Die jungen Schwerinerinnen leisteten auch diesmal viel Gegenwehr. „Es war der erwartet schwere Gegner. Sie haben sich gut auf uns eingestellt und waren oft zu richtigen Zeit an der richtigen Stelle“, sagte Büring. Umso größer war seine Freude, dass seine Spielerinnen am Ende mit 27:25, 25:15, 23:25 und 25:21 durchgesetzt hatten. „Wir hatten es in der Saison noch nicht so häufig, dass wir Widerstände überwinden mussten. Das wird in der nächsten Saison ganz anders sein“, sagte der SCU-Coach mit Blick auf den bevorstehenden Aufstieg in die 2. Liga Pro.
Durch die gute Leistung der Schwerinerinnen bekamen die Zuschauer ein Spiel auf Augehöhe zu sehen, bei dem in drei der vier Sätze nur Kleinigkeiten den Ausschlag gaben. Lediglich im zweiten Spielabschnitt dominierten die Gastgeberinnen deutlich das Geschehen. Die Tatsache, dass die Hauptrunde in der 1. Liga bereits abgeschlossen ist, sorgte auch für bekannte Gesichter auf der Tribüne. So verfolgte neben der früheren Trainerin Danuta Brinkmann auch das Geschwister-Duo Zoe (Hamburg) und Chaine Konjer (Borken) das Spiel ihrer früheren Teamkameradinnen in der Vechtetalhalle.
Nach dem Aufstieg hat das SCU-Team jetzt auch den Titel fest im Visier. Zwei Spieltage vor Schluss beträgt der Vorsprung der Niedergrafschafterinnen auf den einzig verbliebenen Konkurrenten USC Münster II in der Tabelle fünf Punkte. Somit können die Emlichheimerinnen die Meisterschaft am kommenden Spieltag (11. April) beim VC Osnabrück vorzeitig perfekt machen. Die Rechenspiele, dass das Team um den erneuten MVP Jana Brüning den Titelgewinn eventuell bereits gegen die SSC-Talente vor heimischer Kulisse hätte feiern können, hatten sich am Vortag zerschlagen. Denn die Münsteranerinnen wurden ihrer Favoritenrolle beim 3:0 bei den TUSA City Girls Düsseldorf souverän gerecht. „Ab jetzt haben wir es aber selbst in der Hand. Wir wollen uns mit einem Sieg in Osnabrück die Meisterschaft holen“, betonte Büring.
