Wie prognostiziert gestaltete sich die Partie über weite Strecken als harter Kampf. Dresdens Trainer Peter Hesse ordnete die Leistung des Gegners treffend ein: „Grafing verlangte uns alles ab, kämpfte um jeden Ball, fightete, spielte einen sehr guten Volleyball.“

Der erste Satz begann aus Dresdner Sicht vielversprechend. Zwischenzeitlich erspielten sich die Gastgeber einen Vorsprung von sechs Punkten. Doch die junge Grafinger Mannschaft konterte mit druckvollen und risikoreichen, größtenteils erfolgreichen Aufschlägen und arbeitete sich schnell wieder heran. In der Schlussphase behielt aber Dresden die Nerven und verwandelte den ersten Satzball zum 25:22.

Im zweiten Durchgang erwischten die Gäste den besseren Start und übernahmen zunächst die Führung. Erneut sorgten starke Aufschläge für Vorteile auf Grafinger Seite. In der Satzmitte entwickelte sich ein intensives Hin und Her mit wechselseitigen Punktgewinnen. Mit zunehmender Spieldauer fanden die Dresdner jedoch vor allem über erfolgreiche Aktionen durch die Mitte zu ihrem Rhythmus zurück, setzten sich ab und nutzten schließlich ihren dritten Satzball zum erneuten 25:22.

Der dritte Satz verlief zunächst ausgeglichen. Bis zum 15:15 begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Danach gelang es Grafing, sich abzusetzen und einmal mehr seine Kampfstärke unter Beweis zu stellen. Besonders Juro Petrusic (MVP Silber) setzte Akzente. Angetrieben von den Fans kämpften sich die Dresdner zwar noch einmal auf 23:23 heran, doch eine starke Blockabwehr der Gäste brachte den 23:25-Satzgewinn für Grafing.

Im vierten Satz zeigten die Enervigo Volleys schließlich ihre ganze Qualität. Die Playoffs waren greifbar nah – und entsprechend entschlossen traten die Gastgeber auf. Nach einer knappen Anfangsphase übernahm Dresden ab dem 6:5 zunehmend die Kontrolle. Druckvolle Aufschläge, stabile Annahme und kreative Lösungen im Angriff zwangen den Gegner zu Fehlern. Lukas Klapper , als MVP ausgezeichnet, punktete mehrfach für die Gastgeber, doch vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit war im entscheidenden Durchgang augenscheinlich und siegentscheidend. Mit dem ersten Matchball zum 25:18 besiegelten die Dresdner einen verdienten 3:1-Heimsieg.

Trotz noch ausstehender drei Begegnungen ist den Enervigo Volleys Dresden damit die Teilnahme an den Playoffs nicht mehr zu nehmen – ein bedeutender Meilenstein in der laufenden Saison.

 

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