In der Rolle als Underdog fühlt man sich bei den Brandenburgern aber anscheinend ganz wohl. „Für unser Team und unsere Entwicklung ist es das Beste, sich mit solchen Spitzenteams zu messen. Da kommen wir in jedem Ballwechsel an unsere Grenzen und müssen das ganze Spiel über alles geben“, erzählt Robin Hafemann. Der 21-jährige vertrat in den vergangenen Spielen den Sommer-Neuzugang Filip Gavenda auf der Diagonalposition und machte das teilweise richtig gut. Der Slowake Gavenda hatte unterdessen beim Auswärtsspiel in Friedrichshafen bereits wieder einige Kurzeinsätze und wird nach seinem Fingerbruch Stück für Stück wieder an das Bundesliga-Niveau herangeführt.

„Filip hat jetzt einige Einheiten mit einer Spezialschiene absolviert, die den gebrochenen Finger stabilisiert. Er hatte beim Schmettern überhaupt keine Probleme, so dass ich auch nicht wirklich Bedenken gegenüber einem Einsatz für die Begegnung in Friedrichshafen hatte. Filip ist durch und durch Profi, der ganz genau weiß, was er seinem Körper antut. Ich musste ihn ja schon unmittelbar nach seiner Verletzung bremsen, weil er sofort wieder spielen wollte“, sagte Mannschaftsarzt Kai Dragowsky. Wann Gavenda wieder voll einsatzfähig ist und ohne Probleme spielen kann, müssen die Netzhoppers aber noch abwarten. So lange wird wohl Hafemann, eigentlich gelernter Außenangreifer, auf der Position weiter agieren.

Das macht Netzhoppers-Coach Mirko Culic aber wenig Sorgen. „Robin kann auch diese Position spielen und macht unser System dadurch flexibler“, erzählt Culic, der sein Team gezielt auf das nächste Heimspiel vorbereitet. „Wenn wir es schaffen, konstant gut zu spielen und unser Niveau zu halten, dann werden die Zuschauer ein gutes Spiel sehen. Wir werden mutig auftreten und unsere Chancen gegen einen so guten Gegner suchen.“ Vor allem gilt es, Christian Dünnes beim Gegner zu stoppen. Der ehemalige Nationalspieler erzielte bisher im Schnitt allein 5,5 Punkte pro Satz – das ist der aktuelle Bundesliga Top-Wert. Die Netzhoppers wollen ihre Chancen suchen, in dem sie selbst den Gegner unter Druck setzen.

„Wenn uns das gelingt, können wir gegen jedes Tam in der Liga bestehen – er Recht bei einem Heimspiel“, erklärt Hafemann. Nachdem sein Team nun nacheinander die Top-Mannschaften der Liga bespielte (Düren, Friedrichshafen, Frankfurt), geht es in der Woche darauf schon weiter mit dem nächsten Spitzenspiel. Dann wartet mit dem Pokal-Halbfinale am 24.11. das größte Spiel der Vereinsgeschichte, bei dem die Netzhoppers in der Bestenseer Landkost-Arena erneut auf den Supercup-Sieger VFB Friedrichshafen treffen. Der Verein bietet dafür sogar ein Kombiticket für beide Spitzenspiele zum fairen Preis an: So werden für die Karten im Vorverkauf für beide Spiele nur 12 Euro statt sonst 16 Euro fällig. Informationen zu dem Ticketangebot gibt es auf netzhoppers.org/tickets.

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