Gotha gewinnt beide Nord-Süd-Duelle im Tie-Break
Im ultimativen Showdown zwischen den beiden besten Teams aus der Nord- und der Südstaffel konnte sich Gotha im Hinspiel knapp mit 3:2 durchsetzen und reiste mit leichtem Vorteil zum FC Schüttorf 09, der aber die eigenen Fans im Rücken wusste. 1.211 Zuschauer:innen in der Schüttorfer Vechtehalle hätten sich kein spannenderes Finale im Duell um den ersten Gesamtmeistertitel in der 2. Bundesliga Männer wünschen können. Bereits bei der Begrüßung der Teams sorgten beide Fanlager für eine lautstarke Kulisse.
Schüttorf drehte eine frühe Gothaer Führung im ersten Satz und konnte den Durchgang in der Verlängerung für sich gewinnen. Selbstbewusst erspielte sich das Heimteam dann einen komfortablen Vorsprung in Satz zwei und brachte diesen ebenso souverän über die Ziellinie. Gotha konnte die frühe Entscheidung im dritten Durchgang verhindern, gewann in einer umkämpften Crunchtime und dominierte dann auch im vierten Satz. Im Tie-Break schenkten sich beide Teams nichts, aber wie auch im Hinspiel ging der Entscheidungssatz mit 13:15 an die Thüringer. MVP des Matches wurde der Gothaer Libero Len Spankowski.
Stimmen zum emotionalen Höhepunkt der Premieren-Playoffs
Nach dem Sieg über die TSV Giesen GRIZZLYS II im Viertelfinale und die Enervigo Volleys Dresden im Halbfinale gewannen die Blue Volleys Gotha nun das erste Endspiel um die Gesamtmeisterschaft in der 2. Bundesliga Männer. „Es waren zwei Partien auf Augenhöhe, es war ein klassischer Final-Fight. Es war sehr emotional das Spiel, von beiden Seiten – es hätte in beide Richtungen ausgehen können“, fasste Gothas Trainer Robert Werner die ausgeglichene Finalserie zusammen.
Für Schüttorfs Co-Trainer Torsten Schoen war der Meister in Aufschlag und Angriff um Nuancen besser: „Es waren die Kleinigkeiten. Im Block fehlte immer der halbe Schritt, sie haben uns einiges zwischen die Positionen gehauen. Sie haben im Endeffekt hintenraus mit Aufschlägen gewonnen, weil sie mit deutlich mehr Fokus und effektiver aufgeschlagen haben. Am Ende tut es weh, aber wir können trotzdem total stolz auf die Saison sein.“ Trotz der Niederlage blickt Schoen mit Begeisterung auf die Playoff-Premiere zurück:
„Das Format mit Nord gegen Süd über Viertelfinale, Halbfinale, Finale zu spielen finde ich sensationell – das macht Spaß, das ist gut.“
Ehrung der Zweitplatzierten und Krönung des Gesamtmeisters
Im Anschluss an das Spiel überreichten Jakob Lammering, Geschäftsführer und Inhaber der Arnold Lammering GmbH, gemeinsam mit VBL-Geschäftsführer Daniel Sattler die Silbermedaillen an den Vizemeister Schüttorf. Die Goldmedaillen an die Blue Volleys Gotha überreichten Daniel Sattler und Hans Heinrich Kerkhoff, der 1. Vorsitzende des FC Schüttorf 09. Zum krönenden Abschluss übergab Daniel Sattler den Meisterpokal an Gothas Kapitän Christoph Aßmann, der ihn unter lautem Jubel seines Teams und der vielen mitgereisten Fans in die Höhe reckte.^
