Durch den souveränen Sieg sprangen die TuB-Schrauber auf Platz fünf der Tabelle und besitzen nun zehn Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz.
Entsprechend gut gelaunt gab sich Lübbert nach der Partie: „Der Sieg war sehr wichtig, Kiel hatte kaum eine Chance. Die Sachen, die wir uns vorgenommen hatten, haben sehr gut funktioniert. Besonders gut hat unser Block gearbeitet. Das war letzte Woche der ausschlaggebende Punkt, warum wir verloren haben, und daher unser Schwerpunkt im Training.“
Die Niederlage sah Kiels Co-Trainer Arian Niklas Söhlbrandt, der Coach Brar Gerhardt an der Seitenlinie vertrat, als verdient an: „Auch wenn man das Ergebnis aus unserer Sicht nicht gerne sieht, hat es Spaß gemacht. Wunderbare Atmosphäre, schöne Stimmung, großartige Halle. Wir sind von Beginn an hinterhergelaufen. Das Aufschlagspiel der Bocholter haben wir nicht kontrolliert bekommen und waren oft einen Schritt zu langsam. Der Gegner hat daher völlig verdient gewonnen.“
Lübbert musste ohne den an der Hand verletzten Diagonalangreifer Rudy Schneider antreten. Für ihn kam der junge Hauke Lehmbrock ins Spiel, der eine überragende Partie ablieferte und für sehr viele Punkte sorgte. „Hauke hat schon ein paar wenige Spiele für uns gemacht und immer gut gespielt. Heute war seine Leistung aber außergewöhnlich“, zollte Lübbers seinem Eigengewächs ein Riesenkompliment.
Von Beginn an präsentierten sich die Hausherren hochkonzentriert konzentriert und aggressiv. Vor allem mit mutigen, druckvollen Aufschlägen brachten sie die Annahme der Gäste immer wieder in große Bedrängnis. Zudem schafften sie es mit ihrem Blockspiel, Kiels besten Angreifer Erik Niederlücke aus dem Spiel zu nehmen. Der 2,05 Meter große Diagonalspieler punktete lange nicht wie gewohnt und wurde später von Söhlbrandt sogar aus dem Spiel genommen. TuB lag immer vorn und steigerte sich gegen Ende des Satzes noch einmal. Die letzten beiden Punkte steuerte Lehmbrock hervorragend bei, und so gewann sein Team den ersten Satz verdient mit 25:21.
Maßgeblichen Anteil am Gewinn der beiden weiteren Sätze hatte Zuspieler Lukas Salimi, der nach der Partie zum besten Spieler gewählt wurde. Besonders bei seinen Aufgaben fanden die Kieler im zweiten und dritten Satz kaum Lösungen. Bereits zu Beginn des zweiten Durchgangs sorgte Salimi mit einer starken Aufschlagserie für eine frühe 4:0-Führung. Kiel zeigte sich konsterniert und fand überhaupt nicht mehr in die Partie. Die Bocholter steigerten sich noch und zogen auf 13:5 davon. Als Kapitän Ben Stoverink wieder einmal einen Angriff der Gäste blockte, gewann TuB diesen Satz deutlich mit 25:19.
Salimi legt den Grundstein
Im dritten Durchgang legte Salimi wieder den Grundstein für einen 6:0-Vorsprung. Die Gegenwehr der Kieler war damit schnell gebrochen. Gestützt auf diese Dominanz ließ TuB Bocholt nichts mehr anbrennen und feierte am Ende einen hochverdienten Heimsieg. Für den letzten Punkt zeichnete sich wieder Stoverink verantwortlich, als er aus dem Hinterfeld einen Angriff wuchtig zum 25:19 abschloss.
„Wir haben einen wichtigen Sieg gefeiert“, sagte Stoverink. „Wir haben diese Woche sehr viel Blockabwehr trainiert, das hat sich gelohnt. Ich bin zu Beginn nicht gut ins Spiel gekommen, weil der Gegner eine gute Abwehr gegen mich durchgezogen hat. Aber in den entscheidenden Situationen konnte ich punkten. Daher bin ich mit meiner Leistung zufrieden.“
In der Pause zeigten die Rhythmischen Sportgymnastinnen des TSV Bocholt ihre faszinierende Mischung aus Ballett, Tanz und Gymnastik. Athletinnen führten teilweise an Geräten Choreografien aus, die mit Präzision und Eleganz beeindruckten.
