Generalprobe als Taktikspielchen – Suhl fordert Topfavorit aus Stuttgart

Am kommenden Sonntagnachmittag kommt es beim Bundesliga-Rückspiel zwischen dem VfB Suhl LOTTO Thüringen und dem Allianz MTV Stuttgart zu einer ungewöhnlichen Ansetzungskonstellation. Denn dieses Topspiel, zwischen dem aktuellen Tabellenzweiten Suhl und dem bisher in der Bundesliga ungeschlagenen Tabellenführer aus Stuttgart, ist zugleich in der darauffolgenden Woche das anstehende Zoi-DVV-Pokalfinale in der SAP-Arena in Mannheim. So treffen beide Teams innerhalb einer Woche nochmals aufeinander, um den zweiten Deutschen Titel der Saison, nach dem VBL-Supercup, unter sich auszumachen. Für die Gastgeberinnen, die aus Taktikgründen im Bundesliga-Hinspiel in Stuttgart mit einer sogenannten „B-Formation“ aufliefen, um Kräfte für das damalige und letztendlich erfolgreiche Halbfinalspiel gegen Pokalverteidiger Dresden zu schonen, dürfte die Konstellation diesmal weitaus schwieriger sein. Denn nach dem verletzungsbedingten Ausfall von VfB-Mittelblockerin Alina Nasin, sind die Variantionsmöglichkeiten für Cheftrainer Laszlo Hollosy erheblich eingeschränkt. Und im Hinblick auf die aktuelle Bundesligatabelle und die Chance auf eine deutlich bessere Playoffplatzierung als im spektakulären Saisonendspurtes des Vorjahres, könnten die Hollosy-Schützlinge andererseits mit einem Sieg gegen die favorisierten Bitter-Schützlinge entscheidende Punkte auf den Dresdner SC (leichtestes Saison-Restprogramm aller Top4-Teams) gutmachen. Für Tabellenführer Stuttgart hingegen, der natürlich auch aus mentalen Gründen seine „weiße Bundesliga-Weste“ vor dem anstehenden Pokalfinale „auf neutralem Grund“ behalten will, wären Punktverluste in Suhl leicht verschmerzbar, denn zu groß ist der Vorsprung derzeit auf die Bundesliga-Konkurrenz und zu dominant verliefen die bisherigen Hauptrunden-Duelle auch gegen die Tabellennachbarn aus Dresden und Schwerin sowie Aachen oder Münster. Für die Zuschauer in der ANTENNE THÜRINGEN Volleyballarena „Wolfsgrube“ dürfte sich also unter den ganzen Vorzeichen ein interessanten Spiel ergeben, denn kein Team möchte in diesem Duell freiwillig als Verlierer vom Parkett gehen. Dementsprechend hoffen die Heimspielorganisatoren wieder auf eine große stimmungsvolle VfB-Fankulisse und die notwendige Unterstützung von den Rängen, um dem Favoriten Stuttgart, der sicherlich auch wieder mit einer großen Fangruppe dabei sein wird, die erste Saisonniederlage beizubringen. Für die „Suhler Wölfinnen“ und ihre Mannschaftskapitänin Roosa Laakkonen, heißt es dann also wieder und passend zur Tagesform „neues Spiel – neues Glück!“.

volleyballer.de Redaktion Redaktion volleyballer.de