Auch wenn es gegen Belchatow letztlich eine klare Niederlage setzte, schnupperten Robert Kromm und Co mehrfach am Satzgewinn. In den Durchgängen eins und drei gestalteten die Hauptstädter das Spiel absolut ausgeglichen, konnten aber in den entscheidenden Momenten ihre Chancen nicht nutzen. Zu stark war die Block-Feld-Abwehr der Polen. Einzig Steven Marshall fand regelmäßig die Lücken auf der gegnerischen Spielfeldseite und war mit 13 Zählern schließlich Topscorer der Männer in orange.
14 Tage vor der offiziellen Saisoneröffnung mit dem Volleyball Supercup präsentierten sich die Berliner am Folgetag im Duell mit Zaksa Kedzierzyn-Kozle verbessert. In einem umkämpften Match gegen den polnischen Meister stach vor allem Neuzugang Wouter ter Maat mit 25 Punkten heraus. Zweimal konnten die BR Volleys einen Satzrückstand aufholen und bewiesen anschließend Nervenstärke im Tiebreak.
Cheftrainer Roberto Serniotti zog ein positives Fazit aus den intensiven Testspielen: „Das waren zwei echte Härtetests. Wir haben uns gegen diese europäischen Topteams und Champions-League-Teilnehmer gut verkauft. Die Vergleiche haben gezeigt, dass wir einen Kader haben, in dem jeder Spieler wertvoll sein kann. Aber wir konnten auch einiges erkennen, woran wir noch feilen müssen.“ Zwei Wochen bleiben Serniotti und seiner Mannschaft noch für die Feinjustierung, dann möchte Berlin Volleyballteam Nr. 1 beim Supercup in der Mercedes-Benz Arena den ersten Titel der Saison und damit die vierte Trophäe im Jahr 2016 gewinnen.