Suhl legt vor im Playoff-Viertelfinale

Mit einem 3:1-Heimsieg des Hauptrundenzweiten VfB Suhl LOTTO Thüringen gegen den Tabellensiebenten VC Wiesbaden, startet der neue DVV-Pokalsieger in die Playoff-Viertelfinalserie. Vor stimmungsvollen 1.289 Zuschauern in der ANTENNE THÜRINGEN Volleyballarena „Wolfsgrube“ gelang den Südthüringerinnen damit ein Auftakt nach Maß, auch wenn man nach 85 Minuten mit 25:9, 25:27, 25:17 und 25:20 einen Satz nach spannendem Spielverlauf abgeben musste und wie beim Hauptrunden-Hinspiel, die Begegnung über vier Sätze andauerte. Letztlich konnte sich der Favorit durchsetzen und das spiegelte sich gleich von Beginn wieder. Denn im ersten Satz wurden die Schützlinge von VCW-Übergangscoach Benedikt Frank, bei denen Stammlibera Rene Sain erstmals wieder mitwirken konnte, förmlich überrollt. Beim25:9-Satzgewinn nach 15 Minuten gelang bei Suhl fast alles und die Gäste fanden überhaupt nicht ins Spiel. Der VCW reagierte und nahm personelle Veränderungen in seinem „Stammsechser“ vor, von da an war es ein ausgeglicheneres Spiel „auf Augenhöhe“. Die Hollosy-Schützlinge führten nach einem Zwischenspurt zur „Crunchtime“ zwar mit 21:18, produzierten danach aber einige Angriffsfehler, die das Team aus der hessischen Landeshauptstadt zur Aufholjagd und drei Satzbällen nutzte. Nach 26 Minuten war der Satzausgleich mit 25:27 Realität und VfB-Chefcoach Hollosy hielt eine motivierende „Standpauke“ vor seinem Team, die letztlich seine Wirkung nicht verfehlte. In der längeren Satzpause bekam VfB-Präsident Alexander Mantlik vom Thüringer Ministerpräsidenten Dr. Mario Voigt (CDU) einen „Grünes-Herz-Ehrenpokal“ für den Verein als Thüringer Botschafter überreicht, als Anerkennung für die sportlichen Erfolge und die positive Wahrnehmung über die Landesgrenzen hinaus. Im dritten Satz begann der VfB wieder furios (7:3), doch die „Ladies in Pink“ kämpften sich wieder heran (13:12) und es bildete sich bis zum 17:15 ein offener Schlagabtausch mit vielen langen Ballwechseln. Jedoch konnten die Laakkonen und Co. in der Schlussphase noch einmal etwas zulegen und gewann den entscheidenden dritten Satz nach 21 Minuten mit 25:17 Punkten relativ klar. Fast ein spiegelbildähnlicher Verlauf im vierten Satz, der bis zum 15:13 für Suhl noch offen war. Doch auch diesmal ein Zwischenspurt der von Zuspielerin Lara Nagels inszenierten VfB-Angriffsmaschinerie, die zur 21:15-Führung des DVV-Pokalsiegers reichte. Zwar konnten die Wiesbadenerinnen beim 17:24 noch drei Suhler Matchbälle abwehren, doch ausgerechnet eine verschlagene Aufgabe besiegelte den 25:20-Satzgewinn für die „Suhler Wölfinnen“ nach 23 Minuten. Als wertvollste Spielerinnen wurden diesmal VfB-Außenangreiferin Sanaa Dotson (Gold-MVP) und VCW-Mittelblockerin Laura Broekstra (Silber-MVP) ausgewählt. Mit diesem 3:1-Auftakterfolg gehen die Hollosy-Schützlinge mit viel Selbstvertrauen im das zweite Playoff-Spiel der „Best-Of-Three“-Serie am kommenden Mittwochabend um 19 Uhr in Wiesbaden. Und der durchaus etwas unnötige Satzverlust dürfte Warnung genug sein, diese Auswärtsaufgabe mit vollster Konzentration anzugehen, denn der VC Wiesbaden befindet sich wieder im Aufwind, nicht zuletzt durch das Saison-Comeback der Ex-Suhlerin Rene Sain, die für ihre Leistung auch vom Suhler Fanblock viel Anerkennung bekam. In diesem Sinne braucht es von den VfB-Damen eine erneut konzentrierte Leistung, um den vorzeitigen Einzug ins Playoff-Halbfinale und die nächste Medaillengarantie zu verwirklichen. Es wäre kurz nach dem 35-jährigen Vereinsjubiläum des VfB 91 Suhl e.V. (20. März) das nächste Highlight in der Suhler Volleyball-Vereinsgeschichte.

volleyballer.de Redaktion Redaktion volleyballer.de