Wer im Sand erfolgreich verteidigen will, braucht nicht nur starke Beine und gute Technik, sondern vor allem einen wachen Kopf. Genau darauf zielt eine neue wissenschaftliche Studie ab, über die das Portal www.volleyballfreak.de berichtet: Ein internationales Forschungsteam hat untersucht, wie sich Schlafmangel und mentale Erschöpfung auf die Reaktionsgeschwindigkeit von Beachvolleyballer:innen auswirken.

Test unter echten Bedingungen statt im Labor

Laut www.volleyballfreak.de stammt die Untersuchung von einem Forschungsteam um Bruno Teixeira Barbosa, Dalton de Lima-Junior, Alexandre Moreira, Fábio Yuzo Nakamura, Gilmário Ricarte Batista, Heloiana Faro und Leonardo de Sousa Fortes, unter anderem von der Federal University of Pernambuco und der Federal University of Paraíba in Brasilien. Anders als viele frühere Arbeiten, die kognitive Tests lediglich am Bildschirm im Labor durchführten, verlegten die Wissenschaftler:innen ihr Experiment direkt auf einen echten Sand-Volleyballplatz.

Dort kamen moderne LED-Lichtsysteme des Typs ReactionX zum Einsatz, mit denen sich typische Abwehr- und Blocksituationen aus dem Beachvolleyball realitätsnah simulieren lassen. Insgesamt 14 geschulte Nachwuchsathletinnen und -athleten nahmen an dem Versuch teil und durchliefen dabei nacheinander vier unterschiedliche, zufällig zugewiesene Testbedingungen.

Vier Bedingungen: Ruhe, Denksport, Schlafentzug und Kombination

In der Kontrollbedingung ruhten sich die Athletinnen und Athleten 45 Minuten lang aus und schauten dabei eine neutrale Dokumentation. In der zweiten Bedingung sollte mentale Ermüdung gezielt provoziert werden: Die Teilnehmenden absolvierten einen individuell angepassten, kognitiv anspruchsvollen Computertest, den sogenannten Stroop-Task.

In der dritten Testbedingung wurde der gewohnte Nachtschlaf der Sportlerinnen und Sportler um genau die Hälfte reduziert, um die Auswirkungen von Schlafrestriktion zu erfassen. Wie aus dem Bericht von www.volleyballfreak.de hervorgeht, war zudem eine vierte, kombinierte Bedingung vorgesehen, in der mentale Ermüdung und verkürzter Schlaf gemeinsam auftraten.

Warum Wahrnehmung im Sand über Sieg und Niederlage entscheidet

Die Autor:innen der Studie betonen einleitend, wie zentral kognitive Fähigkeiten für den Sport sind: “Perceptual-cognitive skills are crucial in numerous sports and involve the capacity to perceive, interpret, and react to stimuli as quickly as possible” (Barbosa et al., 2025). Übersetzt bedeutet dies, dass die Fähigkeit, Reize schnell wahrzunehmen, richtig einzuordnen und darauf zu reagieren, in vielen Sportarten über Erfolg und Misserfolg entscheidet.

Im Beachvolleyball, wo Angriffe und Abwehraktionen oft binnen Sekundenbruchteilen entschieden werden, gewinnt dieser Aspekt besondere Bedeutung. Die aufwendige Versuchsanordnung auf echtem Sand statt im sterilen Labor soll laut www.volleyballfreak.de dazu beitragen, praxisnähere und damit aussagekräftigere Erkenntnisse für Training und Wettkampfvorbereitung zu liefern.

Für Freizeit- wie Leistungssportler:innen liefert die Untersuchung damit einen weiteren Hinweis darauf, wie wichtig ausreichender Schlaf und ein bewusster Umgang mit mentaler Belastung vor dem Wettkampf sein können – Faktoren, die neben Athletik und Technik oft unterschätzt werden.

volleyballer.de Redaktion Redaktion volleyballer.de