän Dünnes, der seine Leader-Qualitäten demonstrierte und entscheidende Akzente setzte. Trotz der relativ klaren Satzresultate bekamen die gut 1.100 Zuschauer in der Fraport Arena zahlreiche spannende Ballwechsel zu sehen. „Bei manchen waren es so viele Aktionen, dass die Codes kaum noch auf den Bildschirm gepasst haben“, stellte Statistikerin Annette Wilderotter fest.

Stadtrat würdigt Erfolgstory der Uniteds in Rhein-Main

Zur klaren Angelegenheit wurde hingegen der dritte Durchgang nach dem Tanzauftritt der „Streetstylerz“ der TG 1862 Rüsselsheim in der Zehn-Minuten-Pause. Präzisionsaufschläger Zimmermann brachte sein Team bereits zur ersten Technischen Auszeit mit 8:1 in Front. Diesen Vorsprung bauten seine Teamkollegen anschließend Zug um Zug aus, bevor ein Aus-Ball der nunmehr sichtlich konsternierten „Lünehünen“ den Schlusspunkt unter eine ebenso unterhaltsame wie erfolgreiche Weihnachtsgeschichte der sportlichen Art setzte, welche die United Volleys weiterhin auf dem zweiten Tabellenplatz residieren lässt.

Für Trainer Michael Warm hatte der Abend bereits mit einem Highlight begonnen. Aus den Händen des Frankfurter Sportdezernenten Markus Frank konnte er die Auszeichnung als „Trainer des Jahres“ in Form eines überdimensionalen Äppelwoi-Bembels entgegennehmen. „Dass sich hier ein Volleyballer gegen die starke Konkurrenz aus anderen Disziplinen durchgesetzt hat, zeigt, welchen Stellenwert die United Volleys ihrer Sportart hier in nur einer Saison verschafft haben“, hob der Stadtrat hervor. Warm erklärte, er nehme die Ehrung stellvertretend für sein ganzes Team entgegen, in dem jeder einzelne seinen Teil zu der bisherigen Erfolgsstory beigetragen habe. Diese soll vor den Feiertagen noch eine weitere Fortsetzung finden, wenn es am nächsten Samstag in der Rüsselsheimer Großsporthalle gegen den TV Rottenburg geht. Tickets gibt es auf www.unitedvolleys.de.

volleyballer.de Redaktion Redaktion volleyballer.de