Über 1.500 Zuschauer:innen sorgten vor der Meisterfeier für eine beeindruckende Kulisse und bekamen noch einmal die Dominanz der Raben zu sehen. Die Mannschaft von Trainer Guillermo Gallardo besiegte die BayerVolleys Leverkusen klar mit 3:0 (25:23, 25:12, 25:19). Mit diesem Erfolg stellten die Roten Raben zugleich einen weiteren Rekord auf, denn sie blieben die gesamte Saison über in eigener Halle ungeschlagen. Den Meisterschaftspokal übergab VBL-Geschäftsführerin Kim Oszwald-Renkema in der Ballsporthalle Vilsbiburg.

Gallardo: „Ich bin sehr stolz auf diese Mannschaft“

„Die Emotionen sind sehr groß. Wir sind schon ein paar Wochen Meister und trotzdem zeigen wir heute eine gute Leistung, voll konzentriert. Ich bin sehr zufrieden und stolz auf diese Mannschaft“, sagte ein sichtlich bewegter Trainer Guillermo Gallardo nach dem letzten Heimauftritt in dieser Spielzeit. Die Meisterschaft hatte sich das bayerische Team mit einem überzeugenden 3:0-Heimerfolg gegen die ESA Grimma Volleys bereits Ende März gesichert.

Gallardo gibt zu: „Ich habe nicht mit dieser Dominanz gerechnet. Ich wusste, dass wir in die Top 3 gehören, dass es so klar wird, habe ich nicht gedacht. Ich hatte aber schon im Dezember ein gutes Gefühl, weil da so viel schon gepasst hat.“ Auch eine Vereinsikone war bewegt an diesem Abend: „Ich hatte schon ein bisschen Pipi in den Augen und da kommen ein paar Erinnerungen hoch“, sagte Katja Galler. Die ehemalige Spielerin der Roten Raben hatte den Verein 2008 als Kapitänin zur ersten deutschen Meisterschaft geführt und ließ sich auch diese Meisterfeier nicht entgehen.

Fernau mehr als eine Zuspielerin

Kapitänin und Führungsspielerin in dieser Spielzeit war allen voran Pia Fernau, die von VBL-Aufsichtsrat Heino Konjer die Auszeichnung als wertvollste Spielerin der Saison erhielt. Insgesamt zwölf MVP-Medaillen sammelte Fernau ein, davon glänzten elf golden. Die gebürtige Brandenburgerin kam über die Stationen SSC Palmberg Schwerin und USC Münster zu den Raben und bewies trotz ihres jungen Alters ihre Klasse. Die Zuspielerin ist bekannt für ihre positive Ausstrahlung auf dem Feld und ihre Fähigkeit, ein Team mitzureißen. Dies bewies sie auch in Vilsbiburg.

Auf dem zweiten Platz im Ranking landete Georgia McGovern, Zuspielerin beim VfL Oythe. Sie erhielt neun goldene und zwei silberne Auszeichnungen. Um den letzten Platz auf dem Treppchen duellieren sich Leonie Amann (TV Waldgirmes) und Annelies Tyws (Oythe) und Joana Huber (TV Planegg-Kraillling) am letzten Spieltag. Dann schlagen auch die Roten Raben ein letztes Mal in der zweithöchsten Spielklasse auf, Gegner ist der aktuelle Tabellendritte Oythe.

volleyballer.de Redaktion Redaktion volleyballer.de