Das enorme Selbstvertrauen zieht das Team aus der Viertelfinal-Serie gegen die Helios Grizzlys Giesen, die Düren trotz widriger Umstände gewinnen konnte. Ob die Umstände zum ersten Spiel des Halbfinales besser werden, ist derzeit fraglich. „Wir werden wohl erst am Spieltag wissen, wer zur Verfügung steht.“ Das bezieht der Trainer auf die Außenangreifer Robin Baghdady und Zac Hutechson. Beide standen im Rückspiel gegen die Grizzlys nicht zur Verfügung. Zac Hutechson aufgrund einer Fußverletzung, Robin Baghdady, weil die Muskulatur im Rücken nicht mitspielte. Das ist ein Problem, weil beide Spieler Außenangreifer sind und somit im Moment lediglich Ryan Poole als etatmäßiger Spieler für diese wichtige Position zur Verfügung steht. Aufgrund dieser Fragezeichen arbeiten die SWD powervolleys wieder daran, die zweite Stelle im Außenangriff mit Spielern zu besetzen, die auf dem Feld eigentlich woanders zu Hause sind.

An der Dürener Einstellung ändert das nichts. Das Team ist motiviert, allen Widrigkeiten und einem enorm starken Gegner zu trotzen. „Lüneburg ist enorm kompakt. Sie machen kaum Fehler und haben auf jeder Position Spitzenspieler“, zollt Christophe Achten dem Gegner Respekt. Sichere Annahme, starkes Zuspiel, effektive Angreifer und eine präzise Block- und Feldabwehr zeichnen das Team des ehemaligen Düreners Stefan Hübner aus. Die SVG tanzt übrigens noch auf einer weiteren Hochzeit: Sie steht im Europapokal-Finale gegen Piacenza (Italien). Das Hinspiel in Lüneburg findet am kommenden Mittwoch statt, das Rückspiel eine Woche später in Piacenza. Wegen der Finalteilnahme der Lüneburger wurde das Halbfinale vom Best-of-Five-Modus auf Best-of-Three umgestellt. Zwei Siege reichen zum Finaleinzug, nicht wie ursprünglich geplant drei. Das liegt daran, dass der großartige Europapokal-Erfolg der SVG die zwei Bundesliga-Halbfinal-Termine unter der Woche blockiert.

„Wir sind gegen diese starke SVG sicherlich der Außenseiter. Aber scheint uns zu liegen“, erklärt Christophe Achten, noch einmal mit Blick auf das Viertelfinale, in dem Düren seinen Favoritenstatus aufgrund der Verletzungen verloren hatte. Düren will also so schnell wie möglich gesund werden, um Lüneburg so viel wie möglich zuzusetzen. Dass das geht hat die Mannschaft selbst bewiesen mit einem 3:0 im Hinspiel in der Bundesliga und einer knappen 2:3-Niederlage im Rückspiel in Lüneburg.

volleyballer.de Redaktion Redaktion volleyballer.de