In der ersten Begegnung war der TSV Mimmenhausen Gegner der Blue Volleys. Als Tabellenneunter und mittlerweile frei von Abstiegssorgen angereist, wollte die Mannschaft aus dem Bodenseekreis den favorisierten Gastgebern möglichst große Gegenwehr leisten. Das gelang ihnen zumindest phasenweise, wenngleich die Blue Volleys das Spiel eigentlich über die gesamte Spieldauer unter Kontrolle hatten.

Gästetrainer Christian Pampel sah in dieser Konstellation eine Chance für seine Spieler sich, befreit von jeglichem Druck, zu zeigen und das eigene Leistungsvermögen im Wettkampf unter Beweis zu stellen.

Die Gothaer, die in beiden Spielen des Wochenendes endgültig die Playoffs klar machen wollten, begannen druckvoll. Für den erkrankten Kapitän Christoph Aßmann rückte Daniel Ridings auf Außen/Annahme neben Dominik Duchá? in die Startformation. Im Zuspiel erhielt diesmal Finn Jansen Spielzeit und diagonal spielte wieder Jean-Christophe Filippidis. Daneben begannen mit den beiden Mittelblockern Lauritz Jastrow und Tim Wagner und Libero Len Spankowski, der an diesem Tag seinen 24. Geburtstag feierte, bewährte Stammspieler.

Schon kurze Zeit nach dem Anpfiff hatten sich die Blue Volleys einen beruhigenden Vorsprung erspielt, den sie in der Folge routiniert verwalteten. Zuspieler Jansen zeigte gleich zu Beginn mehrfach erfolgreich seine Fähigkeiten im Block, Duchá? ließ immer mal wieder seine „Schlitzohrigkeit“ am Netz aufblitzen und Jastrow sorgte in der Schlussphase mit gefährlichen Aufschlägen für große Probleme in der Mimmenhäuser Annahme. Deutlich mit 25:13 ging so der 1.Satz an die Gothaer.

Auch im folgenden Abschnitt hatten die Hausherren das Spiel weitgehend im Griff. Lediglich TSV-Diagonalangreifer Lukas Baumgärtner sorgte mit seinen Angriffen regelmäßig für Gefahr. Auf Seiten der Gastgeber war es besonders Ridings, der seine Aufstellung mit einer sehr guten Leistung rechtfertigte und auffälligster Gothaer Angreifer war. Belohnt wurde er dafür nach Spielende mit seiner ersten Auszeichnung als MVP.

Mit 25:20 endete der 2.Abschnitt mit einem weiteren Satzgewinn der Blue Volleys.

Auch im letzten Satz gelang den TSV-Spielern, wie in den Sätzen zuvor keine eigene Führung. Die Blue Volleys bauten ihren Vorsprung zwischenzeitlich auf bis zu neun Punkte aus und das Spiel schien beim 24:17 Matchball für Gotha kurz vor der endgültigen Entscheidung. Doch die Mimmenhäuser wollten davon noch nichts wissen und machten den Satz nochmal richtig spannend. Serienweise verteidigten sie Gothaer Angriffe gekonnt weg und holten Punkt für Punkt auf. So sah sich Trainer Robert Werner gezwungen noch zwei Auszeiten zu nehmen. Die Zuschauer in der Ernestiner SH mussten einige Zeit stehend verbringen, denn die Süddeutschen kamen bis auf 23:24 heran, ehe ein Block von Justus Krauße sie erlöste und für den 25:23 Endstand sorgte.

Vor den verbleibenden letzten drei Hauptrundenspielen haben es die Gothaer jetzt selbst in der Hand, von welcher Ausgangsposition man in die Playoffs startet. Von Platz 1. bis 4. ist noch alles möglich. Allerdings warten zumindest mit den Auswärtsspielen bei der TuS Kriftel und beim TV Rottenburg noch zwei harte Auseinandersetzungen mit unmittelbaren Konkurrenten um die Plätze an der Sonne.

Blue Volleys Gotha mit: Bierwisch, Duchá?, Filippidis, Jansen, Jastrow, Krochmann, Krauße, Ridings, Spankowski, Wagner und Ri.Werner

 

volleyballer.de Redaktion Redaktion volleyballer.de