Auch wenn sie an den Spielwochenenden bisher noch nicht im Rampenlicht stand, ist dieses erste Jahr in der Sparda 2. Liga Pro für die Annahme-Außen-Spielerin ein enorm wichtiges Lehrjahr. Woche für Woche misst sie sich im Training mit erfahrenen Spielerinnen und gewöhnt sich an das hohe Tempo der neuen Liga. Wir stellen unser Nachwuchstalent vor und sprechen mit ihr darüber, wie sie ihre ersten Monate in der ersten Mannschaft erlebt hat.
Am vergangenen Wochenende stand die Westdeutsche Meisterschaft U20w in Rheine an. Anna ging für DJK Südwest Köln an den Start. Nach einem guten ersten Tag mit dem Einzug ins Halbfinale (mit einem Sieg über TSV Bayer 04 Leverkusen) folgten am Finaltag leider zwei Niederlage und so verpasste die Mannschaft, in der neben Anna Selle mit Ida Merx auch eine weitere Spielerin von DSHS SnowTrex Köln aktiv ist, die Medaillenränge und mussten sich mit den undankbaren 4. Platz begnügen.
Der Trainer zur Spielerin
Die Durchlässigkeit im Verein ist seit jeher ein Markenzeichen von DSHS SnowTrex Köln. Mit Anna Selle und Maike Zöllig wagten vor der laufenden Spielzeit gleich zwei vielversprechende Akteurinnen den Schritt aus der eigenen Reserve in den Pro-Kader (A.d.R. Sina Bruder ist die dritte im Bunde, die den Schritt von der Zweitvertretung in die Sparda 2. Liga Pro ging). Sie kann aber schon etwas mehr Vorerfahrung aufweisen. In weiteren Artikeln werden wir auch sie zeitnah vorstellen). Dass sich die tatsächlichen Spielanteile der beiden „Neuzugänge“ im Saisonverlauf aufgrund von Verletzungspech und Konkurrenzdruck unterschiedlich entwickelten, gehört dabei zum ganz normalen Reifeprozess.
Cheftrainer Jimmy Czimek schätzt die Situation seiner beiden Talente kurz vor dem Schlussdrittel der Saison wie folgt ein:
„Anna und Maike sind aus unserer zweiten Mannschaft zu uns gekommen. Beides noch junge Spielerinnen, Anna mit ihren 17 Jahren erst am Anfang ihrer hoffentlich langen Volleyballkarriere.
Maike ist in dieser Saison schon mehr zum Einsatz gekommen, als einer unserer Stammmitte, Chiara Claassen, verletzungsbedingt passen musste. Da hat Maike ihre Aufgabe gut gelöst. Anna kam bisher noch wenig zum Zug, liegt aber auch daran, dass ich bewusst mit ihr statt einer vierten Mittelblockerin in die Saison gegangen bin und dann natürlich auf der Außenposition, wo wir stärker besetzt sind. Es ist für beide eine Saison zum Lernen und sich weiterzuentwickeln und wenn es sich ermöglicht, Spielpraxis auch für kommende Spielzeiten zu erspielen.“
