Gleichzeitig konnte der VfB Friedrichshafen seinen Doppelspieltag am Wochenende erfolgreich gestalten und sechs erwartete Punkte einfahren. Beide Teams sind jetzt punktgleich mit 58 Zählern, allerdings hat Friedrichshafen mehr Spiele gewonnen und das bessere Satzverhältnis. Aus eigener Kraft kann Düren nicht mehr am VfB vorbeiziehen. Der Kontakt zu den ersten beiden Plätzen ist jetzt komplett abgerissen.
Das Abrutschen von Platz drei wollte Düren unbedingt vermeiden, um sich eine bessere Ausgangsposition für die Playoffs zu bewahren. Die Faustformel ist einfach: Je tiefer die Position, desto schwerer der Gegner im Viertelfinale.
Das 0:3 war auch die erste Partie in dieser Saison, aus der Düren überhaupt keine Punkte mitgebracht hat. Bisher waren die SWD powervolleys im Fall einer Niederlage bis in den Tiebreak gekommen und konnten wenigstens einen Punkt mitnehmen. Der Grund für die Niederlage war der schwache erste Kontakt. Im Aufschlag zeigte das Team die schwächste Saisonleistung und konnte zu keinem Zeitpunkt Druck aufbauen. 19 Fehler bei nur einem Ass sind eine Bilanz, die in der Bundesliga nicht für höhere Weihen reicht. Das gelang den Gastgebern deutlich besser (11:5). Dürens Annahme war gegen die Ludwigsburger Aufschläge nicht gut, aber passabel. Das reichte aber nicht, weil es den Gastgebern oft gelang, Dürens Angriffsoptionen zu limitieren und dann vor allem in der Abwehr zu entschärfen. In den ersten beiden Sätzen kamen die SWD powervolleys nach teils hohen Rückständen immer wieder zurück, weil das Angriffsspiel ordentlich funktionierte. Aber jedes Mal war es ein Ludwigsburger Wirkungstreffer im Aufschlag, der Düren im Satzfinale entscheidend traf. Im dritten Satz wirkte Düren oft unglücklich und lag zu früh zu deutlich hinten. Das Aufbäumen aus den ersten beiden Sätzen fand nicht mehr statt.
