Eigentlich hätte der tschechische Club aus P?íbram die erste Europa-Station des jungen Kanadiers Jonas Van Huizen werden sollen. Dann verließ sein Landsmann Jackson Young den VfB – und für Van Huizen ging plötzlich alles ganz schnell. Über Tschechien ging es an den Bodensee, wo sich der 23-Jährige binnen weniger Wochen in die Starting Six spielte. „Die vergangene Saison war mein erstes Jahr, in dem ich auf diesem Niveau umfangreiche Erfahrung sammeln konnte“, fasst er seine erste Spielzeit zusammen. „Das war sicherlich sehr gut für mein Selbstvertrauen.“

Doch neben vielen starken Auftritten gab es auch immer wieder Rückschläge. Fast die gesamte Saison über musste Van Huizen mit Schmerzen spielen. „Ich hatte eigentlich immer Probleme mit der Schulter“, erzählt er heute. Direkt nach Saisonende begab sich der Außenangreifer deshalb in die Hände von Teamarzt Patrick Frei, der die Beschwerden operativ beseitigte.

„Richtig einfach war die Entscheidung nicht“, gibt Van Huizen zu. „Das bedeutet, dass ich eine längere Regenerationszeit habe und im Sommer nicht für die Nationalmannschaft spielen kann. Mein Land zu vertreten, ist mir sehr wichtig. Aber noch wichtiger war für mich der Wunsch, der bestmögliche Spieler für jedes Team zu werden, für das ich im Laufe meiner Karriere spielen werde.“

Dieses Team bleibt in der kommenden Saison der VfB Friedrichshafen. Für Sportdirektor Radomir Vemi? war früh klar, dass der Club weiter mit Van Huizen arbeiten möchte. „Er ist sehr talentiert, spielt klug und springt unfassbar hoch“, schwärmt Vemi? vom Außenangreifer. „Er hat sich in diesem einen Jahr wahnsinnig entwickelt und wird in der kommenden Saison sicher noch einmal einen großen Schritt machen.“

Mit der Vertragsverlängerung wachsen auch Van Huizens Ziele. „Ich möchte um die deutsche Meisterschaft kämpfen und die Berliner Vormachtstellung ins Wanken bringen“, sagt der Kanadier selbstbewusst. Gleichzeitig möchte er auch innerhalb der Mannschaft mehr Verantwortung übernehmen: „Ich war sehr zufrieden mit der Rolle, die ich dieses Jahr hatte. Darauf kann ich aufbauen, um in eine Führungsrolle innerhalb des Teams hineinzuwachsen.“

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