Einschätzung
Das Rückspiel gegen den TV Planegg-Krailling stand von Beginn an unter keinen guten Vorzeichen. Die Osterpause hatte die Trainingsarbeit von Cheftrainer Jimmy Czimek erheblich eingeschränkt – lediglich zweimal trainierte das Team in zwei Wochen, einmal mit nur fünf, einmal mit acht Spielerinnen. Dazu fehlten Sina Bruder und Emelie Siegner verletzungsbedingt. Der Gegner hingegen ist in dieser Saison eine der konstantesten Mannschaften der Liga: 19 Siege aus 25 Spielen vor diesem Spieltag sprechen für sich.

Spielverlauf
In den ersten beiden Sätzen diktierten die Bayerinnen klar das Geschehen. Planegg-Krailling zeigte sich von seiner stärksten Seite in Block und Feldabwehr – die Kölner Angriffe fanden kaum eine Lücke. Kein Zufall, dass die Gäste dabei auch im Aufschlag deutlich effizienter agierten: 36 Breakpunkte aus 98 Aufschlägen standen am Ende für Planegg zu Buche, Köln kam nur auf 20 Breakpunkte aus 78 Aufschlägen. Die starke Aufschlagleistung und die kompakte Block-Feld-Abwehr griffen dabei Hand in Hand – wer den Gegner unter Druck setzt und dann die fehlerhafte Annahme sauber verteidigt, erzeugt genau diese Breakpunkt-Qualität. Satz eins ging deutlich mit 14:25 an den Gast, Satz zwei ähnlich klar mit 20:25.

Herausragend auf Seiten der Gäste war Diagonalangreiferin Joana Huber, die mit einer Angriffsquote von 55 % die auffälligste Spielerin auf dem Feld war und den Kölner Block immer wieder überwand. Natürlich wurde sie von der TVP-MVP und -Zuspielerin Elisabeth Kettenbach immer wieder gut eingesetzt.

Im dritten Satz zog Czimek die Reißleine und startete mit einer neuen Formation. Die Umstellung fruchtete: Die Kölnerinnen kämpften sich in die entscheidende Phase, drehten den Satz in der Crunch Time und holten sich den Anschluss zum 1:2 mit 26:24. MVP Hannah Bolsius war mit 10 Angriffspunkten und einer Quote von 42 % die stärkste Kölnerin auf dem Feld und hielt die Hoffnung am Leben.

Doch der vierte Satz gehörte wieder Planegg. Die Münchner Vorstädterinnen ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und zogen früh auf 16:7 davon – ein Rückstand, den Köln nicht mehr aufholen konnte. Das 17:25 besiegelte die 1:3-Niederlage nach 103 Minuten. Für Planegg war es der zweite Sieg im direkten Duell in dieser Saison – im Hinspiel im Dezember hatte es ebenfalls ein 0:3 für Köln gesetzt.

Tabelle
Köln bleibt nach der Niederlage auf Tabellenplatz 6. Der Blick nach vorne zeigt: VCO Dresden auf Platz 5 ist nicht mehr einholbar. Nach hinten hingegen bleibt es eng – die BayerVolleys Leverkusen lauern mit einem Punkt Rückstand auf Platz 7, TV Waldgirmes folgt mit sechs Punkten auf Platz 8. Da Köln im nächsten Spiel direkt auf Waldgirmes trifft, kann dort im direkten Vergleich Klarheit im Dreikampf um Platz 6 geschaffen werden.

volleyballer.de Redaktion Redaktion volleyballer.de