Der Start in die Partie verlief vielversprechend. Wiesbaden agierte konzentriert, präsentierte sich stabil in der Annahme und setzte Sonthofen mit variablen Angriffen unter Druck. Der Lohn war der verdiente Gewinn des ersten Satzes mit 25:19. Doch die Gäste aus dem Allgäu zeigten, warum sie trotz Tabellenplatz zwölf nicht zu unterschätzen sind. Im zweiten Durchgang entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, den Sonthofen in der entscheidenden Phase knapp mit 25:23 für sich entschied.
Im dritten Satz übernahm der VCW II wieder klar das Kommando. Mit hohem Aufschlagdruck, guter Blockarbeit und konsequentem Angriffsspiel setzte Wiesbaden ein Ausrufezeichen und holte sich den Satz deutlich mit 25:16. Doch erneut ließ sich Sonthofen nicht abschütteln. Die Gäste nutzten kleinere Unkonzentriertheiten der Wiesbadenerinnen und glichen mit einem 25:19 im vierten Satz zum 2:2 aus.
Der Tie-Break musste die Entscheidung bringen – und hier zeigte der VC Wiesbaden II einmal mehr seine mentale Stärke. Von Beginn an bestimmte das Team das Geschehen, spielte mutig nach vorne und ließ sich auch von Gegenwehr nicht aus der Ruhe bringen. Mit 15:10 entschieden die Gastgeberinnen den fünften Satz für sich und feierten einen umjubelten Heimsieg.
Emma Burda erhielt für ihre starke Leistung in Annahme und Feldabwehr die MVP-Goldmedaille. Die MVP-Silbermedaille ging an Carolin Strobl von den AllgäuStrom Volleys Sonthofen.
Mit dem dritten Tie-Break-Erfolg in Serie unterstreicht der VCW II seine derzeit starke Verfassung. Die Mannschaft belohnt sich für ihren Einsatz, sammelt wichtige Punkte und arbeitet sich weiter nach oben in der Tabelle. Der Sprung auf Platz sechs ist der verdiente Lohn für konstante Entwicklung, Teamgeist und Nervenstärke – Eigenschaften, die auch in den kommenden Spielen gefragt sein werden.
