Einschätzung & Formkurve
DSHS SnowTrex Köln musste sich am Samstagabend in der Halle 22 der Deutschen Sporthochschule dem TV Waldgirmes mit 0:3 geschlagen geben – ein Ergebnis, das in seiner Deutlichkeit den Satzverlauf nur bedingt widerspiegelt. Alle drei Durchgänge wurden hart umkämpft, zwei davon in der Verlängerung entschieden.

Der erste Satz steht sinnbildlich für den Abend: Köln lag mit 12:20 hinten, kämpfte sich vor allem durch Aufschlagserien von Chiara Claassen udn Melanie Gosmann noch einmal spektakulär auf 24:22 heran und vergab dabei vier Satzbälle. In der Crunchtime behielt Waldgirmes die Nerven und gewann mit 29:27.

Auch im zweiten Satz zeichnete sich das Muster ab: Nach einem 3:8-Rückstand arbeitete sich Köln heran, beim 18:18 war die Partie ausgeglichen – doch Waldgirmes setzte sich erneut ab und gewann 25:21.

Der dritte Satz schien zunächst die Wende zu bringen: Köln führte mit 12:6, baute den Vorsprung auf 15:9 aus – doch Waldgirmes kämpfte sich zurück, überholte beim 15:17 und brachte das Spiel beim Stand von 22:24 zum Matchball. Köln konterte auf 25:24 und erkämpfte sich einen eigenen Satzball – aber Waldgirmes verwandelte den dritten Matchball zum 27:25 und besiegelte damit das 0:3.

Erschwerend hinzu kamen auf Kölner Seite die personellen Einschränkungen: Die halbe Mannschaft war in der Woche zuvor krank oder verletzt, Claassen, Stenchly, Gosmann und Niemeyer bissen sich mit viel Leidenswillen durch das Spiel.

Doch auch der Gast hatte mit massiven Engpässen zu kämpfen: TV Waldgirmes spielte das Spiel mit sechs Spielerinnen und einer Libera durch, hatte nur eine einzige Wechselmöglichkeit und eine zweite Libera.

Mit der erst 16-jährigen Melinda Reinke – sonst in der Regionalliga Südwest für die Zweitvertretung im Einsatz – spielte zudem ein echtes Talent auf einer für sie ungewohnten Bühne. Dass Waldgirmes unter diesen Bedingungen nicht nur bestand, sondern gewann, unterstreicht den verdienten Charakter dieses Sieges.

volleyballer.de Redaktion Redaktion volleyballer.de